„Wohlstand baut Mauern“
Nationale Grenzen werden mehr und mehr zu halbdurchlässigen Filtern, die sich nur noch für Menschen öffnen, die ökonomisch erwünscht sind, sagt der Soziologe Steffen Mau
Septembersongs
Eine seltsame Zeit ist das zwischen Spätsommer und Frühherbst, da brauchen wir Musik. Fallende Blätter können magisch sein und Liedtexte ziemlich blutrünstig. Das Lexikon
Vorhang auf
Cerstin Gammelin wirft frische Blicke auf die unterschätzten Ostdeutschen
Schubert auf Lesbos
Ein Festival für Kammermusik im Krisengebiet? Zu Besuch auf einer Insel, die bange einen Neubeginn ersehnt
Boulevards
Die Ostberliner Karl-Marx-Allee will Weltkulturerbe werden. In Kabuls Hühnerstraße flaniert niemand mehr, in Zürich zirkuliert Geld. Unser Lexikon
„Felix Krull“-Verfilmung von Detlev Buck: Leicht ist schwer
Detlev Bucks „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ aalt sich in der Opulenz vergangener Zeiten
Tagebuch einer Sau
In „Gunda“ wird das Beobachten einer Ferkelmutter zur Meditation über unser Verhältnis zum Tier
Drummer:in
Sie stehen oft im Schatten, aber ohne die Taktgeber:innen im Beat läuft gar nichts. Über eitle Männer, Pionierinnen, Drum-Fills und Basspedalanschläge. Das Lexikon
Diese Grandezza
Ruth Orkin wurde erst spät bekannt. Zu ihrem 100. Geburtstag erscheint ein neuer, grandioser Bildband
Auf Augenhöhe
Anta Helena Recke steht für eine neue Bühnen-Generation. Selbstbewusst und lässig inszeniert sie am Maxim Gorki Theater Olivia Wenzels „1.000 Serpentinen Angst“
Das Gefühl ist die Botschaft
Die Britin Little Simz veröffentlicht mit „Sometimes I Might Be Introvert“ ihr bislang persönlichstes Album
„Das sind Ammenmärchen“
Die Fixierung auf technische Lösungen verstellt den Blick auf die Drastik der Klimakatastrophe, sagt die Philosophin Eva von Redecker
Was riskieren wir für Musik?
Die Zensur, das Kapital, ein Virus oder das Wetter: Ein Song erreicht sein Publikum selten ohne Widerstände. Umso schöner, dass es wieder öfter klappt
Wir Kinder der Freiheit
Unsere Autorin war dabei, als „Alternative“ noch für Gegenkultur und Hoffnung stand: der Begriff, den nun die AfD okkupiert
Immer wieder gibt es Huhn
„The Father“ erzählt das Leben aus der Sicht eines Demenzpatienten – und Anthony Hopkins brilliert
Weites, enges Brasilien
Eine cinematografische Studie widmet sich Räumen jenseits der Lofts und schärft dabei unseren Blick auf das Land – und die Welt
Zeitlos schwierig
Der italienische Regisseur Pietro Marcello modernisiert Jack Londons „Martin Eden“. Das ist große Poesie
Was von Kabul bleibt
Wie erfahren wir etwas über die Zustände in Afghanistan, wenn alle Reporter:innen das Land verlassen haben?
Joggen mit Drangsal
Auf der Bühne trägt Max Gruber rosa Springerstiefel. Unseren Autor traf er im Trainingsanzug
Ein Unbehagen
Endlich strahlt Mies van der Rohes Bau restauriert in altem Glanz. Doch nicht alles ist gut
Durchnässte Gemälde
Überflutete Depots, zerstörte Sammlungen: Wie schützt man Kulturgüter im Katastrophenfall?
Charlie Watts: Der Ruhende unter den Rollenden
Unbeirrt von Exzessen und Streitigkeiten unterstricht Ausnahmeschlagzeuger Charlie Watts mit seiner Technik Bedeutung und Ausdruckskraft der Rolling Stones-Songs
Von orthodox bis queer
Das Jüdische Filmfestival Berlin und Brandenburg zeigt die Vielfalt der jüdischen Identitäten in Deutschland
Zeilen aus Minsk
Vor einem Jahr gingen die Menschen in Belarus auf die Straße. Nun erscheint der Band „Stimmen der Hoffnung“ mit Texten aus jenen Tagen