Deutsche Demokratische Republik
Äussere Migration
Ein Gespräch mit dem Philosophen und Verleger Peter Engelmann über seine Erfahrung in der DDR, den politischen Kern der Dekonstruktion und Jacques Derridas Vermächtnis
Mist verzapft
War es nur der Situation geschuldet, dass am 9. November die DDR-Grenze unter derart chaotischen Umständen geöffnet wurde? Oder auch Kalkül?
Landwirtschaft in Ostdeutschland: Es liegt nicht nur ein Hund begraben
Die Bauern in den ostdeutschen Bundesländern erwirtschaften 25 Jahre nach der Einheit mehr Geld als ihre Kollegen im Westen. Trotzdem hegen viele großen Groll
1964: Aus der Vogelserie
Vor 50 Jahren rollt in Suhl Simsons erstes Mopedmodell KR 51 vom Band. Bald wird die Schwalbe zum Volksvehikel, zu einem Emblem der DDR und einem veritablen Filmstar
Friedliche Menschen als Ziel
Bürgerprojekte waren bei der Demokratisierung der DDR wichtig. Heute ist ihre Arbeit viel beschwerlicher geworden. Warum eigentlich?
Rote Grütze von Dr. Oetker
Vor 25 Jahren wird bei der Kundgebung der 300.000 auf dem Berliner Alexanderplatz viel von einem erneuerten Sozialismus geredet – und kaum von deutscher Einheit
„Es ist meine Schuld“
Über Sascha Anderson ist ein neuer Film gedreht worden. Mit Jakob Augstein spricht er über die Gegenwart und die Kraft der Lyrik
Aus niemals wird – morgen doch!
Der Vorabend des 4. November steht fest, das DDR-Fernsehen wird die für den nächsten Tag in Berlin geplante Kundgebung übertragen. Die "Medienwende" lässt keine Wahl
Wahre Demokratie
Mit seinem Interviewprojekt „Wendefokus“ hat das Lokalradio aus Halle ein authentisches Gesprächsarchiv zum Mauerfall geschaffen - abseits der gängigen Jubelsprache
Nach den Utopien
Der Historiker Philipp Ther legt eine erste Geschichte des neoliberalen Europas nach dem Mauerfall vor
Der Königsmacher
Andreas Bausewein kann darüber bestimmen, wer Thüringen in den nächsten Jahren regieren wird
„Das ist jetzt ein Reflex“
Wolfgang Rindfleisch über die Dokumentation „Anderson“ und die Funktion der Stasi-Diskussion heute
1989/90: Die Lawine
„Das Duell“ aus der Reihe „Polizeiruf 110“ erzählt, wie zum 40. DDR-Jubiläum der Staat die Kontrolle über sich selbst verliert. Und letzten moralischen Kredit verspielt
Zukunft braucht Herkunft
Seit zwei Jahren beobachtet unser Autor, wie sein Nachbar Karsten Krampitz einen Roman schreibt. Nun liegt er vor: die Abrechnung eines Sohns mit dem Vater
1969: Ballonbücherbomben
Kurz vor der Frankfurter Buchmesse wird bekannt, dass der Rowohlt-Verlag mit der Bundeswehr Literatur in die DDR schmuggelt. Die linken Stammautoren laufen Sturm
Jeans gegen Papier
Hammer und Zirkel: ein tolles Logo! Oder wie die DDR meine Westjugend prägte
1989: Besser wegsehen
Zum 40. Jahrestag steckt die DDR in einer tiefen, existenzbedrohenden Krise. Tausende flüchten – aber das Politbüro will sich das Jubiläum nicht verderben lassen
1954: Verdrängt, verfemt
Auf dem DGB-Kongress vor 60 Jahren warnt der Sozialdemokrat Viktor Agartz vor Illusionen über Sozialpartnerschaft und Mitbestimmung. Die Führungsspitze stellt sich taub
Brüchige Idylle
Im Land herrscht Harmonie, keine Partei will sich unbeliebt machen. Doch es drohen viele Probleme
Videospiele
Über das Daddeln als Riesenspaß, Riesengefahr und Riesengeschäft: unser Lexikon der Woche
DDR-Roman „Kruso“ von Lutz Seiler: Kein unschuldiges Wort
Lutz Seiler legt mit „Kruso“ ein abgründiges Werk über den Rand und das Ende der DDR vor
Läuft!
ist professioneller Spaziergangsforscher. Und er hat eine Mission: Er will Menschen dazu bringen, Landschaften anders zu sehen
Ihrer Zeit voraus
Elfriede Brüning ist tot. Stets nur zur zweiten Garde der DDR-Autoren gezählt, wird sie noch wichtig werden
Der Westen des Ostens
Die Filme des Studios H&S sind in einer umfangreichen Edition erschienen und ermöglichen die Wiederbegegnung mit ästhetisch ambitionierter Propaganda