Artikeln
„Eine verlorene Welt“
Die Dirigentin Oksana Lyniv evakuiert Nachwuchskünstler aus der Ukraine. Wie denkt sie über die Rolle der Kunst im Krieg – und über ihre russischen Kollegen?
Realität reicht nicht
Tomer Gardis zweiteiliger Roman „Eine runde Sache“ verbindet auf exzellente Weise Historie mit Fiktion. Dafür erhält Gardis 2022 den Leipziger Buchpreis
Schallendes Schweigen
Sollte man aktuell die pazifistische Dichtung hochhalten? Über Sinn und Nutzen von Antikriegs-Texten
Gefangen im Korsett
Tod, Narben und das Ringen um Identität – Fatma Aydemirs „Dschinns“ ist ein vielschichtiger Gesellschaftsroman
Ohne Fassade
100 Variationen über die Gewalt – warum „[Blank]“ eine fantastische Zumutung ist
Hinter den sieben Bergen
Märchen sind veraltet und haben mit der Welt heute nichts mehr zu tun – könnte man meinen. Birgit Kreipe und Ron Winkler zeigen in ihrer Anthologie, dass diese alten Erzählungen uns immer noch viel zu sagen haben
Win-Win-Win
Der Schweizer Kampa Verlag kauft zwei unabhängige Verlagshäuser auf und sichert sich so Standorte in Österreich und Deutschland. Man will junge Talente entdecken und aufbauen
Regie: Rot-Grün-Gelb
Freie Szenen versus „Hochkultur“? Im Bereich „Kultur- und Medienpolitik" übergeht der Koalitionsvertrag die von der Pandemie schwer getroffene Theaterlandschaft. Lichtblicke finden sich trotzdem
Schlafwagen zum Kollaps
Angesichts der Klimakrise missverstehen sich viele deutsche Bühnen als Hörsäle – das Publikum lehnt sich zurück und schaltet ab
Das Recht am geschriebenen Wort
Sollte jedes Buch ab Veröffentlichung in der E-Book-Ausleihe der Bibliotheken zur Verfügung stehen? Einige Autoren wehren sich dagegen – mit guten Argumenten
Glückliche Geiseln
Zwei Romane erzählen von der Janusköpfigkeit des Spätkapitalismus, der lächelt, während er ausbeutet
Die Laune des Wetters
Fridays for Future im Roman: Nataša Krambergers „Verfluchte Misteln“ dokumentiert eindrücklich, wie eine starke Frau beginnt, die Zeichen der grünen Welt zu deuten
Sex mit Werwolf
Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth inszenieren eine Groteske zwischen Wahn und Witz
Zweck und heilige Mittel
Reden wir endlich über Inhalte! Unser Autor hat überprüft: Wie halten die Parteien es mit der Kulturpolitik?
Die Ampel setzt den Rotstift an
Die Stadt Mainz plant Kürzungen an ihrem Mehrspartenhaus. Hoffentlich macht das nicht Schule
Ein Recht auf Chanel
Warum Aufstieg ein Märchen ist: das berührende Sozialdrama „Einfache Leute“ am Staatstheater Mainz
Seine Kunst, jetzt
Coronaverse? Volker Braun verknüpft poetisch Diskursversatzstücke zu einer „Großen Fuge“
Spiel dir dein Stück
Passives Zuschauen ist passé. Mit der Gamification schaffen die Theater neue Grenzerfahrungen
Woran wir alle kranken
Zwischen Tabubruch und Wehklage: Der Heidelberger Stückemarkt zeigt, woran es in der Gesellschaft hapert
Das Ich. Wer? Ich?
Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse erzählen von der ewigen Selbstsuche