Keine Revolution, nicht einmal eine echte Wende: Nur eine Kanzlerin ohne Glaubwürdigkeit braucht eine Ethik-Kommission, damit sie ihre Atompolitik verkaufen kann>> mehr
Regierung rätselt, wie der Fachkräftebedarf zu decken ist. Institut empfiehlt: Solange das Schulsystem versagt, müssen arme begabte Kinder gesondert gefördert werden>> mehr
Der Mann hat zweifellos das Zeug, zum neuen Kabinetts-Rechtsaußen aufzusteigen. Bislang wurde Hans-Peter Friedrich offenbar unterschätzt. Wenn er komische Sachen sagte, dachte man, naja, als Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag muss man eben ab und zu auffal...>> mehr
Man habe noch einmal nachgezählt, so die Pressemitteling dann am Nachmittag kurz vor vier: Nicht 210.000, sondern 250.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer seien bei den größten bislang gewesenen Anti-Atomkraft-Protesten der Republik gewes...>> mehr
Der Deutsche Bundestag hat heute um elf Uhr das Mandat für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan mit 419 Pro- zu 116 Gegenstimmen bei 43 Enthaltungen um ein weiteres Jahr verlängert. Am Ende dieses Jahres wird der Einsatz die Zehn-Jahres-Grenze passie...>> mehr
Ging das hoch her heute bei der Aktuellen Stunde im Bundestag zum Bahnhofsumbau in Stuttgart: Ute Vogt, ehemalige SPD-Vorsitzende - besser: der gefallene Stern am SPD-Himmel von Baden-Württemberg, konnte kaum einen Satz sagen, ohne dass es laufend "Unvers...>> mehr
Dorothee Bär hatte die Zeitungen früh gelesen. Schon um 9.36 Uhr lief am Freitag ihre Pressemeldung über die Nachrichten-Ticker, dass die Unionsfraktion im Bundestag die neuen Pläne ihrer eigenen Familienministerin Kristina Schröder ke...>> mehr
… die Arbeitszeiten der Mütter sich verlängern, wenn sie von ihrem Lohn leben wollen oder müssen. und ewig grüßt die rabenmutter, die von ihrem einkommen leben will. wie heldenhaft jedoch die mutter,...
Wir kommen hier an die Grenze des Problems, das sich immer stellt, wenn man den eigenen Witz erklären soll. Es geht ja darum, mit solch einem Text immer auch solche Leser einzufangen, die zum Beispiel Armut für nicht-existent halten oder noch dem 80er-Jahre-Diktum anhängen, dass in Deutschland niemand arm sein braucht (schwarz-gelb old school, quasi). Das "wollen" ist nun als eine Art Stolperstein eingebaut für diejenigen, die das weibliche Verdienen noch unterm Aspekt Wird-die-nicht-vom-Mann-versorgt (schwarz-gelb old school) sehen und sich aber bitte fragen sollen, ob eine Frau nicht auch ausreichend verdienen WOLLEN (was ja miendestens die FDP-geneigten ins Grübeln bringen müsste) darf. Die Ironie steckt darin, dass eher linke Leser dies gar nicht erst in Frage stellen würden, aber den Wink ans eher schwarz-gelbe Publikum verstehen sollen, wenn eben einen Wimpernschlag später das harsche "müssen" kommt. Aber wie gesagt, manchmal gelingen Anspielungen, manchmal nicht. Gruß U.W.
… die Arbeitszeiten der Mütter sich verlängern, wenn sie von ihrem Lohn leben wollen oder müssen. und ewig grüßt die rabenmutter, die von ihrem einkommen leben will. wie heldenhaft jedoch die mutter,...
@eulen, Sie können davon ausgehen, dass ich zur betroffenen Gruppe gehöre (die will, aber nicht muss), aber auch in diesem Fall wohl zu unrecht darauf gesetzt habe, dass Ironie erkannt wird. Also, bevor weitere Missverständnisse aufkommen: Ich finde, Frauen sollten für ihre Arbeit soviel Lohn bekommen, dass sie davon leben können, und wenn sie Kinder haben, sollten die davon auch mit ernährt werden können. Es sollte hierbei keinen Unterschied geben, ob die Frauen alleinstehend resp. -erziehend sind oder nicht. Und ich finde sogar, das ist so selbstverständlich, dass man es nicht mehr in jeden Kommentar hineinschreiben muss. Besten Gruß, U.W.
