Kolonialismus
Ein Proto-Relotius par excellence
Erhard Schütz über fuchspfiffige Bücher, so manche Spiegelfechterei und den Erfinder der Cultural Studies
„Die Tsantsa-Memoiren“: Ein Schrumpfkopf erzählt
Jan Koneffke schickt mit feiner Komik ein koloniales Objekt auf Reise durch Welt und Zeit. Das ist groß!
Identität ohne Bindestrich
Lässt sich die Black-Lives-Matter-Bewegung aus den USA nahtlos auf Europa übertragen? Der Autor Johny Pitts hat Zweifel und entwickelt stattdessen sein eigenes Konzept
„Diese Biennale ist Testgebiet“
Die Co-Kuratorin der Berlin Biennale, Lisette Lagnado, über Kritik an eurozentristische Perspektiven und die Einflüsse der Pandemie auf die Kunst
Lumumbas Vermächtnis
Mehr als hundert Jahre hat es gedauert, bis die Gräueltaten an Kongolesen vom belgischen Königshaus als solche anerkannt wurden
Wie dumm wir sind
El Anatsuis Kunst macht im Kunstmuseum Bern die Leere in unseren kolonialen Köpfen schmerzhaft spürbar
Wir brauchen neue Wege des Denkens
Der Rassismus in Deutschland hat tiefe historische Wurzeln. Es wird schwer, ihn zu überwinden
„Die ganze Sache ist ein Schwindel!“
Postkolonialen Theoretikern wurde zuletzt von manchem Antisemitismus vorgeworfen. Der Marxist Vivek Chibber hat andere Vorbehalte gegen diese Denkschule
War doch nicht so schlimm
Im Streit über den Postkolonialisten Achille Mbembe zeigt Deutschland, wie provinziell seine Erinnerungskultur ist
„Datteln 4 ist gelebter Kolonialismus“
Wenn es nach dem Kohle-Konzern Uniper geht, soll diesen Sommer ein neues Steinkohlekraftwerk ans Netz gehen: Datteln 4. Mit tödlichen Konsequenzen für Menschen und Klima
Opfer im Widerstand
Die Idee einer spezifischen Ost-Identität greift auch in der Kunstszene um sich. Die Grenze nach rechts außen verwischt
Das Herz der Welt
In der Amazonas-Region treffen sich Aktivisten und Wissenschaftler zur alternativen Klimakonferenz
Ehm. Power?
Alice Hasters hat erlebt, wie ihre Hautfarbe sie zur „Anderen“ machte
„Wir haben mehr erlebt“
Eine Ausstellung in Leipzig zeigt die Ost-Kunst der Wendejahre ohne gängige Vorurteile
„Ging auch ohne Couch“
Als Freuds Psychoanalyse nach Indien kam, griff sie dortige Einflüsse auf, weiß Uffa Jensen
Er reitet immer noch, der blutige König
Theatermacher Luk Perceval will, dass Belgien endlich seine finstere Vergangenheit im Kongo aufarbeitet
Heute schon erinnert?
Aleida Assmann wünscht sich neue Formen des Geschichtsdenkens. Mit Jakob Augstein ist sie sich nicht einig, ob Denkmäler heute noch zeitgemäß sind
Opfer Ost
Deutsch-deutsche Narrative schaffen Identität. Ihre Wirkung verlieren sie nie
Dieses Gefühl der Überlegenheit
Wurde der Osten nach 1989 vom Westen „kolonisiert“? Erste Eindrücke von einer Tagung in Dresden, die genau dieser Frage nachgeht
„Alternativen zu uns“
Deutsche Ethnologen waren im 19. Jahrhundert oft Gegner des Kolonialismus, sagt Horst Bredekamp
Im Land der sanften Sitten
Warum ist das nationale Parlament des südwesteuropäischen Staates noch immer frei von rechten Parteien?
Koloniale Raubkunst
Beinahe das gesamte afrikanische Kulturerbe steht in europäischen Vitrinen. Jetzt sollen die Museen vieles zurückgeben. Doch die sträuben sich
Stell die Verbindung her
Der Kurator Omer Krieger zeigt in seiner Galerie in Tel Aviv „Stolen Arab Art“. Die Reaktionen darauf sind harsch
Weiße Jungs bringen’s nicht
Die 10. Berlin-Biennale spielt mit dem Postkolonialismus und vermeidet dabei alle Moralisierungsfallen