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Nukleare Macht, soweit das Auge reicht
Nach den Atomgesprächen in Istanbul steht fest: Einen Erfolg bei den Verhandlungen Ende Mai in Bagdad kann es ohne Sicherheitsgarantien für den Iran nicht geben
Jahr der Katze
Die Taliban haben mit ihrem militärischen Vorstoß in Kabul ein Zeichen gesetzt und erinnern mit ihrer Frühjahrsoffensive an die Tet-Offensive 1968 in Südvietnam
Unerwünschter Zuwachs
Mit dem gerade ausgerufenen Tuareg-Staat sucht eine Nomadenvolk nach nationaler Selbstbestimmung, doch kollidiert das mit der Integrität eines souveränen Staates
Feinde unter sich
Eine stabile Waffenruhe kann es nur geben, wenn sich auch alle äußeren Konfliktparteien dazu bekennen. Aber davon sind sie weit entfernt
Annans Achillesferse
Die Regierung in Damaskus sagt, sie ziehe ihre Truppen aus den Städten ab, die Aufständischen bestreiten das. Warum kann die Waffenruhe nicht seriös verifiziert werden?
Offener Himmel
Für Luftangriffe auf iranische Atomanlagen würden regionale Partner gebraucht oder zumindest Staaten wie Saudi-Arabien oder Aserbaidschan, die Überflugrechte gewähren
Fluchten und Finten
Hamid Karzai jongliert gern und wahrnehmbar mit den Rückzugsplänen des Westens, um etwas für sein politisches und physisches Überleben nach dem "Tag X" zu tun
Syriens zweifelhafte Freunde
Saudi-Arabien und andere Golfstaaten versorgen die Anti-Assad-Front mit 100 Millionen Dollar. Den Syrern verheißt das vor allem eines: Es wird weiter gekämpft und gestorben
Eine Schippe drauf
Euro-Rettern ist kein Preis zu hoch. Die EU-Finanzminister statten den Krisenfonds großzügig mit 800 Milliarden aus. Die magische Marke von einer Billion rückt näher
Toter Mann am Strand
Die Piraten am Horn von Afrika sollen künftig auch an Land bekämpft werden. Die EU stockt das Mandat für die Mission "Atalanta" auf und nimmt zivile Opfer in Kauf
Der Historische Kompromiss
Durch Geben und Nehmen ließe sich im Atomstreit mit dem Westen ein Verhandlungspaket schnüren, das auf Konzessionen beruht. Einen Versuch wäre es wert
Die fünf Nebendarsteller
Das Who's Who der Sarkozy-Herausforderer bei der Präsidentenwahl am 22. April
Karzai im Abzugsfieber
Der Präsident in Kabul denkt an sein Überleben nach dem "Tag X" und hat offenbar den Rückzugstermin für die Besatzungstruppen als politische Spielmasse entdeckt
Querstellen
Vorfeldlotsen legten Flughäfen lahm, im öffentlichen Dienst wurde und wird die Arbeit niedergelegt. Es wird wieder gestreikt! Hier das Basiswissen zum Thema, von A bis Z
Ein Hauch von Frühling?
Deutschland und Frankreich können sich nicht wie erwartet mit einer Abgabe auf Finanz- und Börsengeschäfte durchsetzen – es gibt dafür nachvollziehbare Gründe
Grenzgänger Netanjahu
Für Israels Premier bleibt ein Militärschlag gegen den Iran nicht "eine", sondern die "erste Option". Er bringt damit den Wahlkämpfer Obama in eine eher prekäre Lage
Putin zum Dritten
Der Wahlsieger steht nach der Abstimmung vor einem Balanceakt. Er muss die Ökonomie und sich selbst viel radikaler modernisieren, als das die eigenen Anhänger wollen
Es braucht Vermittler
Das Verfassungsreferendum sollte als Versuch der politischen Entkrampfung gewertet werden. Kompromissferner Maximalismus könnte die Konfrontation nur anheizen
Leicht entflammbar
Die angebliche Verbrennung von Koran-Texten auf einem US-Stützpunkt hat für Aufregung gesorgt. Die ISAF-Verbände werden mehr denn je zu Gefangenen ihrer Besatzungsmacht
Mit der Drachme winken
Bundesinnenminister Friedrich scheint davon überzeugt, dass die jetzigen Finanzhilfen für Athen nur ein Vorspiel sind. Es liegt mehr in der Luft, will er uns sagen
Assad hat noch Trümpfe
Türkei, Irak, Jordanien, Israel und Libanon: Syriens Nachbarn sind nicht nur Beobachter, sondern Teil des Konflikts zwischen Assads Baath-Regime und dessen Gegnern
Vorbei, verweht, nie wieder
Vor 75 Jahren starb der Kabarettist Paul Graetz mit 46 Jahren im amerikanischen Exil. Er hatte es versucht – und doch ohne die „Heimat Berlin“ nicht leben können
Abzug vor dem Abzug
Unter dem Eindruck der Massenproteste hat die Bundeswehr einen kleinen Stützpunkt im Norden vorzeitig geräumt, doch kommt das eher einer Frontbegradigung gleich
Wer rettet wen?
Das von den Euro-Finanzministern beschlossene Hilfspaket verheißt den Griechen allenfalls, dass ihr ökonomisches Siechtum weiter von den Euro-Partnern garantiert bleibt
Drohnen statt Soldaten
Unter Barack Obamas Regierung ist der Einsatz unbemannter Drohnen offiziell gerechtfertigt und seit 2011 ungemein forciert worden