Radikalumbau: Was bleibt vom Spirit der legendären Denmark Street?
Die Denmark Street in London bot alles, was Musiker so brauchten. David Bowie schlief hier in einem umgebauten Krankenwagen, die Sex Pistols starteten ihre Karriere. Nun soll der Spirit dieses Ortes monetarisiert werden
Im Liegen kann man nicht nur schlafen: Vom Verlangen sich hinzulegen
Jeden Monat liest Prof. Erhard Schütz für uns gute Sachbücher. Dieses Mal freut er sich über Wälzer zu Marcel Proust und zum Berliner Film, seine „Bettlektüre“ handelt vom Nizza des großen Fritz J. Raddatz
Geschichte des Sklavenhandels: Wunden heilen, ohne anzuklagen
Die portugiesische Künstlerin Grada Kilomba legt die Geschichte des Sklavenhandels frei und will Wunden heilen – ohne Schuldzuweisungen. Eine Begegnung in Baden-Baden
„Beja Power“ aus dem Sudan: „Wir sind Kämpfer“
Ostinato Records veröffentlichen historische und neue Aufnahmen aus Afrika für ein Publikum in Europa und den USA – auch aus politischen Gründen. Das jüngste großartige Album „Beja Power!“ stammt aus dem Sudan
Netflix-Serie „Kleo“: Kill Erich!
In der Netflix-Serie „Kleo“ brilliert Jella Haase als abgeklärte Auftragskillerin der Stasi, die sich nach dem Mauerfall auf einen Rachefeldzug begibt
Triage nach dem Hurrikan Katrina: Nach dem Sturm kam die Flut
„Elend war alles, was es gab“: Die Apple-Serie „Five Days at Memorial“ erzählt von den dramatischen Ereignissen in einem Krankenhaus nach Hurrikan Katrina. Die Serie basiert auf wahren Begebenheiten – bleibt aber betont undramatisch
Dad-Rap? Dieses Album ist das reinste Vergnügen
Hip-Hop-Legende Black Thought und Erfolgsproduzent Danger Mouse bündeln auf dem Album „Cheat Codes“ ihre Stärken
„Wettermacher“: Nicht von dieser Welt
Stanislaw Muchas „Wettermacher“ war als Film über das Leben in totaler Einsamkeit auf einer Station in Sibirien geplant. Heraus kam eine zwiespältige True-Crime-Erzählung
Ruhrtriennale: Wüst hört mit
Durch einen Trick zwingt Intendantin Barbara Frey die Politiker zum Zuhören. Trotz schwankender Qualität ist der Auftakt der Ruhrtriennale gelungen
Podcasts über das Olympia-Attentat von 1972: Eine Bereicherung der Aufarbeitung?
Das Olympia-Attentat von München jährt sich zum 50. Mal. Aus diesem Anlass widmen sich gleich mehrere Podcast-Formate dem Terroranschlag. Hat es das nun auch noch gebraucht? Ja, das zeigt vor allem eine Produktion
Attentat in München 1972: Immer noch kein Schuldeingeständnis
Deutschland hatte 50 Jahre Zeit, sich der Verantwortung für die Toten in München zu stellen. Nichts dergleichen ist geschehen. Unser Autor hat Verständnis dafür, dass die Angehörigen der Opfer der geplanten Gedenkfeier fernbleiben wollen
Salman Rushdie scheute sich nie, Anstoß zu erregen – anders als so viele heute
Die brutalen Verletzungen, die der Schriftsteller Salman Rushdie erlitten hat, werden seine Überzeugung nicht auslöschen können, dass das Unsagbar gesagt werden muss
Hochgelobt: Andreas Schäfer über „Die Schuhe meines Vaters“
Der Schriftsteller Andreas Schäfer hat ein Buch über seinen verstorbenen Vater geschrieben, der in der Mitte der Gesellschaft lebte und sich am Rand wiederfand
Wucht und Magie im Big Apple
Was für ein Fantasy-Spektakel für Fans von H.P. Lovecraft! Und nicht nur für sie: N.K. Jemisins „Die Wächterinnen von New York“ ist hochspannende, fantastische und vor allem politsche Literatur
Züri brännt – ein kleines bisschen im Kunsthaus
Fühlen Sie sich in der Schweiz auch immer, als hätten Sie etwas falsch gemacht? Umso mehr bewundert unsere Kolumnistin im Kunsthaus in Zürich die starken Charaktere, die Federico Fellini gezeichnet hat
Als Indien geteilt wurde und mein Großvater seine Heimat verlor
Die Unabhängigkeit Indiens begann vor 75 Jahren mit einer Flüchtlingskatastrophe. Die Folgen werden bis heute nur schleppend aufgearbeitet. Auch die Familie unserer Autorin hat das geprägt
Sie sitzen vor ihrem Chardonnay und kokettieren mit dem eigenen Trinkverhalten
Gerade erfolgreiche Frauen sind oft gefährdet: Christine Koschmieder hat einen großartigen und bewegenden Roman über ihre Alkoholsucht geschrieben
Berlinale-Sieger „Alcarras“: Das Idyll muss weichen
Melancholisch: Im diesjährigen Berlinale-Siegerfilm „Alcarras“ geht es um den schmerzlichen Abschied von einer Familientradition
Skrupelloser Tabubruch: Mutter und Sohn als Paar
Isabelle Stevers Film „Grand Jeté“ macht mit einem Tabubruch von sich reden. In erster Linie ist ist er aber ein Plädoyer für das Kino als Raum größtmöglicher Freiheit
Spektakulär: Jordan Peeles Blockbuster „Nope“ macht die Ausbeutung in Hollywood sichtbar
Jordan Peeles hintergründiger Blockbuster „Nope“ widmet sich den Ausbeutungsmechanismen Hollywoods und setzt damit die Motive seiner Vorgängerfilme wirkungsvoll fort
„Selbst die Taxifahrer in Kiew haben aufgehört, Unsinn über Politik zu erzählen“
Seit dem russischen Überfall auf ihr Land kommentiert die Künstlerin Alewtyna Kachidse fast täglich ihre Lage. Im März stellten wir ihre Zeichnungen vor. Wie geht es ihr heute?
Welche Hautfarbe hatte Fidel Castro?
James Franco soll Fidel Castro spielen, findet Regisseur Miguel Bardem. Soll er nicht, findet Schauspieler John Leguizamo. Weil er kein Latino ist. Über die Tücken der Kategorie „weiß“
Georg-Büchner-Preis: Tebrikler, Frau Özdamar!*
Die deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den renommierten Georg-Büchner-Preis 2022 an Emine Sevgi Özdamar
Von Helmut Schmidt bis Annalena Baerbock – der Trenchcoat ist in
Weil er praktisch war, trugen ihn die Soldaten der britischen Armee, später Filmstars und Politiker:innen. Jetzt hat Annalena Baerbock den Trenchcoat wieder hip gemacht. Zeit, dem Mantel ein Lexikon zu widmen