Restposten Rainer
Die FDP hat als Marke „verschissen“, der Partei-Liberalismus ist in Auflösung. Die Idee der „neuen Freiheit“ bleibt indes aktuell
Die Angstkassen laufen über
Eine im Prinzip richtige expansive Kreditpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wird durch deutsche Spardogmen auf teure Ab- und Umwege gedrängt
Die Boulevardangestellten
Der Ausbildungsweg von Prominenten führt über den australischen Dschungel. Von einer bemerkenswerten Show im deutschen Fernsehen
Fährt Gott Motorrad?
Der fünfte Anschlag auf einen iranischen Atomforscher in den vergangenen zwei Jahren heizt die Frage nach den Hintermännern der Anschlagserie weiter an
Gefangen in einem gelobten Land
Wolfgang Ruge ging als Kommunist in die Sowjetunion und landete in einem Arbeitslager Stalins. Seine Erinnerungen sind eine anthropologische Studie
Ein besonders überfüllter Zoo
Was vor zehn Jahren mit Camp X-Ray als Improvisation begann, werden die Vereinigten Staaten jetzt nicht mehr los – allen Beteuerungen von Präsident Obama zum Trotz
Der Trümmermann
Der Schriftsteller Eugen Ruge über die Erfahrungen des Vaters in den Lagern Stalins, seinen Erfolg und die Frage, warum er Uwe Tellkamps „Turm“ als Gegner empfindet
Mitten in der Schneekugel
Die Affäre um Christian Wulff ist keine geschlossene mediale Hetzkampagne. Aber eine raffinierte Selbstinszenierung der „Bild“
Jenseits des Schlosses
Die Kanzlerin und ihr Wulff können eine Affäre aussitzen, weil die Opposition Angst davor hat, selbst die Verantwortung zu übernehmen
Jazz hat’s. … Nicht.
Eine Petition und sehr viele sehr große Forderungen – nur helfen wird das dem deutschen Jazz bestimmt nicht. Woher wir das wissen? Gab's alles schon
Nur noch eine Schachfigur?
Auch in seiner jüngsten Rede hat Staatschef Bashar al-Assad die für ihn typische passiv-aggressive Haltung gezeigt und erneut vage Reformen versprochen
Hamidullah kehrte nie zurück
Am 10. Jahrestag der Eröffnung des US-Camps Guantánamo muss auch an Tausende von Gefangenen erinnert werden, die in Afghanistan oder anderswo festgehalten werden
Raus aus den Hinterzimmern
Die Linke verhält sich häufig konservativer und patriachalischer als andere Parteien – sie muss sich ändern, findet Vorsitzende Gesine Lötzsch. Ein Gastbeitrag
Arrangierte Entbehrung
In der Kita, die das Kind unserer Kolumnistin besucht, wurde vorübergehend das Spielzeug abgeschafft. In der Theorie klingt das Konzept vielversprechend. Bewährt es sich?
Für einen Tag normal
Im HBC-Club in Berlin-Mitte tauschen sich Magazinmacher über das echte Leben aus – oder das, was sie dafür halten
Mein großer Schwarm
Amazon lässt seit einem Jahr Kino-Drehbücher von der Netzcommunity entwickeln und bewerten. Verändert das wirklich das Filmgeschäft? Eine erste Bilanz
Schwulsein unter Kennedy
„Stuck Rubber Baby“ erzählt von Rassismus und Homophobie zu Zeiten der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung - und von Orten, an denen man sich über beides hinwegsetzte
Sardiniens Waffenparadies
Auf dem Truppenübungsplatz Salto di Quirra ist mutmaßlich mit abgereichertem Uran experimentiert worden – ohne Rücksicht auf die Gesundheit der lokalen Bevölkerung
Das große Brüllen
Die Gewaltfrage: Neue und alte Bücher zum legendären Protestjahr 1968 eröffnen neue Perspektiven – und blenden das Handfeste oft aus
Eine saftige Ohrfeige
Der BND ließ die Computer eigener Mitarbeiter filzen – illegal, wie das Bundesverwaltungsgericht feststellte. Der Befehl dafür kam wohl direkt aus der Chefetage
Boaah, ne Cobra
Kann man auch mal machen: Beim Kölner "Tatort: Keine Polizei" gefällt die kühl-originelle Konstruktion der Entführungsvariation mit dem Opfer, das Täter sein will
Im falschen Verhältnis: Mein Versuch mit einer Dreiecksbeziehung
Jeanne Moreau liebt in „Jules und Jim“ gleich zwei Kerle. Die Dreiecksbeziehung ist ein Mythos. Aber kann man sie wirklich leben? Unsere Autorin hat es versucht
Immer der Nase nach
Piratensender Powerplay ist auch nach 30 Jahren ein kaum erträglicher Film. Das liegt an stumpfen Zoten und daran, dass er Fehlentwicklungen des Rundfunks vorwegnimmt
Viele Geister fühlen sich gerufen
Mit den anhaltenden Protesten werden im Namen der Freiheit auch die sozialen Privilegien einer urbanen Elite verteidigt, der Nationalismus nicht fremd ist