Bautzener Ex-Stadträtin: „Die Zivilgesellschaft kann in Dresden beim Plakatieren helfen“

Rechte Angriffe Die Historikerin Annalena Schmidt war 2019 grüne Stadträtin im sächsischen Bautzen und engagierte sich dort gegen rechts. Anfeindungen, Drohungen und Übergriffe kennt sie aus eigener Erfahrung
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 20/2024
Hat sich bewusst dazu entschieden, in Dresden in die politische Bildungsarbeit zu gehen: Annalena Schmidt
Hat sich bewusst dazu entschieden, in Dresden in die politische Bildungsarbeit zu gehen: Annalena Schmidt

Foto: Nora Börding für der Freitag

Mit dem brutalen Angriff auf den SPD-Europakandidaten Matthias Ecke in Dresden am vergangenen Freitag rückt die Bedrohungslage von politischen Akteuren der demokratischen Parteien wieder in den Vordergrund. Die ehemalige Bautzener Stadträtin der Grünen, Annalena Schmidt, bloggte über rechtsextreme Strukturen vor Ort. Nach etlichen Einschüchterungsversuchen und sogar Morddrohungen verließ sie die Stadt nach einem Jahr im Amt. Heute wohnt sie in Dresden und engagiert sich in der Bildungsarbeit. Mit dem Freitag sprach sie über die neue, alte Bedrohungslage sowie die Suche nach dem richtigen politischen Protest.

Der Freitag: Frau Schmidt, der SPD-Europakandidat Matthias Ecke wurde in der vergangenen Woche von vier jungen Erwachsenen beim Plakatieren brutal