Quoten sind nichts anderes als eine Krücke für Frauen, um in den "Old Boys Networks" überhaupt eine Chance zu bekommen. Krücken sind nicht schön und immer ein Ausdruck dafür, dass etwas krankt. Aber dass es in dieser Gesellschaft immer noch keine "Gesundheit" in Bezug auf die Geschlechterdemokratie gibt, daran kann man nicht wirklich zweifeln. Noch immer machen Geschlechtercharaktere aus dem 18. Jahrhundert und frauenvereinnahmende Familienpolitik (Stichwort doppelte Vergesellschaftung) uns das gleichgestellte Leben schwer. So lange, und so lange einer Frau NUR aufgrund ihres Geschlechts weniger zugetraut wird - so lange müssen Quoten als Krücken für ein späteres Gehen auf gesunden, gleichberechtigten zwei Beinen sein.
permalinksie muss es und sie kann es, wenn sie will (da geb ich JoergH von der Contra-Seite recht). Sie will nicht. aber sie muss wollen - denn nur so hat linke Regierungspolitik langfristig eine Chance.
Dazu gehört meiner Meinung auch, Lafontaine mit seinem egozetrischen Rachefeldzug samt völlig abwegiger Forderungen nach ALLEM für umme loszuwerden. Wobei Lafontaine am wichtigsten ist - der Realismus kommt normalerweise mit der politischen Verantwortung, wie man an den Länderregierungen sieht, an denen die Linke beteiligt ist.
Aber: Sie KANN es nicht bis zum 27. September werden. Leider.
Ausgabe 11/10
18.03.2010
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