Wenn Tod Verbindungen schafft
Carmen Mayer arbeitet als Trauerbegleiterin, vor allem beschäftigt sie der Umgang mit Verlust im Fußball. Sie ist überzeugt, dessen Rituale schaffen Halt und geben Trost
Sympathie für den Feind
Michael Pekler schätzt an „Tehran“ das Spiel mit Spannung und Entschleunigung. Spoiler-Anteil: 13%
Die Verzweiflung eines Isolierten
Kirill Petrenko dirigiert Schostakowitschs „8. Sinfonie“ und erkennt Parallelen zur aktuellen Situation
Schulterzucken
Mit Wiener Schmäh und leichtfüßiger Lakonie plus Klassenkritik: Stefanie Sargnagels Roman „Dicht. Aufzeichnungen einer Tagediebin“
Wie vor 40 Jahren?
Warum Monika Maron falsch liegt, wenn sie den Umgang mit ihr mit der Repression von Schriftstellern in der DDR vergleicht
Der Trump-Faktor
Er hat gelogen und getrickst, doch er selbst verkörpert eine Wahrheit über den Zustand der westlichen Gesellschaft
Sozialistischer Horizont
Etwas angestaubt, aber immer sehr beliebt – Die Politikwissenschaftlerin Jodie Dean legt mit ihrem Buch „Genossen!“ eine kleine Theorie des Begriffs vor
„Ich suche Worte“
Santiago Amigorena ist der Enkel polnisch-jüdischer Exilanten. Sein Roman über die Familie hilft ihm auch selbst
Zerrspiegel
In „Alles, was zu ihr gehört“ ordnet eine Archivarin den Nachlass einer Fotografin. Und stößt auf Indizien für einen Mord
Mit Armut sehen
Ein Sammelband hilft, dass „Klassismus“ nicht mehr so oft mit einer Kunstrichtung verwechselt wird
So verletzlich wie wir
Geschult an den Großen: Mike Knowles schreibt in „Tin Men“ hart und realistisch
Hinter den Klischees
Die Kanadierin Louise Penny ist in Deutschland und den USA eine Bestsellerautorin. Was macht ihre Krimis so lesenswert?
„The Crown“ Staffel 4: Der Benimm ist politisch
Die neue Staffel von „The Crown“ folgt der Beziehung von Prince Charles und Lady Di durch die Thatcher-Jahre
„Geschichten sind machtvoll“
Für die schottische Schriftstellerin Denise Mina sind Kriminalromane erst dann relevant, wenn sie einen ganzheitlichen Blick auf ein Verbrechen werfen
Sommermärchen anno 0009
Daniel Gerhardt hat „Barbaren“, die erste deutsche Historienserie auf Netflix, gesehen. Spoiler-Anteil: 27%
Jagd auf Duchamps
Eine Surrealismus-Geheimloge verfolgt zwei Teenager durch den „Philadelphia Underground“
Krankheit als Symptom
Joachim Meyerhoff war Experte für Scheitern, dann erlitt der Schauspieler einen Schlaganfall. In seinem neuen Roman herrscht das morbide Timbre der Vergänglichkeit
Der Kommunismus ist …?
Jan C. Behmann war lange Zeit der Kopf hinter diesem Fragebogen – und füllt ihn zum Abschluss selbst aus
Überraschende Intimität
Ihre Erzählungen hören sich eher nach Rock 'n' Roll als Literatur an, heißt es: Mary Gaitskills Short Stories „Bad Bahaviour“ werden bei Blumenbar wiederaufgelegt
Ein Sack voll Sprengstoff
Unsere Kolumnistin Ute Cohen hatte mal Lust auf den kurzen Prozess. Sie entdeckte eine profunde Kenntnis an Toxinen, die Sexszenen fand sie eher mäßig
Eine Reise nach Täbris
In „Das armenische Tor“ ermittelt ein altlinker Kleinstadtadvokat im Südkaukasus
Orakel und Katastrophe
Der Kulturlockdown ist eine Tragödie für das Theater. Er hilft aber auch beim Erkennen
Faszination für Fakten
Hallie Rubenhold erzählt nicht die Geschichte von Jack the Ripper, sondern die seiner Opfer
Sologamie, super
Junge Koreanerinnen und Koreaner heiraten nicht mehr, entziehen sich Leistungsdruck und alten Rollenbildern. Dafür gibt es sogar einen eigenen Begriff