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Nahaufnahme eines älteren Mannes mit Brille, der nachdenklich die Hand ans Kinn legt.

An der Zeitenwende

Der ehemalige Vorsitzende der Linken beschrieb einst für den "Freitag", wie er den Mauerfall erlebte. Gestern ist er im Alter von 71 Jahren verstorben

In anderen Welten

In ihren Debütromanen schicken Peter Richter und Andreas Platthaus ihre Helden in die Fremde

War was?

Jana Hensel wurde mit "Zonenkinder" bekannt und wird seitdem immer nach der DDR gefragt. Mit Vorliebe an Jahrestagen. Dabei würde sie gern mal über etwas anderes sprechen

Die müden Empörer

Vom revolutionären Schwung zum restaurativen Schwank: Wie der Wandel ­immer wieder verhindert wird

Das Gefühl haben, alles sei möglich

Annett Gröschner hat Erinnerungen an die größte, unabhängige Demonstration vor der Wende gesammelt, die am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz stattfand

Verbirg dein Anderssein

Eine Frau aus dem Osten ist Kanzlerin und ihr Vize schwul: das scheint vielen Deutschen egal. Gut so, aber die Akzeptanz hat ihren Preis

Die wiedergefundene Sprache

Die legendäre, vielfach verklärte Demonstration vom 4. November 1989 war die letzte, in der es um einer Erneuerung der DDR ging – fünf Tage später fiel die Mauer

Meine Berliner Mauer

Für einen sowjetischen Auslandskorrespondenten der Agentur "Nowosti" in Berlin war die Ost-West-Grenze ein Ort der Gratwanderung, die schon mit der Kindheit begann

Krach im Kaffeehaus

Claudio Magris, der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, warnt in einer fulminanten Rede Europa vor der Gewöhnung an den Krieg und dem Hochziehen neuer Grenzen

Ich, Du und alle, die wir kannten

Fotografin Nan Goldin zeigt wieder Bilder in Berlin. Ihr Stil ist durch das Internet heute demokratisiert, an emotionaler Kraft haben die Fotos deswegen nichts verloren

Stalin und die DDR

Den Herbst 1989 prägt auch eine heftige Kontroverse um stalinistisches Züge des DDR-Sozialismus. Im "Sonntag" äußert sich dazu der Schriftsteller Christoph Hein

BRD mit Weichzeichner

Jochen Schimmangs Band „Das Beste, was wir ­hatten“ ist ein echter Westbindungs-Roman. Die Mauer will niemand wieder aufbauen. Aber nach ihr sehnen tut man sich schon

Michael Angele

Perle des Ostens

„Panda Sex“, das neue Buch der lifestylekompetenten Schriftstellerin Mian Mian hält, was es verspricht. Was Autorenfoto, "Spiegel"-Attribute und Klappentexte versprechen

Der vollkommene Beat

Taktgefühl tanzt Twist: Im dritten Roman "Slumberland" des amerikanischen Beat-Literaten Paul Beatty feiert der angebliche Postrassismus einen wilden Karneval des Denkens

Der lange Schatten Indiens

In der Krisenregion am Hindukusch wird Indien immer einflussreicher. Das passt dem Nachbarn Pakistan nicht. Das Land sieht seine Interessen in Afghansitan gefährdet

Die Küste stürzt ins Meer

Bei fortschreitender Erderwärmung wird vom ägyptischen Nildelta nicht viel übrig bleiben. Millionen Menschen könnten bei riesigen Überflutungen ihr Zuhause verlieren

Einmal kräftig geschüttelt

Mit Plastikcontainern vor der Brust die Stromschnellen des Viktoria-Nils hinunter und dem Rotschwanzaffen auf der Spur: Wer zu den Ssese-Inseln fährt, kann was erleben

Tausend Sandkörner ergeben einen Turm

Die 1972 geborene Autorin Yiyun Li lebt in Amerika. Üer den Umweg der fremden englischen Sprache von den verrenkten Seelen im China der siebziger Jahre

Gedächtnis der Wende

Die DDR-Wochenzeitung "Sonntag" war im Herbst 1989 ein Forum der Selbstbefragung und der Ort einer Gesellschaftsdebatte, die nicht nur Grenzen der DDR sprengte

Lutz Herden

Das neue Haus der Nofretete

Am Donnerstag wird in Berlin nach 70 Jahren das Neue Museum wieder eröffnet. Ingo Arend bewundert die Kombination von Alt und Neu des Architekten David Chipperfield

Er wollte doch nur spielen

Sebastian Deisler galt als Jahrhunderttalent des Fußballs, bis er abrupt seine Karriere beendete. Nun ist seine Biografie erschienen – das Psychogramm eines sensiblen jungen Mannes

Eine Seele von Insel

Von verschwundenen Lamas, fetten Katzen und dem Ja zu Lissabon. Im Pub zeigte sich, wie sehr es bei der Abstimmung um die irische Identität ging

Schrebergärtners verlorene Ruhe

An der Berliner Kiefholzstraße trennte die Mauer 40 Jahre lang Kleingartenkolonien. Als die Mauer gefallen war, blieb die Grenze zwischen den Gärten trotzdem bestehen