Höchst ambitioniert oder nur banal?
Ist Ulrich Peltzers neuer Roman „Das bessere Leben“ ein sprachliches Kunstwerk oder ein schwacher Roman über den Kapitalismus? Eine Doppelkritik
Kampftrolle und Alphatiere
Mit 16 Bewerbern ist die Kandidatur zur Präsidentschaft bei den Republikanern eine Massenbewegung. Was tun die Demokraten?
Deutsch verlernen
New York feiert die Schauspielerin Tessa Kim für ihr Comedyprogramm "The Bad German"
Dieses andere Licht
Tausende feiern in Athen Mikis Theodorakis. Nur das Geburtstagskind bleibt zu Hause, um Basketball zu gucken
Konstant prekär
„Anthems for Doomed Youth“ ist nicht mehr Punk, aber längst kein Altherrensound. Besser hätten die Libertines ihr eigenes Erbe nicht verwalten können
Maulwurf in der Flora
Die linke Szene in Hamburg wurde von einer verdeckten Ermittlerin ausspioniert – bis ins intimste Privatleben
1990: Zweimal Sammer
Vor 25 Jahren tritt die DDR-Fußballnationalequipe zum letzten Spiel an. Viele Spieler kommen nicht mehr, trotzdem wird die Partie zu einem würdigen Abschied
Digital ist schlechter
Wer das Filmerbe bewahren will, muss analoge Kopien ziehen – so nostalgisch das auch klingt
Und es gibt Brandenburg
Von kaputten Gehwegen, Sorgentelefonen und also dem Glück, bei einer Lokalzeitung zu arbeiten
Halbe Treppe
Judith Seidel ist als Hauswartin nicht nur Putzfrau, sondern Teil der Wohngemeinschaft. Ihr Beruf verschwindet immer mehr. Aber sie macht trotzdem weiter
Schrumpfen als Prinzip
Eine unbeachtete Folge der Agenda 2010: Die Mittelschicht dünnt unaufhaltsam immer weiter aus
Trauer und Tränen
In der Sahara breiten sich Konfliktherde aus, seit Alteingesessene mit Übersiedlern aus dem Norden um knappe Ressourcen konkurrieren
1955: Erstaunlich trinkfest
Adenauer fliegt in die UdSSR. Moskau will offizielle Beziehungen zu Bonn aufnehmen und dessen deutschen Alleinvertretungsanspruch aufbrechen. Es geht hart zur Sache
Gerade brennen ein paar Sicherungen durch
Mit dem neuen Labour-Chef Jeremy Corbyn definiert sich die britische Opposition nicht nur neu – sie könnte auch wieder dem gerecht werden, was mit dem Wort gemeint ist
Wieder was gelernt
Martina Gedeck spielt meist Frauen, die an der Welt verzweifeln, in ihrer aktuellen Rolle aber kann sie strahlen
Back to the roots
Ernst-Christoph Stolper war Staatssekretär der Grünen, hat jahrelang in Ministerien gearbeitet. Jetzt organisiert er den Protest gegen das TTIP-Abkommen
1968 ohne Studenten
Wie Will Tremper, Andrzej Żuławski und Kollegen in ihren Filmen auf den Sehnsuchtsort Westberlin schauen
"Ich tue nichts Falsches"
Wer in Ungarn Flüchtenden hilft, macht sich strafbar. Ein geheimes Netzwerk bringt trotzdem jede Nacht Menschen in sichere Unterkünfte
Der blinde Fleck
Die US-Serie „Mr. Robot“ verschmilzt Hackerparanoia und antikapitalistische Visionen zu einer explosiven Mischung
"Eine Schmutzkampagne gegen Griechenland"
Die hier lebenden Griechen leiden unter der hetzerischen Berichterstattung über die Krise, sagt die Präsidentin des Verbands der Deutsch-Griechischen Gesellschaften
McLuhan hat sich geirrt
Die Journalistin Barbara Sichtermann hat den Theodor-Wolff-Preis für ihr Lebenswerk erhalten. In ihrer Dankesrede erklärt sie, warum der Botschaft das Medium egal ist
Stimmen von innen
Viele Syriza-Wähler sind im Zweifel, ob sie Alexis Tsipras nach dessen Kehrtwende noch folgen können
Gastfreundschaft
Der Begriff Willkommenskultur wird gerade etwas strapaziert. Aber wie verhält es sich mit der Gastfreundschaft, dem ersten guten Schritt? Unser Wochenlexikon
Wie bei St. Pauli und Bayern München
Deutschlands Ökonomen treffen sich in Münster zu ihrer Jahrestagung. Die Kritiker des Mainstreams der Disziplin sollen diesmal fernbleiben. Tun sie aber nicht