Theater
Modeling oder Nodeling
Die Künstlerin Britta Thie ließ das Publikum an den Münchner Kammerspielen einer Airbnb-Sitcom beiwohnen
Krieg der Phrasen
Im Streit um den Intendantenwechsel an der Berliner Volksbühne fliegen jetzt offene Briefe hin und her
Drei Happy Ends, kein viertes
Am Abend der Bundespräsidentenwahl zeigt das Wiener Burgtheater die Posse „Diener zweier Herren“
Süß ist nur Rache
Max Czollek und Sasha Marianna Salzmann sind ihre Rolle als Juden im deutschen Gedächtnistheater leid. Nun luden sie zum Desintegrationskongress
Witwenbergplatz
Am Westberliner Grips-Theater wird das Musical „Linie 1“ uraufgeführt. Die Inszenierung spiegelt den Zeitgeist einer Teilstadt im Schatten der Mauer
Schorsch Kamerun: Goldene Zeiten
Schorsch Kamerun hat den Punk vom Mackertum befreit und in Hamburg den Pudel Club mitgegründet. Außerdem macht er Theater. Jetzt erst recht
Dezente Dekadenz
Der satirische Roman „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq taugt nur bedingt als Bühnenstück
Der volle Furor in Echtzeit
Elfriede Jelinek verdichtet die Mordlust der IS-Terroristen und den Pegida-Hass zu einem Wahnsinnscocktail der Wut
Mutige Positionen
Ob in Fürth, Ulm oder Oldenburg: Kritische Blicke auf den Islamismus wagen vor allem die Kleinen
Eine von den Jungs
Margarita Broich kennen viele als „Tatort“-Ermittlerin. Ihre große Liebe ist aber das Theater mit seinen wilden Männern, von Heiner Müller bis Martin Wuttke
Publikumstherapierung
Yael Ronen aus Tel Aviv ist als Regisseurin in Berlin erfolgreich. Ihr Thema Migration frisiert sie mit Comedy-Elementen
Das innerliche Schunkeln
Mit „Hallelujah“ feiert Christoph Marthaler den Country und zeigt, wofür die Berliner Volksbühne steht
Stadttheatermarionetten
Das deutsche Rekrutierungssystem für Schauspieler fördert Konformismus. Man muss kein Kulturpessimist sein, um das zu erkennen
„Ich misstraue der Nyborg“
Der Theaterregisseur Nicolas Stemann nimmt der TV-Serie „Borgen“ den Wohlfühlfilter weg und fragt: Was kostet die Macht?
Und Wuttke gockelt
Volksbühnen-Noch-Intendant Frank Castorf inszeniert Friedrich Hebbels „Judith“. Ein Abend, der durchlitten sein muss
Viel Kopulation um nichts
Roland Schimmelpfennigs Fukushima-Stück „An und Aus“ läuft nach Tokio nun in Mannheim
Kos oder Köln und der Kongo
Milo Raus neues Stück „Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs“ stellt das Allheilmittel gegen politische Komplikationen in Frage
Epische Spielplätze
Wenn das Theater eine Zukunft haben will, muss es sich an den neuen TV-Serien orientieren
O Himmel
Die Volksbühne zeigte Frank Castorfs „Brüder Karamasow“. Der Abend wurde zur Demonstration der Stärke – und zur Hommage an Bert Neumann
Wer hat’s erfunden?
Das Theater ist jetzt nicht mehr nur dran an den Romanen, sondern der Buchpreisjury sogar voraus
Die Zwangsbeglückten
Das Theater geht in die neue Spielzeit, und die Entfremdung von Bühne und Publikum wächst
Alles längst geklärt
Dramatisch ist nur die Ausgangslage: Ferdinand von Schirachs „Terror“ engt in Frankfurt das Ensemble ein
Nach dem Tabubruch
Die Theatergruppe Rimini Protokoll verarbeitet Adolf Hitlers „Mein Kampf“ kurz vor dem Auslaufen des Copyrights
Aggro Berlin
Sibylle Berg hat ihr Erfolgsstück „Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen“ fortgeschrieben. „Und dann kam Mirna“ spielt unter Müttern und wütet gegen jeden