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Glanz und Geifer
Der Adel galt lange als Relikt einer überwundenen Epoche. Doch selbst in Deutschland haben Aristokraten mehr Einfluss, als die meisten aus dem Volk zu glauben wagen
Mit dem Revolver am Kopf
Die Gefahr, im Irak sein Leben einzubüßen, bleibt groß: Ein Sprengsatz im Café, eine Autobombe während der Rush Hour, ein Schuss aus einer schallgedämpften Waffe
„Die Fallhöhe für Künstler ist niedriger“
Wie erleben Zuwanderer ihren Alltag in Deutschland? Die Schweizerin Valérie Favre über die discoähnliche Berliner Kunstszene
Religiöse Aufrüstung
Die einen reagieren auf die Integrationsdebatte mit Re-Christianisierung, die anderen mit Islamisierung. Diesen Wettlauf werden alle verlieren
Vom Süden kommt der Wind
Jede revolutionäre Gesellschaft zählt ihre Tage neu. Ein Augenschein aus einem Land der befreienden Energie und doch immer wieder aufflackernden Nervosität
Bewährte Verfahren
Vor fünf Jahren wurde vorgeschlagen, die Sanitätsakademie in München nach dem Widerstandskämpfer Hans Scholl zu benennen. Die Geschichte eines gedenkpolitischen Versagens
Wenn die Mauern stürzen
Kritik am jüdischen Staat wird weiter mit Antisemitismus verwechselt, um existenzielle Entscheidungen zu vermeiden, die im Sog des arabischen Wandels unvermeidbar sind
Ihr Charme, ihr Drama
Das letzte Rohrpostsystem der Qualitätspresse: Ina Hartwig erinnnert sich an die „Frankfurter Rundschau“, wie sie einmal war
Im Gefängnis Gaddafis
Ein Guardian-Reporter wollte über den Krieg in Libyen berichten. Dann nahmen ihn Gaddafis Truppen fest. Ein Bericht über 14 Tage in libyscher Haft
Schade, was das Netz so verpasst
Wer nur Blogs von kräftigen, weißen Jungs lesen will, kann sich an den deutschen Blogger-Charts orientieren. Für alle anderen gibt’s diesen Text
Auf der Mauer
Juliano Mer Khamis, Direktor des Freedom Theatre in Jenin, wurde am Montag ermordet. Wie kein anderer verkörperte er den Brückenschlag zwischen Juden und Palästinensern
Warum sollten Kinder auf der Straße spielen?
Sein Rasen ist ihm heilig. Und weil Zwiebel nunmal nicht gleich Zwiebel ist, vertraut der Gärtner wieder auf den jährlichen Katalog der Traditions-Gartenhandlung Hoch
Die patriotische Karte ist raus
Präsident Bashar al-Assad gerät durch Massenproteste in Bedrängnis, doch kann er die korrupte alawitische Führungselite nicht entmachten, ohne sich selbst zu schaden
Monsieur Heureux
Stéphane Hessel ruft heute mit der Autorität eines ganzen Jahrhunderts zum Widerstand auf. Eines hat er aber nie vergessen: glücklich zu sein
Ein irrer Duft liegt in der Luft
Hunderttausende demonstrieren gegen den Sparwahn der Regierung und wollen Premier Cameron die nonchalante Krisenbewältigung nicht länger durchgehen lassen
Das Ende der Umweltkunst, wie wir sie kennen
Fünfzehn Jahre tourte HA Schult mit seinen Müllmenschen durch die Welt. Jetzt brachte er sie in die Arktis und lässt sie umfallen. Und dann? Wird die Aktionskunst museal
Schweigen im Blütenwald
Die Honigbiene verschwindet. Aber kann man von einem mysteriösen Massensterben sprechen? Die Wahrheit dürfte trivialer sein
Unter dem Banner des Königs
Die Aufständischen im Osten des Landes sind kein monolithischer Block. Sie könnten einen Rumpfstaat ausrufen – während das System Gaddafi im Westen erst einmal überlebt
Wisconsin könnte Schule machen
Gewerkschafter und Progressive demonstrieren seit Wochen gegen die Schock-Doktrin ihres republikanischen Gouverneurs. Die Kundgebungen der Tea Party sehen dagegen alt aus
Hier sind noch Zimmer frei!
Hoyerswerda war erst Beispiel für den Aufbau Ost, dann für den Abriss. Nun sucht die Kleinstadt nahe der polnischen Grenze einen neuen Weg – als urbanes Labor
Voll und ganz bei der Sache
Die von den USA gestützte Regierung al-Maliki droht jedem Protest ungerührt mit Gewalt und will Journalisten foltern lassen, sollten sie versuchen, das Regime zu stürzen
Kill the Bill!
Tausende besetzen das Parlament in Wisconsin. Gegen ein Anti-Gewerkschaftsgesetz von Gouverneur Scott Walker wird demonstriert wie einst gegen den Vietnam-Krieg
Statt Auge um Auge – Stein um Stein
Einst erschlug der Hutu Charles Mugabanake die halbe Familie seines Nachbarn, des Tutsi Steven Gahigi. Heute haben sich die beiden versöhnt. Wie ist so etwas möglich?
Es ist Damenwahl
Einst feierten fröhliche Bacchantinnen in der DDR im schrillen Ausnahmezustand. Heute äugt ein scheues Reh ins Scheinwerferlicht des Kapitalismus. Der Frauentag wird 100
Zeit für das einst Unvorstellbare
Da der amerikanische Zentralstaat selbst klamm ist und in diesem Jahr nichts mehr zuschießen kann, stehen etliche Bundesstaaten finanziell vor dem Bankrott