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Süße Bitterkeit
Der Kärntner Slowene Florjan Lipuš schreibt in seiner Muttersprache und ist daher in Österreich nicht preiswürdig. Sehr zum Nachteil für das Land
Dies ist kein Buch
Jo Franks „Snacks“ zu lesen ist wie mit dem Finger über eine Landkarte zu fahren
Hölle der Herumträger
Christoph Helds „Bewohner“ erzählt vom allmählichen Verschwinden des Verstandes
Eine stille Explosion
Sie übersetzt kongenial. Auf kurzen Strecken brilliert sie mit Eigenem. Über eine Meisterin der Kurzgeschichte
Umsturz her!
Markus Orths erzählt die Biografie des berühmten Malers Max Ernst
Von der Ohnmacht
Drei Romane über angepasste Leute und von anderen, die plötzlich zu Rebellen werden
„Der Klang der Maschine“ von Karl Bartos: Sind Mitmusiker elektrisch?
In „Der Klang der Maschine“ erzählt Karl Bartos von seiner Zeit als Mitglied bei Kraftwerk
Die Suche ist die Heimat
Es gibt eine neue, aufregende, afropolitische Stimme in der Literatur. Über den vielstimmigen Generationenroman „Heimkehren“ von Yaa Gyasi
„Super 8 ist unheimlich“
In Elfriede Jelineks „Die Kinder der Toten“ sucht die NS-Vergangenheit ein österreichisches Alpenidyll heim. Was reizt zwei Theatermacher aus New York an diesem Stoff?
Zurück in die Zukunft
Erhard Schütz liest über Europas Gräuel nach 1918, Errungenschaften und Irrungen nach 1945 und Zukunftsperspektiven von heute und damals
„Brüssel ist ein Labor“
Europa ist langweilig? Einen Europa-Roman will keiner lesen? Nein. Robert Menasse beweist das Gegenteil
Schrei! Lass alles raus
Gefühlslotung ist en vogue. Liebe und Hass etwa werden ausgiebig öffentlich diskutiert. Neuerdings boomt auch die Zornforschung
Unfrei Schnauze
Renate Künast kämpft in ihrem neuen Buch gegen ein starkes Gefühl. Die Grüne fordert einen „Aufstand der Anständigen“
Kein Bock auf Literaturagenten
Lütfiye Güzel hat ihr achtes Buch im Selbstverlag veröffentlicht. Die in Duisburg geborene Dichterin will den Literaturbetrieb unterwandern. Ihre Texte sind brutal direkt
Gut und gerne leben
Man könnte sagen, er sei ein Träumer: Ingo Schulzes Romanheld glaubt unverdrossen an das Glück
Dieses Morgen ist von gestern
Nicht gar zu innovativ, dafür mit Tom Hanks: „The Circle“ auf der Leinwand
Auf Trumps Spuren
Alle bloß rückständig und dumm? In ihrem neuen Buch lässt Arlie Hochschild die Wähler des Krawallmilliardärs zu Wort kommen
Im Herzen der Finsternis
Über die Zusammenhänge, die in der weißen Arbeiter- und unteren Mittelklasse der USA zur massiven Unterstützung Donald Trumps geführt haben
Das Schaf – Liebesobjekt und Menschenfresser
Erhard Schütz liest und lernt über das Tier auf der Wiese, in der Luft – und über Verstecke auf der schönen Insel Hiddensee
Tag des Zorns
Mathieu Riboulets Roman „Und dazwischen nichts“ ist ein Lamento auf die Opfer der Jahre 1967 bis 1989
Am Strand mit Kindheitsdepressionen
Unser Autor wollte in diesem Urlaub keine Männerliteratur lesen. Das wäre beinahe schiefgegangen
Zwischen Palazzi und Pappkartons
Eva Sichelschmidt lebt mit Durs Grünbein und ihren drei Töchtern in Berlin und Rom. Sie hat uns Geschichten im Postkartenformat geschickt – über Heimweh, Liebe und Mafia
Gestört sind hier alle
Die Trilogie „Das Leben des Vernon Subutex“ gilt in Frankreich als Sensation. Sie erzählt den Abstieg eines Pariser Mittfünfzigers
Fremdeln, tanzen
Zadie Smith schreibt mit „Swing Time“ den Bildungsroman der globalisierten Welt
Die Lüge als Chance
In seiner Ich-Erzählung sucht das französische Wunderkind Édouard Louis eine Heilung vom Sprachverlust