Peking
Chinas Hinterhöfe
Es war schon immer klar, dass die Volksrepublik ihren Aufstieg nicht allein friedlich bestreitet. Inzwischen wird der praktische Beweis angetreten, dass es so ist
Nobel und Renminbi
Das offizielle China fühlt sich von der Vergabe des Friedensnobelpreises an den Dissidenten Liu Xiaobo beleidigt, anstatt die Entscheidung kaltblütig zu ignorieren
Grußbotschaft aus Oslo
Die Regierung in Peking betrachtet es als gezielten Affront, den Friedensnobelpreis an einen inhaftierten Dissidenten zu vergeben und ist empört
Lernen von Konfuzius
Kurz vor dem IWF- und Weltbank-Jahrestreffen wird China unter Druck gesetzt, den Renminbi aufzuwerten, doch will Peking auf diesen Wettbewerbsvorteil nicht verzichten
Brückenkopf auf dem Balkan
Eine kraftvolle Intervention in Griechenland hat das geplagte EU-Führungspersonal daran erinnert, wie Peking die Euro-Krise nutzt, um mehr Einfluss zu gewinnen
Schüsse vor den Bug
Die "Cheonan-Affäre" entfaltet eine Dynamik der Eskalation, die sich kaum eindämmen lässt. Nord und Süd stehen sich wieder in den bekannten Schlachtordnungen gegenüber
Der Fiskus bittet zur Kasse
Viele Nichtregierungsorganisationen in China befürchten, dass eine neue Vorschrift die gewohnten Spenden aus dem Ausland kappt. Droht eine Behinderung der NGOs?
Google wird politisch
Sergej Brin verlangt von der US-Regierung, den Druck auf Peking in Sachen Zensur zu erhöhen. Unternehmen hätten eine Verantwortung dafür, wie ihre Produkte benutzt würden
Der Tiger springt noch immer
China begreift die Wirtschaftskrise als Chance, um der hochriskanten Exportabhängigkeit zu entkommen. Das zeigt auch die Tagung des Nationalen Volkskongresses
An schwarzen Listen fehlt es nicht
Nicht die Boomregionen in der chinesischen Küstenzone, sondern die Landwirtschaftsbetriebe in Zentralchina verursachen derzeit die schwersten Umweltschäden
Noch fängt der Kater Mäuse
Die Volksrepublik ist auf den Wachstumswunderkurs zurückgekehrt. Ein Superlativ jagt den anderen, manche Ökonomen bleiben dennoch skeptisch
Die grüne Gefahr
Peking hat die Zeichen der Zeit erkannt und wird auch ohne entscheidende Fortschritte in Kopenhagen einen Weg beschreiten, den die USA fürchten müssen
Es begann mit einer Razzia
In China gibt es seit Monaten einen Feldzug gegen das organisierte Verbrechen, er erlaubt aufschlussreiche Einblicke in die Netzwerke regionaler Autoritäten
Einer braucht den anderen
Als Präsident Obama in Shanghai ankam, hatte er die Last der 60-jährigen Geschichte zwischen dem sozialistischen China und dem kapitalistischen Amerika im Gepäck
Perle des Ostens
„Panda Sex“, das neue Buch der lifestylekompetenten Schriftstellerin Mian Mian hält, was es verspricht. Was Autorenfoto, "Spiegel"-Attribute und Klappentexte versprechen
Tisch aus grauem Stein
In der Familie Wu haben vier Generationen den 60. Jahrestag der Volksrepublik gefeiert, die sie auf teils sehr unterschiedliche Weise erlebt und erfahren haben
Meditation senkt das Aufstiegsfieber
Mit der Philosophie des Konfuzius ist China auf der Suche nach "einer harmonischen" Gesellschaft. Die Rückbesinnung auf klassische Werte soll das Land voranbringen
Ein Fest der Stummheit
China ist in diesem Jahr zwar Gastland der Frankfurter Buchmesse, literarisch ist es aber nur mäßig entwickelt. Das Reich der Mitte steht gerade an einem Scheideweg
Gemeinsamer geht's nicht
Zwischen Fabelweltrekord und Sportfeststimmung: Was den eigentlichen Reiz der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin ausmacht, den Vermarktung und Medien übersehen
Industrie der aufgehenden Sonne
Bis 2020 will China sich mit erneuerbaren Energien von der Kohleabhängigkeit emanzipieren und sein Wirtschaftswachstum mit dem Export sauberer Technologien sichern
Der historische Kompromiss steht auf der Kippe
Die Regierung in Peking hat ein 450-Milliarden-Euro-Konjunkturprogramm abgesegnet. Doch in der Krise kann auch sie keinen immerwährenden Wohlstand garantieren
Elefanten im Treibhaus
China und die USA sind für die Hälfte der jährlichen Treibhausgase verantwortlich. Beide klagen jeweils den anderen an, um nicht selbst aktiv werden zu müssen
Ein besseres China für alle
20 Jahre nach dem Massaker von Tiananmen gibt es Ansätze für eine Demokratie von unten. Internetzensur, Behördenwillkür, Karrierebremsen lassen Chinesen protestieren
Panzer gegen die Göttin der Demokratie
Vom Tod des ehemaligen KP-Generalsekretärs Hu Yaobang bis zum blutigen Ende der Proteste auf dem Tiananmen-Platz. Eine Chronik der Ereignisse zwischen April und Juni 1989