Angela Merkel
Das Raunen der Märkte
Sollte François Hollande das Stechen um die Präsidentschaft gewinnen, wird er die Macht der Ohnmacht auskosten müssen. Ihm bleibt wegen der Staatsschulden kaum Spielraum
Wähler an die Macht
Europa hat den Sparzwang satt. Wenn Hollande in Frankreich gewinnt, wird die deutsche Politik diesen Irrweg endlich aufgeben müssen. Die SPD-Linke könnte davon profitieren
Ins eigene Fleisch
Der zurückgetretene Premier Mark Rutte scheitert an der Sanierungspolitik, die er gegenüber hoch verschuldeten Euro-Staaten stets als alternativlos bezeichnet hat
Der Waffenhandel floriert
Die Kritik an der Heuchelei Deutschlands wird lauter. Auch wenn es der griechische Haushalt nicht hergibt, liefert die Bundesrepublik weiter massiv Rüstungsgüter an Athen
Der erste Streich
Sieger François Hollande profitiert vom Zorn darüber, dass Staaten zu willigen Geschöpfen der Finanzmärkte schrumpfen und den großen sozialen Aderlass verordnen
Emanzipation ist wie Kaviar
Die Familienministerin gibt sich als moderne Vorbildministerin. Doch in ihrer Partei erneuert sie elitistische und rechte Ideen
Anpasser vom Dienst
Die Sozialdemokraten verzichten weiter auf einen harten Oppositionskurs und passen sich lieber an. 2013 ist deshalb nicht mit einem wirklichen Machtwechsel zu rechnen
Warum ist die "Raute der Macht" mit der Kanzlerin?
Vielleicht bleibt von Angela Merkel vor allem ihre Geste in Erinnerung, bei der sie die Finger zur Raute formt. Über die Bedeutung wird gerätselt. Ein Erklärungsversuch
Bürger ohne Filter
Merkels Dialog über Deutschland hat weit mehr Beteiligung angezogen als gedacht. Ob’s was nützt?
Anstrengender Dialog
Manchmal muss man Frauen zu ihrem Glück einfach zwingen: Immer mehr Männer sind für die Frauenquote. Für Frauen gilt das nicht unbedingt, wie unser Autor feststellt
Der letzte Kraftakt
Deutschland wird mehr Geld in die Euro-Rettungsfonds stecken. Aber wird es damit seinem Führungsanspruch gerecht?
La grande Détonation
Der Politiker Nicolas Hulot ist das grüne Gewissen Frankreichs. Nach Fukushima glaubte er an einen Atomausstieg. Er musste feststellen, dass er der einzige war
Tauwetter, Zapfenstreich & keine Audienz
Nicht alles, was diese Woche unter dem Teppich landete, gehört dorthin: 5 weitere Themen der Woche in aller Kürze analysiert
Das falsche Pferd
Vier EU-Regierungschefs könnten dem Sozialisten François Hollande durch ihren Boykott erst recht zum Wahlsieg verhelfen. Treibt sie die Angst vor seinem Programm?
Der Anti-Gauck
Es ist leichter, Bundespräsident zu werden als ein richtiger Oppositioneller zu bleiben. Warum Hans-Jochen Tschiche Joachim Gauck für einen Falschspieler hält
Lappalien und Niederlagen
Die Regierung Merkel kokettiert erneut mit ihrem vorzeitigen Aus. Doch was würde ein Koalitionsbruch eigentlich ändern?
Und jetzt: Aktion!
Linke Gruppen planen für März und Mai eine Reihe von Aktionstagen gegen die Sparauflagen für Griechenland. Der Schulterschluss mit den Gewerkschaften steht noch aus
Im Küchenkabinett der Macht
Egon Bahr erklärt, weshalb die Welt von einer Handvoll Menschen regiert wird, er die Politik von Angela Merkel falsch findet und Deutschland kein normales Land ist
Die Maschinistin
Angela Merkel ist der Gegenentwurf zu Christian Wulff: Man will ihr glauben. Nur Joachim Gauck könnte ihrem Politikmodell gefährlich werden
Protestanten im Dienst
Joachim Gauck will ein Prediger der Freiheit sein. Aber als Staatsoberhaupt muss der „Demokratielehrer“ selbst noch einiges lernen
Loving for Freedom
Der David Hasselhoff des politischen Raums, das One-Trick-Pony einer Erfolgsgeschichte: Über den Begriff der Freiheit beim designierten Bundespräsidenten Joachim Gauck
Die zwei Gesichter des Ostens
Mit Gauck und Merkel stehen bald zwei Ostdeutsche an der Spitze des Staates. Wieviel Protestantismus steckt in diesem Führungsduo, und was bedeutet das für das Land?
Geld oder Kind
Hinter der Idee einer "Kinderlosenmaut" steht für unsere Autorin ein strikt konservatives Denken. Eher sollten gutverdienende Eltern mehr Steuern zahlen
Das Präsidenten-Geschacher
Die Fraktionsspitzen wollten bei der Nachfolgesuche die Parteipolitik außen vor lassen - und haben das Gegenteil getan. Wir brauchen einen alternativen Findungsprozess