Schockstrategie für Europa
Die Kanzlerin ist keine „Getriebene“ der Finanzmärkte – sie folgt ihrem Kalkül: per Eskalation der Krise ganz Europa eine Politik der Entsolidarisierung aufzuzwingen
Zauberwort Modernisierung
Reinhard Krumm, Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Russland, sieht das demokratische Angebot des Präsidenten Dmitri Medwedjew nicht eingelöst
Russland tritt der WTO bei
Russland tritt als letztes Land der G20 nun auch der WTO bei. Damit wird es Teil der globalisierten Weltwirtschaft. Das könnte zur Modernisierung Russlands beitragen
Die Mittelschicht macht Krach
Die Opposition gegen Präsident Medwedjew und Premier Putin besteht hauptsächlich aus Arrivierten. Wohin die Bewegung künftig geht, ist noch nicht erkennbar
Ende mit Schrecken, Schrecken ohne Ende?
Auch hierzulande wird mitunter die Rückkehr zur eigenen Währung gefordert. Geht das überhaupt? Und welche Folgen hätte das? Fünf Fragen, fünf Antworten
Sogar die Toten hauen ab
In Transsilvanien soll Europas größte Goldmine entstehen. Ein ganzes Dorf muss dafür dem Erdboden gleichgemacht werden. Dagegen regt sich heftiger Widerstand
Von der Kuh und vom GAU
Der Mitgliederentscheid ist durch, Euro-Rebell Schäffler gescheitert, Parteichef Rösler gerettet. Fein gemacht. Doch die Krise der Schrumpfpartei ist damit nicht vorbei
Prozess zur Abschreckung
Heute beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Whistleblower Bradley Manning. Der Mann hat keine Strafe, sondern einen Orden verdient
Saddams General
Beim Abzug der US-Armee sind die Iraker hin und her gerissen zwischen Stolz und Unsicherheit, Angst und Hoffnung. Der Einfluss Irans wird sich stärker bemerkbar machen
Ausgezogen, um Politik zu lernen
Susanne Graf ist die einzige Piratin im Berliner Abgeordnetenhaus. Nun bereitet sie sich und ihre Kollegen auf das Ende der Schonzeit vor
Das Ende der Politik
Nach zwei Jahren Euro-Dauerrettung hat die Regierung Merkel offenkundig jeden Gestaltungswillen verloren. Dabei gäbe es auch in der Innenpolitik einiges zu tun
Verlorener Verbündeter
Die US-Truppen hinterlassen bei ihrem Abzug aus Irak ein zerschlissenes Land. Der Krieg ist nicht vorbei, die Zukunft der Region weit offen
Einfache Antworten
Demokratie-Ministerin Schröder will mit einer Broschüre Lehrer und Schüler über den „Linksextremismus“ aufklären. Nicht nur die SPD findet das Heft dafür „gänzlich ungeeignet“
Wir sind Wulff
Jedes Volk bekommt den Präsidenten, den es verdient. Wenn wir unseren jetzt gerne eine Nummer größer hätten, haben wir eben Pech gehabt
Transparenz
Mehr Transparenz in Politik und Wirtschaft zu fordern, liegt weltweit im Trend. Aber Macht und Ehrlichkeit sind selten Partner. Besser wir fangen an, selbst was zu tun
Undurchsichtige Manöver
Es ist unheimlich praktisch: Wer mehr Transparenz verspricht, erhält derart viele Sympathien, dass er sein Versprechen nicht einmal einlösen muss
Ungerechtigkeit ist Standard
Ein Studium schließen heute mehr Frauen als Männer ab. Doch Männer besetzen die Topjobs in Wissenschaft und Forschung. Die Regierung bleibt untätig – zum Frust der Frauen
13 mal Transparenz
Arabische Revolution, Karl-Theodor zu Guttenberg, Lobbyregister, #Occupywallstreet, Wikileaks und der Einzug der Piraten ins Parlament: Der alternative Jahresrückblick auf 2011
Hurra, wir kapitulieren
Beim Schlagabtausch über Merkels Erklärung zu den Gipfel-Beschlüssen spielte das keine Rolle: Die Schuldenbremse rettet nicht den Euro, sondern monetarisiert die Demokratie
Völlig unbeeindruckt
Die Finanzmärkte scheren sich nicht weiter um die vom jüngsten EU-Gipfel abgegebenen Versprechen. Und auch der Brüsseler Konsens bröckelt, wie das Abrücken Dänemarks zeigt
Gescheiterte Boygroup
Christian Lindner muss den Kopf für seinen Chef hinhalten, den das nicht retten wird. Mehr noch: Der Rücktritt legt die tiefe Existenzkrise einer Partei im freien Fall offen
Blockade, 101 Autos & Rot-Schwarz ohne Braun
Nicht alles, was diese Woche unter dem Teppich landete, gehört dorthin: 5 weitere Themen der Woche in aller Kürze analysiert
Einsamer Prozess
Leere Pressebänke, ein verwaister Zuhörerraum: "Carlos, der Schakal" steht in Paris erneut vor Gericht. Seine Selbstinszenierung stößt dieses Mal auf wenig Resonanz
Bedrohte Interessen?
David Cameron legt sein Veto gegen den EU-Vertrag vor allem im Namen des Finanzwesens ein. Dafür setzt er Großbritanniens Gestaltungsmöglichkeiten in Europa ohne Not aufs Spiel