Sozialismus
Privatisierung in Russland: Geburtsstunde der Oligarchen
Präsident Boris Jelzin will 1992 die Privatisierung um jeden Preis. Seine westlichen Mentoren applaudieren, obwohl die russische Ökonomie damit einem Schockzustand ausgesetzt ist
Aufruf der Gruppe Utopie und Umbruch zur Debatte über die Linke: Es geht um alles!
Ein Plädoyer für eine breite Debatte über die notwendige gesellschaftliche Transformation. Wir wünschen uns eine Diskussion innerhalb der gesellschaftlichen Linken über Utopien und die Entwicklung radikaler emanzipatorischer Visionen
Toussaint Louverture: Der Freiheitskämpfer aus der Karibik
Toussaint Louverture inspirierte Anna Seghers zu einer Novelle. Trotzdem kennt man ihn hierzulande heute kaum. Die Monographie „Black Spartacus“ sollte das ändern. Annäherung an einen Vorkämpfer der Demokratie
Unter Michail Gorbatschow hatte die DDR keine Bestandsgarantie mehr
Michail Gorbatschow hat vollendet, was im Verhältnis der Sowjetunion zur DDR immer angelegt war – der Verzicht auf einen Verbündeten
Michael Gorbatschow hatte in Moskau keinen Rückhalt
Nach dem Tod des letzten Präsidenten der Sowjetunion gab es Elogen zuhauf. Doch wirklich populär war Michail Gorbatschow außerhalb von Künstler- und Intellektuellenkreisen in seinem Land nicht einen Tag
„Gäbe es ein Mietniveau wie vor 35 Jahren, wäre die Energiekrise nicht so existentiell“
Der Energiepreisschock trifft alle hart, die teuer wohnen müssen. Linkenpolitikerin Caren Lay fordert deshalb ein Mitte-Unten-Bündnis
Den erhofften inneren Frieden bleibt Algeriens Unabhängigkeit schuldig
Ein Jahrhundert lang betrachtet Paris Algerien als nationales Territorium, den Bewohner:innen werden alle Rechte aberkannt. Bis das Land 1962 seine Unabhängigkeit erklärt. Seitdem ist es immer wieder inneren Zerreißproben ausgesetzt
Lexikon der Inflation: Von Angst bis Zentralbank
Unsere Omas zählten das Geld in Bündeln, Marvin Gaye sang über Panik in den Ghettos und die Zentralbank folgt eigenen Interessen
Geliebte Ostzone
Auf einer Kirchensynode hält der spätere Propst von Erfurt 1972 eine bemerkenswerte Rede
Sören Pellmann: „Der Kapitalismus regelt einen Scheiß“
Sören Pellmann wollte Parteivorsitzender der Linken werden. Vor dem Schicksalsparteitag in Erfurt hat er erklärt, warum Jean-Luc Mélenchon und Elke Kahr Vorbilder für ihn sind – und was er macht, wenn er verliert
Janine Wissler hat genug von Wagenknechts Querschüssen
Kurz vor dem Parteitag stellt Janine Wissler ein Thesenpapier zur Zukunft der Linkspartei vor. Lässt sich die Linke am Ende doch noch einen?
Sahra Wagenknecht: „Ich frage mich, ob Menschen irgendwann von mir enttäuscht sein werden“
Sahra Wagenknecht glaubt zu wissen, wie die Linke mit ihrem anstehenden Parteitag aus der Krise kommen kann. Im Gespräch mit Christian Baron hinterfragt sie ihre eigene Rolle dabei
1962: Linkes Kraftwerk
Vor 60 Jahren führt der Bedarf nach mehr Theoriedebatten zur Gründung der Zeitung „express international“, heute: „express“. Sie wird bald zu einem Forum der Neuen Linken
Lieber Massaker in Kauf nehmen, als Menschen zu schützen
393 Millionen Schusswaffen sind in den USA im Umlauf. Daran wird auch der Amoklauf in Uvalde nichts ändern. Denn das Waffenproblem der Vereinigten Staaten ist Symptom ihres Demokratieproblems
Die Linke muss lernen, bürgerlich zu denken
Wenn die Linke wieder auf die Füße kommen will, sollte sie sich für eine Republik der sozialen Demokratien einsetzen. Diese lässt sich aber nur bürgerlich denken
„Weltbühne“ mit Hermann Budzislawski: Blatt der „systemloyalen Intelligenz“
Die legendäre Zeitschrift der Weimarer Republik wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in der DDR weitergeführt. Lange war ihr Chefredakteur Hermann Budzislawski. Daniel Siemens’ Biografie zeichnet auch ein Porträt des 20. Jahrhunderts
Die dritte Welle rollt
Welche Zukunft hat der Sozialismus im 21. Jahrhundert? Der überzeugt-kritische Marxist Frank Deppe versucht eine Antwort
Stichwahl: Sozialpolitische Bauchtänze
Emmanuel Macron oder Marine Le Pen? In der Stichwahl umwerben beide die Wähler des mächtigen linken Blocks, der in fast allen Großstädten die meisten Stimmen auf sich vereint
Frankreichs Rechte: Mein Sohn, der Neonazi
Weshalb haben in Frankreich die Rechtsextremen so viel Zuspruch? Im Bestseller „Was es braucht in der Nacht“ gibt Laurent Petitmangin eine literarische Antwort
Im Blitzkrieg der Wehrmacht sah er „proletarische Energie“ wirken
In der Analyse des Zweiten Weltkrieges wollte er kein Moralist und kein Idealist sein. Endlich widmet sich eine Biografie dem umstrittenen Totalitarismusforscher Heinz Langerhans
„Marx war weniger antikapitalistisch als viele Deutsche“
Kapitalismus sei besser als sein Ruf, findet der Historiker Rainer Zitelmann – er habe sogar Armut weltweit verkleinert. Der Autor Robert Misik hält dagegen
„Die Werften hatten einen großen Anteil am sozialistischen Staatsbankrott“
Die Schiffsbaubetriebe Osteuropas waren schon lange vor 1990 in den Weltmarkt integriert. Für das Buch „In den Stürmen der Transformation“ hat der Historiker Philipp Ther noch mehr Faszinierendes recherchiert. Ein Gespräch
Lukas Hermsmeier über den Linksrutsch in den USA: Feindliches Gebiet für Amazon
Lukas Hermsmeier beobachtet den jungen Linksrutsch in den USA und erklärt, warum Gewerkschaftsarbeit revolutionär sein kann und wie man Amazon beikommt
„Die sozialen Netzwerke beuten unsere Seelen aus“
Der Schauspieler Gael García Bernal und der Philosoph Srećko Horvat sind Freunde. Hier sprechen sie über die sozialistischen Bande ihrer Heimatländer, ihre Vorstellung von der Apokalypse – und warum sie gerne widerlegt werden