Israel
Dirk Niebel ausgesperrt
Eintrübungen am ansonsten wolkenlosen Himmel der deutsch-israelischen Beziehungen. Der Entwicklungsminister wollte die Gaza-Blockade durchbrechen und scheiterte
Die Wüste lebt durch uns
Sozialismus war einmal: Heute wohnt kaum ein Israeli mehr im Kibbuz. Der Wirkmacht des Mythos tut das aber keinen Abbruch
Geheimes Dossier
Was israelische Agenten einst nach Argentinien trieb, war nicht nur die Suche nach dem NS-Verbrecher, sondern auch die verdeckte Kooperation zum Bau der Atombombe
Neue Hegemonien
Nach den neuen UN-Sanktionen gegen den Iran werden intelligente, unvoreingenommene Vermittler wie die Türkei und Brasilien im Nahen Osten erst recht gebraucht
Hang zum großen Scherbengericht
Israel steht international am Pranger, aber das scheint der Regierung von Benjamin Netanyahu egal zu sein. Innenpolitisch droht ihm jedoch ein schweres Dilemma
Unschuldig interniert
Die andauernde Gaza-Blockade führt dazu, dass viele der dortigen Bewohner auf ein mittelalterliches Tauschsystem zurückgeworfen sind, um überleben zu können
Freibeuter erhöhen Fangquote
Wenn israelische Marine-Einheiten Gaza-Hilfsschiffe in internationalen Gewässern kapern, ist das nicht ein Akt der Piraterie, sondern auch ein Augenblick der Schande
Auf Ächtung bedacht
Entsetzen und Empörung weltweit hat der Überfall der israelischen Armee auf die Hilfsflottille für den Gaza-Streifen ausgelöst, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen
Eine Wolke über Jerusalem
Der Siedlungsbau ist inzwischen ein phantastisches Geschäft, bei dem Immobilienspekulanten Milliarden verdienen
Angst vor dem großen Konsens
Die Abrüstungskonferenz in New York steht vor zähen Verhandlungen. Wie ein Abschlussdokument aussehen könnte, kann noch niemand sagen
Das große Wagnis
Der palästinensische Premierminister liebt das Risiko. Er will Ende 2011 den unabhhängigen Staat Palästina ausrufen und hofft auf eine Anerkennung durch die USA
Die einfache Wahrheit
Wenn sich das iranische Atomprogramm nicht aus der Welt schaffen lässt, sollte mit Israel ein Gleichgewicht wie zwischen Pakistan und Indien ausgehandelt werden
Jenseits der Nachrichten
Vier Palästinenserinnen dokumentieren auf Youtube ihren Alltag. Sie nehmen die Zuschauer mit in den Zoo, auf Partys – oder zu Protesten gegen israelische Soldaten
Die Mullahs sind nicht lebensmüde
Der amerikanische Philosoph und Linguist Noam Chomsky ist von Barack Obama nicht enttäuscht, über die Bedrohung Irans besorgt und auf Europa gespannt
Ein unheiliger Krieg
Minarett-Gegner aus ganz Europa pilgern dieser Tage ins Ruhrgebiet. Vor allem Rechtsradikale nutzen das Thema für ihre Zwecke
Nachspiel zum Dubai-Attentat
Die britische Regierung lässt sich den Gebrauch britischer Pässe beim Anschlag auf einen Hamas-Führer in Dubai nicht bieten und weist einen israelischen Diplomaten aus
Netanjahu kann es sich leisten
Israel weicht keinen Deut von den Siedlungsplänen in Ost-Jerusalem. Das Fundament der Beziehungen zu den USA wird dadurch nicht erntshaft erschüttert
Hamlet sollte Cäsar weichen
Das Verhältnis zwischen Obama und Netanyahu ist angespannt, seit die US-Regierung keine Zugeständnisse mehr machen will und einen Siedlungsstopp in Ost-Jerusalem fordert
Obamas großer Stein
US-Vizepräsident Joe Biden will Israelis und Palästinenser zu indirekten Gesprächen bewegen und nebenbei das Terrain für einen Militärschlag gegen Teheran sondieren
Symptom und Krankheit
Teheran sollte im Atomstreit nur einlenken, wenn auch seine Sicherheitsinteressen garantiert werden und alle Nuklearmächte den Kernwaffensperrvertrag einhalten
Literarischer Crossover
Ein in London neu eröffneter Buchklub möchte Literatur über den Nahostkonflikt bekannter machen und Lesern die Erfahrung neuer Perspektiven ermöglichen
Plötzlich wird es ernst
Die Dramaturgien gleichen sich. Gegen Iran wird wegen des Atomprogramms eine Dynamik der Eskalation in Gang gesetzt, die an das Vorspiel zum Irak-Krieg 2003 erinnert
Signale über den Sperrzaun
Der Chef der palästinensischen Autonomiebehörde signalisiert Verhandlungsbereitschaft, falls Israel sich bewegt. Doch Abbas steht im eigenen Lager in der Kritik
Kein Platz für Misstöne
Beim Staatsbesuch des israelischen Präsidenten Shimon Peres geht es nicht um Tagespolitik - er ist ein Symbol für die deutsch-israelischen Beziehungen