Was von der Wut übrig blieb
Erschreckt vom Widerstand der Studenten wollten die Bildungspolitiker Reformen auf den Weg bringen. Was wirklich geschehen ist
Die Risiko-Uni
Die ersten Bachelor-Jahrgänge drängen im großen Stil in den Master. Erst jetzt wird den Studierenden klar: Das größte Problem der Uni-Reformen ist nicht die Verschulung
Entente cordiale
Präsident Ahmadinedjad sucht die diplomatische Offensive im Namen der Regionalmacht Iran, die für eine neue Weltordnung wirbt, bei der die Atommächte ins Glied treten
Dezente Dissidenten
Versuche der Obama-Regierung, den Nordatlantikpakt für ihre Raketenabwehr-Pläne zu gewinnen, lassen bestehende Spannungen über die europäische Sicherheit zutage treten
Die beste Verteidigung
Wikileaks hat die erwarteten Irak-Dokumente am 18. Oktober nicht veröffentlicht. Das habe er auch nie angekündigt, sagt Julian Assange - und schießt lieber auf Kritiker
In der Dunkelkammer
Schwarz-Gelb hat Hartz V im Kabinett auf den Weg gebracht – muss sich aber Unterstützung für die Länderkammer suchen. Nun drohen faule Kompromisse
Major Iqbal vom ISI
Der mächtige pakistanische Geheimdienst soll in die Vorbereitung der terroristischen Anschläge in Mumbai vom November 2008 verwickelt gewesen sein
Lobbyisten päppeln mit der ZEIT
Was treibt seriöse Zeitungen dazu, Politiker der Rüstungsindustrie zuzuführen?
Mitgift statt Nähmaschine
Entwicklungshelfer erzeugen keine Produkte, sondern kümmern sich um „Projekte“. Aber wie misst man deren Wirksamkeit?
In ein Vakuum gestoßen
Teheran hat in der Region einen entscheidenden Deal ausgehandelt, der dazu führen könnte, dass im Irak eine pro-iranische Regierung an die Macht kommt
Stadt im Nahkampf
Rainer Werner Fassbinder wollte 1985 mit seinem Stück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ Frankfurter Spekulanten ein Abschiedsgeschenk machen. Die schlugen es aus
Spiel, Satz und Sieg für den Gottesstaat
„Der Irak ist heute für den Iran das, was der Libanon einst für Syrien war“, sagte ein irakischer Politiker jüngst bei einem inoffiziellen Briefing in Washington
Ausgestreckte Hand, längerer Hebel
Beim Dreier-Gipfel von Deauville wollen die NATO-Staaten Frankreich und Deutschland das Nicht-NATO-Mitglied Russland für eine Assoziation in der Allianz gewinnen
Ein paar Usbeken, ein paar Tataren
Ohne Gastarbeiter aus Zentralasien und aus dem Kaukasus würde in Moskau nur halb so viel gebaut. Um die Integration der muslimischen Arbeitsnomaden kümmert sich niemand
„Das war ein Fehler“
Der Steuerbonus wurde zum Symbol schwarz-gelber Klientelpolitik. Die Gäste haben wenig davon
Zu kurzer Hebel
Die Gleichbehandlung der Bratwurst in Ehren. Aber Deutschland braucht eine ganz andere Steuerdebatte
Sich für den Widerspruch öffnen
Das Gerede von einer Generation der jungen Optimisten blendet das Schicksal der blockierten Milieus aus
Die Jerusalem-Frage
Nach über 60 Jahren ist das Urteil zur Tempelstadt Ayodhya gefallen. Es ist viel zu salomonisch, um Religionsfrieden zwischen Muslimen und Hindus stiften zu können
Zahlen sind ihre Waffen
Christiane Martys Analysen stellen die Sarkozy-Regierung bloß. Die Ingenieurin kämpft gegen die französische Rentenreform und wird auch heute wieder auf die Straße gehen
Die Ausbeutungs-App
Apple verzeichnet Rekordumsätze - produziert werden die Kommunikations-Spielzeuge unter entwürdigenden Bedingungen in China. Die Konsumenten rührt das wohl kaum
Zauberlehrling und Hexenmeister
Präsident Ahmadinedjad und der Religionsführer Ali Khamenei liefern sich einen offenen Machtkampf, der an den Grundfesten der Islamischen Republik rüttelt
Der grüne Rote
Mit Hermann Scheer verliert die SPD einen ebenso störrischen wie visionären Linken. Sein politisches Programm bleibt aktuell: eine sozial-ökologische Wende
Fünfzig zu fünfzig
Hannelore Kraft rückt im November turnusmäßig an die Spitze des Bundesrats. In Düsseldorf wird derweil Bilanz gezogen: Wie sieht es aus nach 100 Tagen Rot-Grün?
Sonnenbrillen von Oakley
Die gelungene Rettung der chilenischen Bergleute führt zum Aufleuchten einer globalen Freude. Alle scheinen davon berührt. Doch warum eigentlich?