Teheran
Rätselhafter Tod
Ein Arzt in Teheran, der Menschen untersucht hat, die während der Unruhen nach der Präsidentenwahl im Juni verletzt wurden, ist unter mysteriösen Umständen verstorben
Geschäfte mit dem Satan
Geld stinkt nicht. Während Mahmud Ahmadinedschads erster und George Bushs zweiter Amtszeit blühten die Wirtschaftsbeziehungen Iran-USA, seit Obama sind sie eingebrochen
Lorbeeren auf Vorschuss
Seit Teheran zusätzliche Inspektionen in seinen Urananreicherungsanlagen erlaubt, stehen auch die vereinbarten Verhandlungen mit den USA unter hohem Erwartungsdruck
Schurke vom Dienst
Präsident Obama entschädigt sich für den gescheiterten Nahost-Gipfel mit Premier Netanyahu und Präsident Abbas durch die Forderung nach harten Sanktionen gegen Iran
Obama riskiert extrem viel
Die USA wollen gegen den Iran "lähmende" Sanktionen verhängen und hoffen darauf, dass sich Israel mit einem Siedlungsstopp in den palästinänsischen Gebieten revanchiert
Netanjahu steht mit dem Rücken zur Wand
Die israelische Regierung versucht, mit militärischen Vorkehrungen für einen Angriff auf Irans Nuklearanlagen Barack Obamas neue US-Nahostpolitik zu unterlaufen
Hoffnung für Clotilde
Frankreich hofft auf die baldige Freilassung von Clotilde Reiss. Die 24 jährige Französin ist seit Juli im Iran inhaftiert, weil ihr Spionage vorgeworfen wird.
Ahmadinedschads willige Provider
Die iranische Protestbewegung boykottiert die Kollaborateure des Systems. Ganz oben auf der Liste: das deutsch-finnische Joint-Venture Nokia Siemens Networks
Die Wutausbrüche des Rabbi Ovadia
Israel ist – anders als der Iran – eine echte Demokratie. Dennoch gibt es viele Gemeinsamkeiten
Tragische Ikone
Sie soll nur zufällig ihrem Taxi entstiegen sein. Und vielleicht war ein Handy der Grund für ihren Tod. Wie die tote Neda Soltani zum Gesicht der Proteste im Iran wurde
Irans neue Macht
Eine junge Generation stellt sich dem alten Regime entgegen. Moralisch hat sie schon jetzt gewonnen - ganz gleich, wer aus den heftigen Kämpfen als Sieger hervorgeht
Reform durch Revolution
Vieles im Iran erinnert derzeit an die Situation von Februar 1979, als das Schah-Regime gestürzt wurde. Heute gerät das System des Gottesstaates ins Wanken
Ahmadinedschad hat geputscht
Sollte Ahmadinedschad mit seiner Wahlfälschung durchkommen, wäre der Pluralismus der iranischen Eliten am Ende und eine Reformperspektive auf lange Sicht verstellt
Teheran im Gefühlstaumel
Ein Drittel der Iraner gab bei der Präsidentenwahl mit dem Votum für Herausforderer Mussawi dem islamischen Gottesstaat zu verstehen, welche Grenzen er haben sollte
Achse des Respekts
Der größte Beitrag, den die USA zum Frieden im Nahen Osten leisten können, besteht in einer Abkehr von der unbegründeten Wahrnehmung einer iranischen Bedrohung
Obama muss Klartext reden
Wahlen im Libanon und Iran, eine lange angekündigte Rede Obamas an die muslimische Welt in Kairo, der Nahe Osten steht möglicherweise vor einer entscheidenden Phase
Feilschen auf dem Basar der Feindschaft
Mahmud Ahmadinedschad will im Juni wiedergewählt werden. Ob ihm dafür eine Annäherung an den Erzfeind USA entgegenkommt oder schadet, bleibt jedoch abzuwarten
Obama und die rote Linie
Die USA wollen direkt in Atomgespräche mit Iran einsteigen, was auf mehr Sinn für einen kooperativen Umgang hindeutet, aber noch nichts über Konzessionen sagt
Ende der Brüderlichkeit
Seit der Islamischen Revolution von 1979 sucht Iran immer wieder die Nähe zum muslimischen Bruderland Pakistan. Doch dieser Bruder ist zu unberechenbar geworden
Der Blogvater muss schweigen
Seit hundert Tagen sitzt der Blogger Hossein Derakhshan hinter persischen Gardinen. Er wollte zwischen Ost und West zu vermitteln. Das war dem Regime in Teheran zu viel
Das ist das Werk der Briten
Die BBC sendet jetzt ein eigenes Programm auf Persisch. Und muss die Anglophobie der Iraner überwinden. Dafür gibt es genau einen Korrespondenten in Teheran
Musik ist unser Leben
Trotz rigider Überwachung blüht im Iran eine unbotmäßige Musikkultur. Ein Streifzug durch die Teheraner Musikszene
Die Logik der Realität
Während der iranischen Revolution träumten die Linksintellektuellen von einer besseren Zukunft. Diese Hoffnungen wurden nach der Ankunft Chomeinis schnell enttäuscht
Die pragmatische Republik Gottes
30 Jahre nach dem Sieg der Islamischen Revolution hält Teheran den Schlüssel für die Lösung der regionalen Konflikte von Afghanistan über Nahost bis Irak in der Hand