Deutschland
So geht Frieden
Will die Friedensbewegung wieder Einfluss gewinnen, darf sie sich nicht auf Abzugsappelle beschränken, sondern muss mit den Militärs über Alternativen diskutieren können
„Kritik des Militärischen kommt zu kurz“
Zivile Wissenschaftler kennen sich kaum mit Waffen und Truppenstärken aus. So überlassen sie den Kriegshandwerkern das Feld, sagt der Friedensforscher Otfried Nassauer
Die Kraft des Kollektivs
Der gemeinsamen Währung hat Angela Merkel für 2011 große Bewährungsproben versprochen. Sie dämmern herauf wie der Zwang zur Schicksalsgemeinschaft der Euro-Länder
Verheerende Signale
Die Sarrazin-Debatte hat den deutschen Integrationsdiskurs zu einem Panorama der Probleme werden lassen. Bei den Migranten hat das tiefe Wunden hinterlassen
Jeder in seine Richtung
Die neue Pisa-Studie hat eine alte Debatte neu entfacht: Wie viel Zentralismus braucht gute Bildung?
Ein Prinzip unter Druck
Weil der Bundesstaat Durchregieren verhindert, hat er immer weniger Anhänger
Nicht länger unter Verschluss
Staatliche Archive werden immer dann in dramatischer Weise der Öffentlichkeit zugänglich, wenn ein politisches System in eine Existenzkrise gerät oder zusammenbricht
Wir zahlen nicht für die Faulen
Die Regierung Merkel ergibt sich dem Prinzip – soviel Deutschland wie möglich und soviel Europa wie nötig. Sie bleibt damit konjunkturpolitisch auffallend kurzsichtig
Ein kafkaesker Prozess
Der Fall des Schriftsteller Dogan Akhanli zeigt den verzweifelten Versuch eines ineffektiven türkischen Justizapparats, unliebsame Kritiker zu bändigen
Antimuslimische Hochburg Deutschland
Deutsche hatten schon vor Sarrazin mehr Vorurteile gegen Muslime als andere Europäer. Jetzt drücken sie diese freier aus. Das bezeugen nicht zuletzt die Islamverbände
Die Vermessung des Glücks
Kritik am verhängnisvollen Wachstumszwang ist nicht neu. Dass ein steigendes Bruttoinlandsprodukt nicht alles sein kann, beschäftigt nun sogar eine Bundestagskommission
Deutscher Brauch, very british
Immer mehr Briten lieben Sauerkraut und trinken Glühwein: Der deutsche Weihnachtsmarkt boomt, nicht nur in Birmingham. Nur auf Bier möchte dort kaum einer verzichten
„Die EU muss den Leitelefanten spielen“
Hermann Ott fordert die Abkehr von einer Konsens-Klimapolitik, die sich von den USA bremsen lässt
OSCE First
Die Forderung nach einer gestärkten OSZE ist aktueller denn je. Vor dem Gipfel in Astana ist die Debatte über eine neue Europäische Sicherheitsordnung wieder aufgelebt
Hilfe gegen Auftrag
Minister Niebel vergibt gern Förderkredite – wenn davon deutsche Exportware gekauft wird. NGOs klagen, der neue Kurs gefährde den internationalen Konsens
An der Spitze des Fortschritts
Wenn die Grünen regieren, werden sie sich entscheiden müssen: Wollen sie Partei des reinen Festhaltens sein oder Partei der progressiven Veränderung?
Falsche Vorbilder
Die EU sollte Irland zwingen, die Pleite seiner Kreditinstitute anzuerkennen. Einfach neue Kredite zu vereinbaren, stellt jedenfalls keine Option mehr dar
Reagans Raketen
Prominente vereinen sich vor 30 Jahren in Krefeld gegen neue US-Atomraketen auf deutschem Boden. Ende 1983 stehen unter ihrem Aufruf vier Millionen Unterschriften
Amerikas Anker in Europa
Die NATO hat seit 1990 jede über sie hinaus weisende Sicherheitsordnung konsequent abgeschmettert. In dieser Tradition steht auch ihr neues Strategisches Konzept
Gerupfter Lorbeer im zerzausten Haar
Als die Europäische Währungsunion ins Leben trat, glaubte man, auf eine Politische Union verzichten zu können. Das rächt sich jetzt, wie der Fall Irland zeigt
„Wir fallen zurück in alte Schemata“
CDU und CSU streiten über Integration und polemisieren gegen „Multikulti“. Das bedauert die Zuwanderungsexpertin und CDU-Politikerin Rita Süssmuth
Das hält die Welt nicht aus
Globale Ungleichgewichte waren auf dem Gipfel in Seoul zwar Gesprächsthema. Doch die Spaltung in Schuldner- und Überschussländer bringt das Finanzsystem an seine Grenzen
Jenseits der Illusionen
Wer Schwarz-Gelb ablösen will, muss finanziell solide arbeiten. Das bedeutet schmerzhafte Prioritätensetzung
Rebellische Zeiten
Sollte es wirtschaftlich boomen, wird es gesellschaftlich unruhig: Gedanken über die Voraussetzungen von Kritik und Revolten