Völkermord

Doppelte Standards

Der internationale Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag gibt mit seiner Anklage das Signal zum finalen Schlagabtausch mit Gaddafi. Doch die Beweislage ist eher dürftig

Das eigennützige Versprechen

Während Gaddafis Truppen vorrücken, entlarven UNO, EU und NATO sich selbst als heuchlerisch – und die „Schutzverantwortung“ als widersprüchlich

Der König steigt vom Thron

Muammar al-Gaddafi rief einst in seiner Heimatstadt Sirrte die Vereinigten Staaten von Afrika aus – ein pan­arabischer Führer wurde zum passionierten Panafrikaner

Massaker und Macheten

Erstmals ist ein Ruander vor einem deutschen Gericht wegen Völkermordes angeklagt. Der Betreffende soll 1994 im Norden Ruandas an Massakern beteiligt gewesen sein

Der weiße Fleck

Der Chef des Nationalmuseums vergleicht die Ureinwohner mit Neandertalern. Die Feier zum 200. Geburtstag des Staates wird nicht dazu genutzt, die Indigena zu würdigen

Krebs allein ist nicht genug

Kriminalität, Völkermord, schlechtes Wetter - in Großbritannien glaubt die Öffentlichkeit inzwischen einfach alles, was Tabakkonsumenten unterstellt wird

Jetzt sind wir quitt

Die Idee vom „doppelten Genozid“ infiziert in Kaunas Museen und anderen Schauplätzen der Erinnerung an die deutsche Besatzung und den Zweiten Weltkrieg

Totale Gleichsetzung

Nazismus und Kommunismus sind die Zwillings-Übel des 20. Jahrhunderts. Auf dieses Geschichtsverständnis trifft man in Litauen recht oft

In der Hierarchie der Opfer ganz unten

Die Sinti und Roma nutzen die Erinnerung an den Völkermord der Nazis als politisches Instrument. Das mag manchen nerven – ist aber zu akzeptieren

"Sie waren wie Tiere"

Die Zahl der getöteten Usbeken in Osch und anderen Städten Kirgistans liege bei mindestens 2.000 Opfern, sagen Augenzeugen der Massaker

Das Recht auf Vergeltung

Eine bahnbrechende Erklärung zur Mitschuld des Landes am jugoslawischen Bürgerkrieg sorgt für so viel Entrüstung, dass sie zurückgezogen werden muss

Verdrängen heißt nicht Vergeben

Der Streit zwischen Ruanda und Frankreich um die Schuld am Völkermord von 1994 ist nicht zuletzt aus ökonomischen Erwägungen auf unbestimmte Zeit vertagt worden

Feilschen um Afrika

Vor 125 Jahren teilten die europäischen Großmächte in Berlin einen ganzen Kontinent unter sich auf. Die Folgen dieser imperialen Willkür sind bis heute zu spüren

Vom Paria zum Partner

Präsident al-Bashir wird von den USA nicht länger wie ein Aussätziger behandelt. Gemeinsam soll eine humanitäre Katastrophe im Südsudan verhindert werden

Kyrill gegen Hitler-Stalin-Vergleich

Die Russisch-Orthodoxe Kirche streitet heftig über die Sowjet-Geschichte. In der Ukraine musste sich der Patriarch von Moskau zum Thema Stalin äußern

Brücken in die Zukunft

Srebrenica gilt als Synonym für Völkermord. Das soll nicht so bleiben. Der junge TV-Journalist Ado Hasanovic versucht das Bild seiner Heimat zu verändern

Manchmal geht es um Sekunden

Der Genfer Antirassismus-Konferenz wird von der Feindschaft zwischen Iran und Israel hypnotisiert. Dass Rassismus ein globales Phänomen ist, gerät in den Hintergrund

Der Fluch des Überlebens

Bei den Massakern im April 1994 wurden fast eine Million Menschen ermordet. Heute leben Überlebende und Mörder Tür an Tür, doch die Wunden sind nicht verheilt

Den Haag und der Schurkenstaat Sudan

Die Anklage gegen Sudans Präsidenten al Bashir vor dem Haager Weltgerichtshof ist umstritten. Sie klammert den Part anderer afrikanischer Staaten in Darfur völlig aus

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Ausstellungszeitraum: 25.11.2025 bis 20.5.2026

Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung | Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin

Vernissage am 25. November um 18 Uhr!

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