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Himmelfahrtskommando "Partnering"
Eine eindringliche Lektion ist mit dem Tod der drei Bundeswehrsoldaten auf einem Außenposten in Kunduz verbunden, weil damit eine Strategie in Frage gestellt wird
Der kalte Frieden von Camp David
Udo Steinbach, langjähriger Direktor des Orient-Instituts, fordert nach dem Umbruch in Ägypten konstruktivere Verhandlungen der Isarelis mit den Palästinensern
Die Revolution erreicht Europa
Die Flüchtlingswelle aus Nordafrika verschafft der EU eine Chance, all den revolutionären Traktaten zu Ägypten nun auch revolutionäre Taten folgen zu lassen
Der König als Bauernopfer
Wenn es am 11. Februar in Kairo keinen Staatsstreich gegen einen Volksaufstand gegeben haben soll, muss das Schiff der Revolution jetzt erst recht Fahrt aufnehmen
Der Straße den Schneid abkaufen
Vizepräsident Omar Suleiman ist der Mann des Augenblicks, er will Zeit gewinnen und die Opposition in eine Mitverantwortung für den „geordneten Übergang“ lotsen
Fassade ohne Fundament
Mit einem 99-Prozent-Ergebnis konnte das Referendum über die Unabhängigkeit des Südens kaum überzeugender ausfallen – die Staatsgründung ist nicht mehr aufzuhalten
Die Kavallerie von Kairo
Wenn Präsident Mubarak geht, soll nicht das System Mubarak an seinen Fußsohlen kleben – darin besteht der Sinn eines geordneten Rückzugs, um den es gerade geht
Der nächste große Schirm
Russland muss zum transatlantischen Akteur aufsteigen, soll es Partner der NATO bei einem Anti-Raketenschild werden. Ein Thema für die 47. Münchner Sicherheitskonferenz
Nichts ist wertvoller
Mit ihrem XI. Kongress in Hanoi hat sich die Kommunistische Partei erneut als Gralshüter des Sozialismus und als Schutzpatron der Marktwirtschaft empfohlen
Mubarak verliert seine Paten
Urplötzlich fällt Ägyptens langjährigen treuen Verbündeten USA, Deutschland und Frankreich auf, welchem Ausbund an Despotie man innig verbunden war
Sich selbst zuprosten
Viktor Orbáns Antrittsrede vor dem Europa-Parlament lässt erahnen, dass Ungarns Premier die Rolle des Zöglings gegen die des Zuchtmeisters getauscht hat
Mubaraks tönerne Füße
Mit der wankenden Autokratie am Nil würden die Vereinigten Staaten einen geschätzten Verbündeten – Araber und Israelis einen geduldigen Vermittler verlieren
Unrecht beruft sich auf Unrecht
Der Sturm auf die Hilfsschiffe im Vorjahr war rechtmäßig, so der Befund offizieller Untersuchungen in Israel. Die Beziehungen zur Türkei sind nun endgültig geschreddert
Nie wieder so mächtig
Vor 20 Jahren beginnt der erste Irak-Krieg gegen die Armee Saddam Husseins. Das Neue Denken kapitulierte vor der Neuen Weltordnung, die ihre Jungfernfahrt erlebte
Der Reigen ist eröffnet
Der Wandel könnte die gesamte Region erschüttern. Aber noch steht der Sieg des Volkes über den Diktator Ben Ali auf schwachen Beinen
Der höfliche Mr. Hu
Die Amerikaner halten unbeirrt an ihren chinesischen Geschäftsfreunden fest, weil die ihnen höchst interessiert dabei helfen, einen Staatsbankrott abzuwenden
Weltordnung auf Jungfernfahrt
Vor 20 Jahren fallen Bomben auf Bagdad, der erste Krieg nach dem Ende des Ost-West-Konflikts beginnt – von einer Militärkoalition geführt und von der UNO legitimiert
Der Ofen glüht noch
Ein Land will sich von 23 Jahren Diktatur befreien, aber noch ist keine Regierung in Sicht, die aus einem politischen Umsturz einen sozialen Umbruch werden ließe
Hisbollah und Hariri verlieren sich aus den Augen
Mit dem Ausstieg der "Partei Gottes" aus der Allparteien-Regierung sind Koalitionen wieder durch Fronten ersetzt – aus einem Ausnahme- wird wieder der Normalzustand
Abziehen und aufräumen
Die SPD lässt sich in ihrer Treue zu Gerhard Schröder nicht beirren und bleibt deshalb auch dem Afghanistan-Krieg verbunden. Jede Ausnahme von der Regel ist ihr suspekt
Brenneisen der Sezession
Staatsgründungen sind nicht a priori Sternstunden der Menschheit oder Glücksfälle der Geschichte. Schon gar nicht für Afrika, das bald seinen 54. Staat vorweisen wird
Sehnsucht nach dem Kalifat
Im Norden steht eine Widerstandsfront aus Taliban, der Partei Hezb-e Islami und usbekischen Jihadisten, die zum Muster einer Gesellschaft der Kriegserben werden könnte
Die Kraft des Kollektivs
Der gemeinsamen Währung hat Angela Merkel für 2011 große Bewährungsproben versprochen. Sie dämmern herauf wie der Zwang zur Schicksalsgemeinschaft der Euro-Länder
Dornenkrone für den Märtyrer
Nicht die Justiz, sondern eine Wahrheitskommission sollte offenlegen, wie marktwirtschaftliche Radikalität Russland nach 1991 geschadet und Oligarchen gezeugt hat
Ungarische Lektionen
Der neue EU-Ratspräsident hält wenig vom demokratischen Reinheitsgebot, was für die Staaten-Union und deren Dasein zum Jahreswechsel nur bedingt problematisch ist