Völkermord
Neuer Historikerstreit: Eine gewaltige Kluft
Ist eine postkoloniale Wende der Erinnerungspolitik und der Holocaustforschung wünschenswert?
Aussöhnung, die spaltet
Im Umgang mit dem Genozid an den Herero und Nama hinterlässt die Regierung Merkel einen Scherbenhaufen. Besteht jetzt die Chance auf einen Neuanfang?
Auf immer verflucht
Srebrenica erstickt in internationaler Hilfe und Wohltätigkeit. Die Zahl der Bewohner nimmt währenddessen weiter ab
Schubladen öffnen
Das neue Zentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin ist weiter umstritten. Ein Rundgang durch die Schau
Eine Zäsur, die beschämt
Die Anerkennung des Völkermords an den Herero und Nama ist richtig. Die Art und Weise aber falsch
Die Macht der Trommeln
In Huye greifen Frauen zu einem Instrument, das Männern vorbehalten war. Das wirkt – über die Musik hinaus
Genozid? Das perlt ab
Die Minderheit der Rohingya gehört zu den Verlierern in Asiens neuem Kalten Krieg
Held – oder Verbrecher?
Paul Rusesabagina, Hauptfigur im Film „Hotel Ruanda“ über den Genozid von 1994, ist des Terrorismus angeklagt
Hitlers willige Partner
Deutsche Historiker konzentrieren sich häufig allein auf deutsche Täter. Das ist nicht zielführend, sagt ein polnischer Holocaustforscher
25 Jahre Srebrenica: Vergessen dürfen nur die Opfer
Vor 25 Jahren begingen bosnisch-serbische Soldaten ein Genozid mitten in Europa. Der serbische Präsident will davon jetzt nichts mehr wissen
Manipulativ verletzlich
Robin DiAngelo schrieb einen Bestseller über weiße Fragilität. Nun erscheint er auf Deutsch – mit großen Anschlussproblemen
Susan Sontag: Beobachterin der Gewalt
Benjamin Moser hat Susan Sontag ausgelotet. In der Ära Trump fehlt sie mehr denn je
Das Tabu als Waffe
Das Manifest von „Extinction Rebellion“-Gründer Roger Hallam erscheint nicht. Das ist auch besser so
Die größte Propaganda-Maschine der Geschichte
„Borat“-Darsteller Sacha Baron Cohen kritisiert in einer Rede Tech-Firmen wie Facebook, YouTube, Google oder Twitter scharf. Hier können Sie sie im Wortlaut lesen
Eine gezielte Provokation
Roger Hallam hat die Shoa nicht relativiert, weil er unvorsichtig war. Sondern ganz bewusst. Das legt eine E-Mail nahe, die in Kreisen der XR-Klimabewegung zirkuliert
Das gesprochene Wort gilt
Ein Interview soll das fehlende Puzzlestück in der Debatte um die Äußerungen des Literaturnobelpreisträgers zum Genozid von Srebrenica sein. Ein Update zur Diskussion
Außer Kontrolle
Nora Bossongs neuer Roman zeigt, wie weltpolitische Fragen und partikulare Begierden sich reiben – und irrlichtert in der Genozidfrage
1998: Auf Bewährung
Nach zähem Vorlauf wird der Internationale Strafgerichtshof gegründet. Der US-Jurist Benjamin Ferencz hat dafür gekämpft – und sieht das Ergebnis zu Recht mit Skepsis
Völkermord mit Leopard
Aus Angst vor dem Rechtspopulismus unterstützen EU-Regierungen das brutale türkische Vorgehen gegen die Kurden
„Auch Linke morden“
Alle gegen alle: Doğan Akhanlıs neues Buch handelt von seiner politischen Verfolgung und einer Türkei in Angst
Alle sehen sich als Opfer
Gelobt von Experten, an den Tatorten auf dem Balkan jedoch höchst umstritten, hat der Internationale Jugoslawien-Gerichtshof seine Arbeit vorläufig beendet
Der Funke ins Pulverfass
Der Völkermord von 1994 hatte eine Vorgeschichte in Uganda. Die USA kannten viele Details, unternahmen aber nichts – Teil II
Museveni lachte nur
Der Genozid von 1994 hatte eine Vorgeschichte in Uganda. Die USA kannten viele Details, unternahmen aber nichts – Teil I
Vor Auschwitz
War der Genozid an den Herero und Nama eine Blaupause für den Holocaust? Ein Streitgespräch über Rassismus und Antisemitismus