Welt ohne Wachstum: Das Ende des Kapitalismus?
Der Kapitalismus muss weg, schreibt Ulrike Herrmann in ihrem neuen Buch. Ersetzen soll ihn eine Kriegswirtschaft
„Die Erweiterung“: Robert Menasse setzt seine Europa-Trilogie fort
Robert Menasse schreibt weiter am Epos unserer Zeit. Für „Die Hauptstadt“ erhielt er 2017 den Deutschen Buchpreis. „Die Erweiterung“ ist Teil zwei seiner furiosen Romantrilogie – und ein wilder Ritt durch die EU-Institutionen
„153 Formen des Nichtseins“: Radikaler als Annie Ernaux
Slata Roschals Roman „153 Formen des Nichtseins“ ist kluge, unideologische Emanzipationsliteratur – und steht zurecht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises
Haludovo war Meisterwerk der sozialistischen Spätmoderne: Verschollenes Paradies
An der Adriaküste Kroatiens fand man einst besonders gelungene Beispiele des postmodernen Bauens im Sozialismus. Davon sind heute nur Reste übrig
In Staffel III seiner Hunsrück-Saga „Heimat“ kommt Edgar Reitz künstlerisch aus dem Tritt
Zonen-Gunnar: Als die letzten Folgen des „Heimat“-Epos von Edgar Reitz abgedreht werden, gerät das Bild des Ostens arg holzschnittartig. Um dem Titel „Zeitenwende“ zu genügen, geistert ein stereotyper Ost-West-Plot durch das Werk
„Ich erinnere mich noch“: Felix Heidenreichs Erinnerungsprosa ist große Literatur
Eine erinnerungsfähige Stimme, die niemals sentimental wird: Felix Heidenreichs Romandebüt „Ich erinnere mich noch“ verdient große Aufmerksamkeit
50 Ways to leave your Ehemann: „Manchmal wollen Männer Rache“
Autofiktional, aber saulustig: Jacinta Nandi wollte ein lustiges Buch über das Ende ihrer Ehe schreiben. Mit „50 Ways to leave your Ehemann“ ist ihr das gelungen – trotz tragischer Umstände
Lexikon des Luxussparens: Von Epikur über Biosamen bis Dandy
Klar müssen wir uns einschränken. Aber auf alles, was Spaß macht, verzichten? Oder den Alltag nur etwas anders angehen: im Wollanzug durch die Wohnung laufen und weniger heizen und guten Kaffee kaufen, aber nicht so viel ... Unser Lexikon
So leicht wird sich Alexander Lukaschenko nicht in den Ukraine-Krieg ziehen lassen
Noch hält sich Alexander Lukaschenko im Krieg Russlands gegen die Ukraine bedeckt. Für den belarussischen Diktator steht viel auf dem Spiel
Ukraine-Krieg: Deutsche Soldaten an die Front?
Die Ukraine will die NATO immer stärker in den Krieg ziehen. Das ist aus ihrer Sicht verständlich. Aber sind wir uns der Konsequenzen bewusst, die dies mit sich bringt?
„Sie und Bob“: In Dänemark haben Helle Helles Bücher Kultstatus
Die Literatur der Dänin Helle Helle liest sich unspektakulär. Und doch entwickeln ihre Romane – sorgsam durchdacht und präzise in der Sprache – einen Sog. In ihrer Heimat ist sie ein Star. Eine Begegnung
Dmitri Medwedew stellt gern schockierende Botschaften ins Staatsschaufenster
Der russische Ex-Präsident Dimitri Medwedew galt einst als Reformer. Doch dabei handelte es sich mehr um eine auf Außenwirkung bedachte Rollenverteilung mit Wladimir Putin
Wagners „Ring“ an der Staatsoper Berlin: Grandiose Musik, gescheiterte Inszenierung
Ein Laborunfall: Die Staatsoper in Berlin führt Wagners „Ring“ komplett auf. Während die Musik selten so meisterhaft auf die Bühne kam, enttäuscht die Regie. Schade, denn mit dem „Ring“ kann man großartig vom Weltuntergang erzählen
Jan Faktors „Trottel“ ist für den Deutschen Buchpreis nominiert: Mir ist so anders
Großartig: Lange hat man nichts mehr von dem Tschechen Jan Faktor gehört. Das ändert sich nun schlagartig mit dem fulminant fabulösen Roman „Trottel“
Annalena Baerbock: Beliebt, aber überfordert
Menscheln für Waffen: Das macht die Außenministerin Annalena Baerbock so beliebt. Doch für eine kluge Außenpolitik ist Betroffenheit nicht genug
Atomkriegsgefahr: Was die Kuba-Krise lehrt
Vor 60 Jahren verhinderte der Wille zum Kompromiss und die Bereitschaft zu Diplomatie den Absturz der Welt in ein nukleares Inferno
Deutscher Buchpreis 2022: Kanalisierte Gefühle. Alles schwebt im Roman „Nebenan“
Scheu wie ihre Heldin verschwindet die Erzählerin hinter ihren Figuren. Kristine Bilkaus Roman „Nebenan“ steht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2022
Die deutsche Annie Ernaux? Zu Daniela Dröschers Roman „Lügen über meine Mutter“
Die Meisterin der Klassenliteratur, Annie Ernaux, wurde mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Die Französin ist Vorbild für eine neue Generation deutscher Autorinnen, wie Daniela Dröscher
Bombe statt Abkommen
Neue Sanktionen werden die Nukleargespräche endgültig zum Erliegen bringen und es wäre eine fatale Konsequenz endgültig gescheiterter Verhandlungen, wenn der Iran in den Besitz eigener Kernwaffen kommt
„Was hast du erwartet, großes Kino und ein Happyend?“ – Literatur aus dem Gastland Spanien
Sprachgewaltig und eloquent beschreiben diese spanischen Autorinnen den Kampf gegen Unterdrückung: Diese Romane der jungen Schriftstellerinnen aus dem Gastland der diesjährigen Buchmesse muss man gelesen haben
Daniela Dahn: Auch Sieger verlieren
Die Publizistin Daniela Dahn plädiert in ihrem neuen Buch für einen unverstellten Blick auf den Ukraine-Konflikt und seine Vorgeschichte. Warum ist das so schwer?
„Triangle of Sadness“ von Ruben Östlund: Klassenkampf auf Kreuzfahrt
Champagner, Goldfische im Jacuzzi und #MeToo: Ein Interview mit dem schwedischen Regisseur Ruben Östlund über seinen Film „Triangle of Sadness“ und die Welt der Schönen und Reichen, die sich in Absurditäten immer wieder selbst übertrifft
Liebe Hanna: Werde Prof – oder raus hier
Wissenschaftler*innen brauchen Dauerstellen. Doch scheinen Unis nicht gewillt, den Konkurrenzdruck im Rennen um die Professur zu lockern
An die Unis, frieren, los!
In den klammen WGs der Republik bleibt es kalt. Finden Studierende an den Universitäten Wärme? Über einen fast vergessenen Ort des Lernens, der Sammlung und des Protests