Kurt Halder gegen den Staat
Max Bronski erzählt die Geschichte eines rechten Ideologen
Irre Konzepte? Her damit!
Das Krimi-Genre muss sich erneuern, anstatt nur modernen Diskursen hinterherzurennen – sonst droht Bedeutungslosigkeit

„Leben in einer Blase“
In ihrem Dokumentarfilm „Kinder der Hoffnung“ zeigt Yael Reuveny eine Generation, die es gut hat – eigentlich. Hier spricht sie über eine israelische Mittelklasse, über die man in Deutschland wenig weiß

Haifischbecken großer Egos
Pieke Biermann konterkarierte die so oft beklagte Konformität des Krimis. Ihr „Berlin-Quartett“ ist noch immer aktuell

Ratlos, mutlos, trostlos
Ein Jahr nach Joe Bidens Sieg über Donald Trump geben die Demokraten ein klägliches Bild ab. Wie ist das zu erklären?

A–Z: Fremdscham
Was haben Philister mit dem Jugendwort des Jahres zu tun? Warum sollten Mütter nicht auf Snapchat gehen – und erinnert sich überhaupt noch jemand an Trumps Gesichtsfarbe?
Der Lappen bleibt unten
Unsere Kolumnistin will ins Theater. Das ist in Berlin in diesem Pandemie-Herbst nicht leicht
Statt Muckefuck
Jörg Fauser hat in „Kant“ Licht, Schatten und Dekor, Granteln und Mosern perfekt abgestimmt – der Autor ist schon lange mehr als ein Geheimtipp
Till Raether über Polizei in Krimis: „Die Distanz schwindet“
Stellen Krimis Polizisten zu positiv dar, indem sie alles aus ihrer Sicht erzählen? Im Interview übt Bestsellerautor Till Raether Selbstkritik – und macht es in „Hausbruch“ bewusst anders
Leben und feiern
„Verlorener Horizont“ spielt auch in der Hölle des nahen Calais

Verbrechen eingeredet
Ferdinand von Schirach holt in „Glauben“ einen Fall angeblicher sexualisierter Gewalt ins Heute
Jagd in den Pyrenäen
In Colin Niels „Unter Raubtieren“ verfolgt ein Tierschützer eine Löwenmörderin
Nach dem Krieg
„Sie waren nie weg“ erzählt, wie ehemalige Nazis Anfang der 1950er den nordrhein-westfälischen Landesverband der FDP unterwandern wollen
Der Traubenzucker der Kunst
Unser Autor versucht, sich den Hype um die Band zu erklären, und entdeckt in London eine Kathedrale, in der alle Partykeller der 1970er Jahre wiederauferstehen
A–Z: Dostojewski
Vor zweihundert Jahren wurde ein Russe geboren, der von Thomas Mann ebenso verehrt wurde wie von Susan Sontag. Fjodor Dostojewski stand oft vor dem Ruin, saß zehn Jahre im sibirischen Knast und war ein wandelbarer Europäer

Zeit der Migration
Der „vereinsmeierische“ Nationalstaat gehört abgeschafft, findet die Philosophin Donatella Di Cesare
Warum wir zu wenig tun
Armin Nassehi ergründet die Überforderung westlicher Gesellschaften. Seine Diagnose lässt allerdings viele Fragen offen

Die Diaspora in Superman
„Nächstes Jahr in“ versammelt elf Comics, die von hiesigem jüdischem Leben erzählen. Georg Seeßlen erklärt, warum das ein künstlerisches Meisterwerk ist

„Erzählen, wie sie liebten“
In seinem neuen Buch „Liebe in Zeiten des Hasses“ entdeckt der Beststellerautor Florian Illies die vermeintlich bekannten 1920er und 1930er Jahre neu. Im Zentrum steht das Gefühlsleben von Schriftstellerinnen
Stella Leder: „Wir lernten die Deutschen als Opfer kennen“
Zum Jahrestag des Mauerfalls richtet sich der Blick stets auf Ost- und Westdeutschland. Die Autorin Stella Leder kennt beide Perspektiven. Sie erzählt von verfehlter Erinnerungskultur, Nazis in Ost und West – und von ihrer Stasi-Großmutter

Braucht der „Tatort“ einen Podcast-Booster?
Deutschland gruselt sich traditionell jeden Sonntagabend vor dem Fernseher. Jetzt hat die Sendung auch noch ihr eigenes Hörformat. Ist das nicht zu viel des Guten?

Einer lebt – noch
In der Comic-Verfilmung „Y: The Last Man“ sterben plötzlich alle Männer. Bis auf einen

Weiche Waffen
Welche Erkenntnisse lassen sich aus künstlerischen Systemvergleichen gewinnen?

Led Zeppelini
Kaunas ist Europas Kulturhauptstadt 2022 – und lockt als Pilgerort für Architekturfans ebenso wie mit lebendigem Theater