Grossdemo

500.000 Menschen gehen auf die Straße, um der Regierung ihren Unmut kund zu tun

Abendlicher Gang in den Bunker

Nach der umstrittenen Präsidentenwahl ist Taiwan mehr denn je eine Herausforderung für die Ein-China-Politik des Westens

Satan, der Durcheinanderbringer

Im bayerischen Altötting wollen Homosexuelle in diesem Jahr den Christopher-Street-Day feiern und die Heilige Kirche provozieren

Andreas Jungwirth

'Er ist klein, unscheinbar und akkurat. Wieder und wieder zählt er die Stäbe seines Käfigs. Die Multiplikation der Anzahl der einen Seite mit der ...

Die Gacaca-Justiz

Ruandas Versuch, nach dem Genozid mit der "Kultur der Straflosigkeit" zu brechen

Im Herzen des Dschungels

Der israelische Schriftsteller Michael Warschawski verwirft den permanenten Präventivkrieg seines Landes

Raffarin sah rot

Selten hat eine französische Regierung so den Boden unter den Füßen verloren

Ich war eine Umgehung

Mit dem Kölner "Müllprozess" wird das "Unfassbare" zu einer fassbaren Realität

Nicht nur ein bisschen dreckig

Eine soziologische Studie untersucht die Arbeitsbedingungen von Putzfrauen in öffentlichen Gebäuden

Annett Gröschner

Das Jahr 1685 gilt als das Geburtsjahr der Hyazinthenzucht in Berlin. Es war die Zeit, als die Hugenotten in großer Zahl in die Mark emigrierten, im Gepäck auch die eine oder andere Blumenzwiebel. Es war schwer, einen geeigneten Boden für den Anbau der vorher in Berlin ganz unbekannten Blume zu finden. Man entschied sich schließlich, es auf der Sandscholle der Flur des Vorwerks Boxhagen zu versuchen. Das war schon ein paar Jährchen später unter Friedrich dem Großen, der die Kosten zum Bau der Kolonistenhäuser und zur Düngung des Bodens übernahm. Den Kolonisten ging es nicht gut, sie galten als Ausländer und wurden dementsprechend behandelt, viele fristeten trotz schwerer Arbeit nur notdürftig ihr Leben. Von diesem Kapitel Friedrichshainer Geschichte ist noch der Name Gärtnerstraße übriggeblieben, die neben Grünberger, Krossener und Gabriel-Max-Straße den Boxhagener Platz umfasst. Er, der 1862 als Platz D, Abt. XIV, in den Hobrechtschen Bebauungsplan für Berlin gezeichnet wurde, ist für diese Gegend herrschaftlich groß geraten, anders als beispielsweise im Prenzlauer Berg, wo die Grundstücksgesellschaften die Plätze kleinfeilschten, um mehr Platz für den Bau verwertbarer Häuser zu haben. Selbst im Winter reichen am Spätnachmittag die Sonnenstrahlen noch bis auf die Rasenfläche. Die Punks, von denen die meisten schon die 40 überschritten haben, balgen mit ihren Hunden, und auf dem im Gegensatz zu früher etwas aufgehübschten Spielplatz klönen die Mütter. Der Platz hat dem Quartiersmanagement seinen Namen gegeben, das hier dafür sorgen soll, dass die Gegend sozial nicht umkippt und ins Visier des Innensenators gerät. Reich war man hier weder zu Friedrichs, noch zu den Zeiten, als der Stadtbezirk Friedrichshain Horst Wessel hieß. Und auch nach 1945 kam man gerade so über die Runden und die Einschüsse des Spartakusaufstandes waren noch Jahrzehnte zu sehen.

On air

Aus Berlin sendet seit kurzem ein TransgenderRadio

Ottos Schilys Anti-Terror-Kampf

Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der Grünen-Fraktion im Bundestag sagt es frei heraus: "Die Schikanen für bestimmte Ausländer werden zunehmen." Die ...

Empfehlung der Woche

Nicht

Nicht

Dror Mishani

Hardcover Leinen
192 Seiten

25 €

Zur Empfehlung
Was ihr wollt

Was ihr wollt

William Shakespeare

Regie: Sarah Kurze

Termine: 12./13. Mai und 3./4./5. Juni 2026

Dauer: 1 Stunde 20 Minuten

Zur Empfehlung
Nachbeben

Nachbeben

Zinnini Elkington

Drama

Dänemark 2025

92 Minuten

Ab 7. Mai 2026 im Kino!

Zur Empfehlung
Traum & Trauma – Expressionismus in Kunst und Film

Traum & Trauma – Expressionismus in Kunst und Film

KUNSTHALLE „Talstrasse“ Kunstverein „Talstrasse“ e.V.

Talstraße 23, 06120 Halle (Saale)

Vom 29. April 2026 bis 09. August 2026!

Zur Empfehlung