„Ministerium der Träume“ von Hengameh Yaghoobifarah: Sie* kann Polizei
Mal zart poetisch, mal rotzig: Der Roman von „taz“-Autor*in Hengameh Yaghoobifarah ist richtig gut
Wie ein Gesicht im Sand
In Italien erweist sich die Pandemie als fruchtbar für philosophische Reflexionen, es geht um Vergänglichkeit und Luxus
Arlo Parks erzählt Musik
Die Songs der Londonerin beginnen als Gedichte und werden mit musikalischen Mitteln zu TV-Serien
Bill Kaulitz über die ersten dreißig Jahre „Career Suicide“: Alle kaputt außer Mutti
„Tokio Hotel“-Star Bill Kaulitz rechnet mit seiner Herkunft ab
Western ohne Legende
„Neues aus der Welt“ von Paul Greengrass ist sehenswert, zeigt aber, dass das Genre Wildwest nicht mehr reformierbar ist
Märchenonkel Staat
Wie sich der Zynismus als zentrales Stilmittel der gegenwärtigen russischen Politik offenbart
Das Grauen zeigen
Seweryna Szmaglewska schildert den Alltag im KZ Auschwitz-Birkenau
Nähe durch Verfremdung
Michaela Meise widmet ihre Version der türkischen Totenklage „Cemalim“ den Opfern des Hanauer Anschlags
Bis in die Gegenwart
„Die Geschichte einer afrikanischen Farm“ stellte Geschlechterbilder infrage. Bemerkenswert: Der Roman erschien 1883
Schläfst du noch oder liest du schon?
Die Buchkritik nähert sich der Überflüssigkeit. Die Kränkung sitzt. Aber es gibt Hoffnung und Perspektive
„Lasst uns Frauen in Ruhe“
Marjane Satrapi will keine Comics mehr zeichnen. Sie sucht andere Herausforderungen
Ein Mann, ein Collier
Meisterdieb Assane Diop mischt sich unter Superreiche, um den Tod seines Vaters zu rächen
Zoo zu, Tier froh?
Die meisten Tierparks sind geschlossen, die Besucher bleiben fern. Das merken auch die Bewohner
Nennen wir es Seelengymnasik
Manche Erwachsene lesen plötzlich Kinderbücher, andere entwickeln einen Sinn für leicht „Esoterisches“. Warum nicht mal weniger verkopft?
Der immergrüne Tod
Die Surrealistin Leonor Fini war eine elegante Grenzgängerin, in deren Malerei sich alle Machtverhältnisse auflösen
Was läuft an der Uni schief?
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen sieht sich bedroht und in der Ausübung ihrer Tätigkeit zunehmend eingeschränkt. Warum?
Eigentlich gar keine Stadt
Erhard Schütz hat Offenbarungen für Berlin-Fans, Föderalismus-Skeptiker sowie Foodtrends von Kafka bis Corona
Bildungsklassiker
Wie sieht die Doppelhelix bei Zoom aus? Früher sollte der Stoff möglichst schnell in die Köpfe gehämmert werden, in Corona-Zeiten ist das schwierig. Unser Wochenlexikon
Ein Richter im Netz der eigenen Lügen
Michael Pekler schätzt an „Your Honor“ den Kollateralnutzen des horizontalen Erzählens. Spoiler-Anteil: 19%
Eine Vorliebe für Moll
Volha Hapeyeva erzählt von Kindheit und Jugend in der zerfallenden UdSSR – und von dem Geist, der daraus erwuchs
Die modulare Klinik
Das Krankenhaus der Zukunft muss besser für Infektionskrankheiten gewappnet sein. Das ist auch eine Frage der Architektur
Lebenslügen
Autofiktion wird selten kritisiert. Warum? Über Alem Grabovac’ „Das achte Kind“
Die deutsche Misere
Das Theater galt in der Krise als relativ abgesichert. Die nicht festangestellten Schauspieler, die „freien Gäste“, schauen aber schon seit langem in die Röhre
Gaming mit Kim Jong-Un
Matt Ruffs neuer Roman „88 Namen“ führt in die Online-Spielwelt