Fagerholm-Roman „Wer hat Bambi getötet?“: Psychogramm einer Gruppenvergewaltigung
Ein Netz aus Anspielungen von den Sex Pistols über Sydney Pollack zu Patti Smith. Monika Fagerholms preisgekrönter Roman „Wer hat Bambi getötet?“ zieht die Leser hinein in einen alltäglichen Wahnsinn
Triumph der Siegerin: Bricht Annie Ernaux mit „Der junge Mann“ ihr letztes Tabu?
Die faszinierende kurze Erzählung „Der junge Mann“ enthüllt viel über die Nobelpreisträgerin Annie Ernaux
Derya Yıldırım & Graham Mushniks Album mit türkischen Kinderliedern: Musik zur Zeit
„Hey Dostum, Çak!“ – „Gib mir Fünf!“ von Derya Yıldırım & Graham Mushnik interpretiert türkische Wiegenlieder und Volkslieder neu. Nicht nur für Kinder und auch für Leute, die kein Türkisch sprechen
Warum sollte man heute noch Ernst Jünger lesen – vor allem als Frau?
„Strahlungen“, Ernst Jüngers Tagebücher aus den Jahren 1939 bis 1948, sind ein vertrackter Ziegel. Nur „Männerliteratur“ sind sie nicht
Zum 25. Todestag von Ernst Jünger: Dandytum der Desinvolture
„Strahlungen“ lautet der Titel der vorbildlich editierten historisch-kritischen Ausgabe von Ernst Jüngers Tagebuchkomplex aus den Jahren 1939–1948, herausgegeben von Joana van de Löcht und Helmuth Kiesel
„Bigger Than Us“: Ein Dokumentarfilm will zum Aktivismus inspirieren
Die französische Regisseurin Flore Vasseur stellt in ihrer Doku „Bigger Than Us“ junge Aktivisten vor, die etwas erreichen konnten – und mehr wollen
Wayne Thiebauds: Versauen wir uns die Zähne!
Wayne Thiebaud ist für seine cremigen Bilder von Eistüten und Kuchentheken bekannt. In Basel ermöglicht eine große Einzelausstellung jetzt den Blick hinter dieses Sahnehäubchen
„Human Flowers of Flesh“: Alles fließt bestens
Helena Wittmann spürt mit ihrem alternativen Abenteuerfilm „Human Flowers of Flesh“ der Geschichte der Fremdenlegion nach
ARD-Serie „Asbest“: Dem Gangster so nah
Mit „Asbest“ versucht die ARD dem Erfolg von „4 Blocks“ nachzueifern. Kida Khodr Ramadan fungiert als Schirmherr
Der Mensch im „Anthropozän“ überschätzt sich grandios
Die neuen Sachbücher im Februar: Prof. Dr. Erhard Schütz liest sich „per Anhalter“ durch die Weltgeschichte und landet beim höchsten der Gefühle
„Funny Woman“: Klassenkampf in der Comedy
Gemma Arterton kämpft sich in der Nick-Hornby-Adaption „Funny Woman“ durch das London der 60er auf die Fernsehbildschirme der Nation. Keine leichte Aufgabe für eine Frau aus der Provinz
Sarah Polleys Film „Die Aussprache“: Flüchten oder Standhalten
Wie umgehen mit erlittenem Missbrauch? Die Regisseurin Sarah Polley lässt die Frauen einer mennonitischen Glaubensgemeinschaft darüber diskutieren und ihre eigene Zukunft entscheiden
„Liebes Arschloch“ von Frankreichs Starautorin Virginie Despentes: Kaputt de luxe
Virginie Despentes' neues Buch „Liebes Arschloch“ ist ein Roman aus E-Mails zwischen Boomern. Es geht um #Metoo, Corona, das Altern und die Drogen
„T4. Ophelias Garten“ in Berlin: Die „Euthanasie“-Morde der Nazis auf der Bühne
Im Berliner Theater unterm Dach kommt Pietro Floridias Stück „T4. Ophelias Garten“ über die „Euthanasie“-Morde der Nazis auf die Bühne. Endlich, muss man sagen
Arno Geigers neuer Roman: Phoenix aus dem Altpapier
Der österreichische Beststeller-Autor Arno Geiger führte jahrelang eine seltsame Doppelexistenz. Wie er damit zum Schriftsteller wurde, erzählt er in seinem beglückenden Roman „Das glückliche Geheimnis“
Wie Rita eine Lolita erfindet: Ana Marwans Roman „Verpuppt“
Wie literarischer Jazz liest sich der neue Roman „Verpuppt“ der Bachmann-Preisträgerin Ina Marwan. Aber was will sie uns sagen?
Über Identität in einer fragilen Gegenwart: Wir könnten uns nicht fremder sein
Unser Autor beschreibt sich selbst als „alten weißen Mann“. Aus dieser Perspektive liest er „Wo die Fremde beginnt“ mit Gewinn. Und doch kann er der Autorin Elisabeth Wellershaus nicht ganz zustimmen
Late-Night-Show „Reschke Fernsehen“: Wie jeder Witz garantiert stirbt
Anja Reschke startete ihre neue Sendung mit dem Thema Bayern. Das war weder großes Kino noch knallharter Journalismus. „Reschke Fernsehen“ zeigte vor allem, wie traurig das Format Late-Night-Show im Grunde ist
„Dido und Aeneas … Erwartung“ an der Bayerischen Staatsoper: Antikische Wucht
Wer ist die Namenlose, die ganz allein gegen vierfach besetzte Bläser anschreit? Meisterhaft kombiniert die Bayerische Staatsoper Henry Purcells „Dido und Aeneas“ und Arnold Schönbergs „Erwartung“
Dokumentarfilm „Barrikade“: Die Romantik kehrt in den Wald zurück
David Klammer ist fasziniert von dem radikalen Protest der Klimabewegung. Mit der Kamera hat er die Besetzung des Dannenröder Forsts begleitet und ein eindrückliches Porträt einer Bewegung gezeichnet
Park Chan-wooks „Die Frau im Nebel“: Der Kommissar und die Femme fatale
Der koreanische Regisseur Park Chan-wook verleiht in „Die Frau im Nebel“ dem Film noir etwas Buntes und Zärtliches
„Die Inkommensurablen“ von Raphaela Edelbauer: Drei Schlafwandler:innen in Wien
In Raphaela Edelbauers Roman „Die Inkommensurablen“ stolpern drei Österreicher:innen durch Albtraum und Fiktion. Man folgt ihnen gern, aber warum diese sperrige Sprache?
„Goethe in Buenos Aires“: Die letzte Flüchtlingsgeneration erzählt
Als Kinder flüchteten sie mit ihren Eltern aus Hitler-Deutschland nach Argentinien. Im Gesprächsband „Goethe in Buenos Aires“ fragt Henriette Kaiser die letzten Zeitzeugen
Fotografien von William Eggleston in Berlin: „Dad hat eine untergehende Welt abgebildet“
Mit „William Eggleston: Mystery of the Ordinary“ zeigt C/O Berlin die wohl spektakulärste Fotoausstellung des Frühjahrs. Kurz vor der Eröffnung traf unser Autor zwei seiner Kinder beim Aufbau an