In der Krise sind alle Keynesianer
Corona zeigt der Welt das hässliche Gesicht eines entfesselten Kapitalismus. Höchste Zeit, daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen
Was, Kunst?
Wir haben Künstler und Kulturschaffende gefragt, was sie während der Krise tun und wie sie über die Runden kommen
1990: Totenstiller Lärm
Während die letzte DDR-Regierung antritt, zeigt Heiner Müller am Deutschen Theater einen Hamlet, der gegen seine Natur versucht, ein Subjekt der Geschichte zu sein
1920: Der Feldprediger
Martin Niemöller, die spätere Ikone der Friedensbewegung, führt ein rechtes Freikorps-Bataillon an und zieht in den Kampf gegen Rote Ruhrarmee und „Spartakisten“
Die drinnen und die draußen
Unter Corona eskaliert in Mumbai der Kampf um die Öffentlichkeit: Wer kann, schließt sich in Gated Communities ein. Wer übrig bleibt, gilt als dreckig und gefährlich
Sie sind zuhause nicht willkommen
Viele rumänische Wanderarbeiter verloren wegen Corona Job und Bleibe. Sie kehrten hektisch in ihre Heimat zurück, schildert Szabolcs Sepsi vom DGB-Projekt Faire Mobilität
Wir waren Eingeschlossene und das gefiel uns
Unser Autor erinnert sich an eine laborhafte Abschottung voller Freiräume
Die Zukunft ändert die Richtung
Ist Britney Spears eine echte Sozialistin und Christian Drosten der bessere Robbie Williams?
„No Hard Feelings“
Leif Randt hat das Buch der Zwanzigerjahre geschrieben. Wie hat er das gemacht?
Der wunde Punkt
Die Corona-Krise zeigt, wie schlecht wir aufgestellt sind, wenn es um unsere Gesundheit geht. Der Markt richtet nichts
Die Kopfgeldjäger kehren zurück
Die USA kriminalisieren die Regierung Maduro und torpedieren so einen politischen Kompromiss
Lagerkoller
Das Zuhause soll jetzt Lehranstalt sein. Ob das gut geht, ist auch eine soziale Frage
Kein Horrorfilm
Als Reaktion auf die Corona-Epidemie entstehen überall auf der Welt gemeinnützige Bürgerinitiativen. Das ist eine unmissverständliche Botschaft an Politik und Wirtschaft
Wachstum ist systemrelevant
Die Corona-Pandemie erzwingt den wirtschaftlichen Stillstand und damit Degrowth. Bietet die Krise also auch eine Chance? Einen Ausweg aus dem Wachstumszwang?
Du weißt: Die Welle, jetzt kommt sie
Die letzte Besprechung „wie immer“, dann bröckelt alle Routine und löst sich schrittweise auf. Tagebuch einer Oberärztin einer Intensivstation in Süddeutschland
Der Neoliberalismus ist tot, er lebe hoch
Manche wähnen das Wirtschaftssystem durch die Krise am Ende – wie 2007 schon. Doch für einen Paradigmenwechsel fehlen Ideen, die über einen Green New Deal hinausgehen
Krankes Gesundheitssystem
Weg von der Bedarfs- hin zur Gewinnorientierung lautet seit langem die Devise für Kliniken. Die Corona-Krise zeigt, wie fatal das ist
Der Steuereintreiber
Michail Mischustin soll als russischer Premier der Wirtschaft zum Modernisierungsschub verhelfen
Globaler Wohltäter
Peking hat Corona im Griff und schickt medizinische Hilfe ins Ausland
Alexander Kluge: Ein Patriot, der sich prüft und hinterfragt
Alexander Kluge ist tot. Bis zuletzt – am 14. Februar wurde er 94 – meldete er sich mit politischen Zwischenrufen oder kündigte neue Projekte an. Wir sprachen mit ihm 2020, als zum Mauerfalljubiläum sein Buch „1990 freilegen“ erschien
Schiere Schutzlosigkeit
Auf dem Subkontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen tritt die Corona-Pandemie vor allem als infra-strukturelle Krise zutage
Führt die Digitalsteuer ein!
Lokale Läden stehen vor dem Aus, während Amazon & Co. vom Lockdown profitieren. Es ist höchste Zeit, die Digitalkonzerne entschlossen zu besteuern
Rekommunalisiert die Kliniken!
30 Jahre neoliberale Gesundheitspolitik haben nur den privaten Klinikkonzernen genutzt. Das muss sich ändern, fordern Arndt Dohmen und Dagmar Paternoga von ATTAC
Amtsschimmel frisst Goldesel
Ein fränkischer Schrotthändler erfindet eine vielversprechende Recyclinganlage für Elektronikmüll – dann bremst ihn die Bürokratie aus