Artikeln
„All right. Good night.“ von Helgard Haug: Du musst doch hier irgendwo sein
In dem Debüt „All right. Good night.“ der vielfach ausgezeichneten Regisseurin Helgard Haug verbindet sie die Demenz ihres Vaters mit Flug MH370. Ein Buch, das kunstvoll und eigensinnig das Verschwinden und seine Auswirkungen untersucht
Georg-Büchner-Preis für Lutz Seiler: Geschichtsbewusstsein und poetische Verve
Mit Lutz Seiler erhält in diesem Jahr ein literarischer Allrounder den Georg-Büchner-Preis, der weitaus mehr verkörpert als einen ostdeutschen Wende-Autor
„Theater der Welt“-Festival: Latex-Fleisch und Albtraum-Archiv
Das „Theater der Welt“-Festival widmet sich asiatischer Avantgarde und Tierrechten. Alles ist schrill und durchgeknallt, folgt keiner populären Theatertradition und ist damit ein wichtiger Beitrag zu gegenwärtigen Gesellschaftsdiskursen
„Alles in allem“ von Emanuel Maeß: Romantische Detonation
Emanuel Maeß schreibt über Liebende im 21. Jahrhundert, als wären sie aus ihrer Zeit gefallen. Genau das ist so lesenswert. Björn Hayer über einen explosiven Roman
Schmerz und Mitgefühl: Es tut so weh, aber das darf nicht sein
Die moderne Gesellschaft produziert Schmerzen am laufenden Band – aber sie kann damit nicht umgehen. Ein Auszug aus Björn Hayers neuem Buch „Sinn und Unheil. Zur Ästhetik des Schmerzes“
Protest der Letzten Generation: Festgeklebt an der Realität
Die Medialisierung der Klimakrise hat uns abgestumpft. Die Letzte Generation bringt nun die Körperpolitik zurück
„Wir wollen trösten und getröstet werden“: Zum Tod von Sibylle Lewitscharoff
Die Autorin Sibylle Lewitscharoff ist tot. Die Büchner-Preisträgerin starb am Samstag im Alter von 69 Jahren. In Erinnerung bleibt auch die humanistische Grundhaltung, die ihre Literatur stets prägte
Buchmesse-Gastland Österreich: Bei uns isses so gemütlich
Man lacht, keucht und ergötzt sich gern im Alpenland: Gehn ma halt a bisserl unter, so das Motto. Björn Hayer über die große Kunst von Österreichs Schriftstellern, mit Sarkasmus und Ironie die rohe Wirklichkeit des Landes zu zeigen
Liebe Buchverlage, habt den Mut zu komplizierter Literatur!
Die deutsche Buchlandschaft wird oft gelobt. Tatsächlich gibt es aber viel Betroffenheitsprosa und wenig verlegerischen Mut. Experimente wagen allein kleinere Independents
Leipziger Buchmesse: Eine neue Aufklärung
Die fünf Nominierten in der Sparte Belletristik ringen um Ideologie und Freiheit. Es geht um Schicksalsschläge, Selbstbestimmung und patriarchale Weltanschauungen. Ein Blick zur Buchmesse nach Leipzig
Preis der Leipziger Buchmesse: Die Nominierten im Bereich Sachbuch/Essayistik
Kulturelle Aneignung, Frauenpower und das Phänomen der Klimawandel- und Corona-Leugner:innen: Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch/Essayistik könnten vielseitiger nicht sein. Ein Überblick
Preis der Leipziger Buchmesse: Die Nominierten in der Kategorie Übersetzung
Sie stehen im Schatten der Autor:innen, bekommen kaum Honorierung für ihre Arbeit. Ohne ihre Leistung würden uns unzählige Bücher verschlossen bleiben. Die Leipziger Buchmesse holt sie ins Licht: Die Nominierten in der Kategorie Übersetzung
Preis der Leipziger Buchmesse: Die Nominierten im Bereich Belletristik
Von Geschichte, Aufklärung und tragischen Schwurblern: Ein Überblick über die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik
Dystopie der Perfektion: „Digitales Feuer“ am Staatstheater Wiesbaden
Wenn die künstliche Intelligenz übernimmt, wird die Welt trist: In Ulf Erdmann Zieglers „Digitales Feuer“ ziehen die Protagonist:innen lieber den Stecker
Künstliche Intelligenz: Die Empfehlung des Ethikrats zu Ende gedacht
Erst unsere Schwächen machen uns zu Menschen. KI und Algorithmen haben dafür keinen Sinn
Dinner für fünf: Eine Gesellschaftssatire von Teresa Präauer
Mit entstellender Komik nimmt die Österreicherin Teresa Präauer in ihrem Roman „Kochen im falschen Jahrhundert" die Bigotterie der gut situierten Mittelschicht auseinander. Aber Vorsicht: Das Buch hat hohes Identifikationspotenzial!
„Gier“ am Schauspiel Zürich: So nah, dass es unsagbar weh tut
Nach „Das neue Leben“ gelingt Christopher Rüping mit Sarah Kanes „Gier“ erneut ganz großes Theater. Ein Abend über Missbrauch, Verzweiflung und eine späte Befreiung
Next level Cancel Culture: Jetzt bei Roald Dahl?
In Roald Dahls berühmten Kinderbuchklassikern wie „Charlie und die Schokoladenfabrik“ oder „Die Zwicks stehen Kopf“ sollen hunderte Stellen sprachlich geglättet worden sein. Die Empörung ist groß. Ist sie berechtigt oder hysterisch?
Ballettchef Marco Goecke attackiert Theater-Kritikerin mit Kot: Enthemmung ohne Grenzen
Ein tätlicher Angriff auf eine Rezensentin durch den Ballettchef Marco Goecke ist ein Anschlag auf das Theater, das Publikum und die Kritik gleichermaßen
Wie Rita eine Lolita erfindet: Ana Marwans Roman „Verpuppt“
Wie literarischer Jazz liest sich der neue Roman „Verpuppt“ der Bachmann-Preisträgerin Ina Marwan. Aber was will sie uns sagen?