Leider erklärt die gläubige Statistik-Expertin Fr. Winkelmann nicht, warum nur 8% der Kinder als arm gelten, aber 15% der Kinder Hartzer sind. Leben diese 8% dann unterhalb von Hartz bzw. um wieviel u...
Sehr geehrter Herr Mustermann, in der Tat gibt es die - im Text angerissenen – unterschiedlichen Messweisen, und etwa der Armutsbegriff von Kinderhilfswerk oder paritätischem Wohlfahrtsverband orientiert sich auch an der Zahl der Hartz-IV-Kinder. Drum geht von dort auch weiterhin die Botschaft aus: "jedes sechste Kind in Armut" (2,25 Mio von 13,5 Mio bis 18 Jahre). Doch auch wenn Sie sich nicht für Zahlen interessieren, so gibt es zwischen den Angaben (8 oder 16 Prozent) diese große Spanne von Faktoren, die eben doch auch wichtig sind für die Lebenszufriedenheit der betroffenen Familien und namentlich der Kinder. Oft währt der Hartz-IV-Bezug zum Beispiel ja bloß ein halbes Jahr oder wenige Monate. Dann mindert sich das Jahreseinkommen, das bei Erhebungen erfragt wird, vielleicht gar nicht so stark, dass die Armutsschwelle erreicht ist - und auch die Auswirkungen auf die Kinder sind nicht so gravierend. Deshalb plädiere ich ja auch dafür, neben den besonders Schlagzeilen-tauglichen Formeln ("jedes sechste...") solche Indikatoren zu nennen, die vielleicht aussagekräftiger sind für die Bewertung der Politik: Der Anstieg, zum Beispiel, aber auch die lokale Häufung (Gefälle Gelsenkirchen-Stuttgart oder Berlin-Bodensee), und die Dauer der Armut. Gruß U.W.
@von Luschka, der Unterschied zwischen Strafvollzug und Maßregelvollzug ist sowohl der Autorin wie der Interviewten selbstverständlich bekannt. Bitte, nicht immer Blödheit unterstellen, wo möglicherweise (a) Ironie, (b) der Wille zur Vereinfachung, (c) politisch-aufklärerische Absichten eine Rolle spielen könnten. Das Stichwort dient nur der Grobsortierung des Interesses beim Online-Leser; das Wort Maßregelvollzug ist niemandem, der nicht vom Fach ist, bekannt; und in der Tat ist es eben genau das Problem, dass sich der M. vom S. in D. nicht bzw. zu wenig unterscheidet. Ich freue mich aber sehr über die angeregte Debatte. Baphomed hat m.E. einen wichtigen Punkt am Problem der Psychiatrisierung benannt: Psychiatrien sind nie so gesichert wie Knäste, sollen sie auch nicht sein – um der Sicherheitsinteressen der Bevölkerung willen wird man nun aber Psychiatrien verknastisieren. Gruß uwi
"Wie wollte man die Verachtung für Bildungshunger diplomatischer ausdrücken?" - Ich habe mir gerade ein paar Kraftausdrücke verkniffen. Was Rupprecht da sagt, ist nicht mal diplomatisch, sondern zutie...
@goedzak: Sie haben Recht. Das "diplomatischer" ist eine verrutschte Ironie. Soll heißen: In einer rhetorischen Frage ist das ironisch gemeinte Wort "diplomatisch" fehl am Platz. Hab ich mich schon beim Heimradeln gestern drüber geärgert, musste aber trotzdem schnell nach Hause. Gruß U.W.
David Foster Wallace wurde 2005 darum gebeten, vor Absolventen des Kenyon College eine Abschlussrede zu halten. Diese berühmt gewordene Rede gilt in den USA mittlerweile als Klassiker und Pflichtlektüre für alle Abschlussklassen – eine kleine Anleitung für das Leben, die man jedem mit auf den Weg geben möchte
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