„Blue Skies“ von T.C. Boyle: Ein fast heiteres Katastrophenszenario
Der Klimawandel-Roman „Blue Skies“ von Kultautor T.C. Boyle ist trotz dystopischer Ausgangslage kein dystopisches Buch. Eine Leseempfehlung
Anders als Kritiker behaupten, spielt der Schwarzwald-Tatort auf der Höhe der Zeit
Die Pandemie und die drohende Klimakrise haben einer ganzen Generation viel Hoffnung geraubt. Der Schwarzwald-Tatort nimmt sich der Generation Z an – und überzeugt
Türkei-Wahl: Auf einen Machtwechsel zu setzen, war westliches Wunschdenken
Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat viel für die internationale Statur und ein störrisches Nationalbewusstsein der Türkei getan. Zum Leidwesen des Westens. Sollte er sich am 28. Mai durchsetzen, dürfte sich daran wenig ändern
Neue CGT-Chefin Sophie Binet sieht in Emmanuel Macron einen Wegbereiter von Marine Le Pen
Die Sozialistin an der Spitze der zweitgrößten Gewerkschaft in Frankreich führt die Parole ad absurdum, die CGT sei ein „Klub alter weißer Männer“. Sie will den Protest gegen die Rentenreform fortsetzen, wenn die Mitglieder das wollen
Haben Medien zu Corona der Politik das Wort geredet? „Das absolute Gegenteil ist richtig!“
Journalist Tim Röhn war bekannt für seine scharfe Kritik an den Covid-Maßnahmen, Medienwissenschaftler Marcus Maurer für seine empirische Perspektive auf die Berichterstattung. Wie blicken die beiden auf die vergangenen Jahre?
Machtspiele in den USA: Lust auf die Katastrophe
Im Streit um die Schuldenobergrenze spielen schwer rechtslastige Republikaner ihre Vetomacht aus. Die Zeit ist knapp: Bis Anfang Juni muss es eine Einigung geben. Kann die amerikanische Verfassung Joe Biden in die Hände spielen?
Männer mit Fischen oder die Vermessung der Welt
Großwildjagd für Reiche, Angeln für die Mittelklasse: Der Bildband „Ein Mann, ein Fisch“ zeigt Angler, die ihren Fang präsentieren. Unser Autor fragt sich, was die Faszination solcher Bilder ausmacht
Selbstvermarktung: Yanis Varoufakis über den seltsamen Tod des liberalen Individuums
Selbstbestimmung im Kapitalismus – für den Vater von Yanis Varoufakis war das früher immerhin begrenzt möglich. Heute ist es anders: In der Online-Gesellschaft müssen junge Menschen ständig ihre Identität vermarkten
Prekäre Lage im Sudan: Marsch durch die Wüste
Zehntausende wollen sich nach Ägypten, Äthiopien oder Saudi-Arabien retten, und so wird im umkämpften Khartum ein Busbahnhof außerhalb der Stadt zum Treffpunkt aller Fliehenden. Wer einen Platz ergattern will, muss horrende Preise zahlen
Auktionatorin Diandra Donecker: „Echtes Sammeln tut weh“
Diandra Donecker steht oft in fremden Wohnzimmern und überlegt, welche Bilder in dem von ihr geleiteten Auktionshaus unter den Hammer sollen. Jakob Augstein hat sie verraten, warum man flirten können muss, wenn man im Business Erfolg will
Die Verbonzung der Linken: Lichtenberg ist nicht Graz
Das sagenhafte Wahlergebnis der Kommunistischen Partei Österreichs in Salzburg sorgt auch hierzulande für Aufsehen. Vor allem eines sollten sich die Genossen in Deutschland abgucken. Karsten Krampitz über einen einzigartigen Aufstieg
Milo Rau: Appell gegen die „nachhaltige“ Zerstörung des Amazonas-Regenwalds
Nestlé und Ferrero kaufen sich und ihren KonsumentInnen dank angeblich grüner Zertifikate ein gutes Gewissen: Das ist zynisches Greenwashing, das die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes und der dort lebenden Menschen befeuert
Heidi Klum, ihre Tochter Leni Klum und eine Dessous-Kampagne für Intimissimi: Ein Skandal?
