Bilder und Klänge
Von Dionysos heißt es, er bringe seine rasenden Dienerinnen zu beglückender Befreiung – Wolfgang Rihm scheint es ihm gleichtun zu wollen
Wissen, dass eine andere Welt möglich ist
Der Literaturtheoretiker Michael Hardt erinnert sich an sein Vorbild David Graeber: als Wissenschaftler und Aktivist, der die demokratische Zukunft in der Gegenwart fand
Gemeinsam für eine bessere Zukunft kämpfen
Manche linken Milieus überschätzen notorisch die Bedeutung von Diskursen und Symbolpolitik gegenüber materiellen Verhältnissen, schreibt der Linkenpolitiker Ralf Krämer
Alles Event, alles egal
Marius Goldhorn wollte keinen Poproman schreiben, doch er fängt den Zeitgeist fulminant ein
Party-People des Jazz
Vor 100 Jahren erschien F. Scott Fitzgeralds erster Roman. Der Autor durchfeierte die Nächte und gilt als Chronist seiner Zeit
Der Code des Lebens
In der Serie „Devs“ geht es um Determinismus: Ist alles durch einen Algorithmus vorbestimmt?
Die EU hält sich zurück
Europa hat dazugelernt: In Belarus agiert es realpolitischer als beim Ukraine-Umbruch 2014
Der Wandel ist weiblich
Revolutionen verbreiten Schrecken, aber auch Hoffnung – wenn Frauen an ihrer Spitze sind, wie jetzt in Belarus
Glamour und Relevanz
Michael Schmidt fotografierte die BRD: Eine erste große Retrospektive ist jetzt in Berlin zu sehen
Ohne Häutung geht es nicht
Nach acht Jahren ziehen sich Katja Kipping und Bernd Riexinger vom Parteivorsitz zurück. Zeit für eine umfassende und kritische Bilanz ihrer Amtszeit
Klettern ohne den Jungsclub
Braucht es Räume nur für Frauen? Werden so Ungleichheiten verstärkt oder beseitigt? Eine Organisatorin erzählt
Zum Betrüger berufen
In „Corpus Christi“ gibt sich ein Ex-Sträfling als Priester aus – seine Gemeinde ist begeistert
1970: Naiv war er nicht
In Chile zeichnet sich ein demokratischer Weg zum Sozialismus ab. Salvador Allende wird als Kandidat der linken Unidad Popular Präsident und fordert die USA heraus
Hoffen auf die argentinische Justiz
Der Fall wirft Licht auf den beklagenswerten Zustand des spanischen Rechtsstaats und der spanischen Politik
„Westdeutschland war langweilig“
Jakob Hein ist seit über 20 Jahren Psychiater und Schriftsteller. Ein Gespräch über Hypochonder, normale Macken und Hefeteig
Wuttke fordert Trance
In René Polleschs „Melissa kriegt alles“ dominiert das gestörte Zusammenspiel zwischen Publikum und Bühne
Die Maske ist links
Wer den rechten Protest verstehen will, muss weiter blicken: auf eine Gesellschaft, die sozialen Kitt sehr dringend nötig hat
Wirr ist das Volk
Während die einen die Liebe beschwören, erklimmen die anderen das Parlament. Ein Wochenende der Widersprüche
Arbeiterkind
Deniz Ohde erzählt vom Aufwachsen in einem System, das Ungleichheit fördert
Coronas Kurven
Das Virus stellt die Frage nach der Normalität. Und nach transnormalistischen Alternativen
Nicht ablenken lassen, bitte
Der Fokus auf Überbevölkerung entlässt die Reichen aus der Verantwortung für eine Krise, die diese selbst anheizen. Ihr Konsum ist das eigentliche Problem
Das Ende der Männerrepublik
Die Hälfte der Macht steht den Frauen zu. Niemand wird sie ihnen freiwillig geben – sie werden sie sich nehmen müssen
Es geht um mehr als die eigenen Privilegien
Massenhaft maskenlos demonstrieren? Das hat mit tatsächlichem zivilem Ungehorsam wenig zu tun, finden drei Klimaaktivist*innen
„Couscous mit Zimt“ von Elsa Koester: Hang zum Drama
In ihrem furiosen Debüt „Couscous mit Zimt“ verhandelt Freitag-Redakteurin Elsa Koester Identität, Heimat und Frausein