Heidi Klum und die 19-jährige Leni Klum präsentieren sich ziemlich lasziv als Mutter und Tochter für eine Dessouskampagne. Es ist die erste gemeinsame Werbekampagne der beiden. Die Aufregung ist groß. Unverhältnismäßig groß?
Karlspreis für Wolodymyr Selenskyj: Vom lausigen Präsidenten zum Feldherrn
Der ukrainische Präsident erhält den Karlspreis. Das findet nicht nur Beifall. Unser Reporter traf Wolodymyr Selenskyjs Lehrerinnen in Krywyj Rih, fand dessen Villa in der Toskana – und wundert sich, was nun über den Ex-Comedian gesagt wird
„Tage im Mai“: Ein wütender Corona-Roman von Marlene Streeruwitz
Marlene Streeruwitz gehört zu den streitbarsten Gegenwartsautorinnen im deutschsprachigen Roman. Covid-19 markierte eine Zäsur im Leben, Denken und Schreiben der Autorin. „Tage im Mai“ ist ein Dialogroman, der diese Krise verhandelt
Türkei: Minarette sind Bajonette
Lange vor der AKP wurde der Laizismus bekämpft. Muslimische Geheimbünde verfochten eine Re-Islamisierung der Gesellschaft, die nach den Gesetzen der Scharia funktioniert. Der politische Islam von Tayyip Erdoğan galt zunächst als akzeptabel
Ein Präsident Kılıçdaroğlu wäre nicht gänzlich gegen eine neoliberale Agenda gefeit
Kurz vor dem Votum liegt Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu in Umfragen knapp vor Recep Tayyip Erdoğan. Der Kandidat der „Allianz der Nation“ weckt mit seiner kreativen Kampagne Hoffnungen auf einen demokratischen Neuanfang
Stalin-Anspielung beim ESC: Die politischen Botschaften aus Liverpool
Der ESC will keine politische Veranstaltung sein. Am Ukraine-Krieg kommt der Wettbewerb aber ebenso wenig vorbei wie an den Türkei-Wahlen
75 Jahre Israel: Linke, feiert diesen Staat!
Seit 75 Jahren trotzt der jüdische Staat seinen Feinden. Den Linken ist er ein Dorn im Auge. Warum sie damit Israels historischen Stellenwert als Symbol der Hoffnung verkennen – und warum das besonders für sie ein Grund zum Feiern wäre
Kolumbien: Präsident Gustavo Petro im Patt
Eine Regierungsumbildung soll die Reformen garantieren, die vor dem Wahlsieg 2022 von der Linken versprochen wurden. Dafür fehlt allerdings eine Mehrheit im rechten Parlament. Kann der Rückhalt auf der Straße Gustavo Petro helfen?
Ukrainische Offensive: Unsichtbare Front zwischen Moskau und Kiew
Die ukrainische Armee hat die Ausgangslinie erreicht, heißt es in Kiew. Fraglich ist allerdings, ob die Führung um Wolodymyr Selenskyj nach der geplanten Offensive an einer Waffenruhe interessiert sein wird
Auf Friedensmission: Christopher Blattmans „Warum wir Kriege führen“
Der renommierte Konfliktforscher präsentiert in seinem Buch „Warum wir Kriege führen und wie wir sie beenden können“ Vorschläge zur Lösung von Krise und Konflikt. Nicht alle sind empirisch belegt, dafür aber originell und diskussionswürdig
GfZK Leipzig: Gebaute deutsch-deutsche Kunstgeschichte
Vor 25 Jahren wurde in Leipzig die Galerie für Zeitgenössische Kunst eröffnet. Die Gründung geht zurück auf Kunstwissenschaftler Klaus Werner: Er kämpfte schon in der DDR um das Ansehen zeitgenössischer Kunst und prägt das Haus bis heute
Powerpoint statt kurzer Hose: Der Absturz des Oliver Kahn
Kaum ein deutscher Fußballer war je so populär wie er: Oliver Kahn. Als Torwart feierte er zahllose Siege, wurde mehrfach Welttorhüter. Seit er seine Karriere beendet hat, scheint der Sportsgeist ihn verlassen zu haben. Was ist da los?