Israel
„Judenfetisch“ von Deborah Feldman: Das gestörte Verhältnis der Deutschen zum Judentum
Ihre Flucht aus orthodoxen Verhältnissen kennen Millionen. In ihrem neuen Buch „Judenfetisch“ schreibt Deborah Feldman über jüdische Obsessionen in Deutschland und Israel. Ein mutiges und wichtiges Buch
Sven Kühn von Burgsdorff: „Israel hat Völkerrecht schlichtweg ignoriert“
Er war der Repräsentant der Europäischen Union für Palästina. Seit kurzem ist Sven Kühn von Burgsdorff im Ruhestand – und erläutert seine Sicht auf den Nahost-Konflikt und die Gründe für dessen jüngste Gewalteskalationen
Botschafter für Palästina: Zwischen Saudi-Arabien und Israel bleibt es schwierig
Auf eine Normalisierung der Beziehungen mit Saudi-Arabien hatte Israel gehofft – doch jetzt betont ein Schritt Riads die Gegensätze beider Seiten. Es geht um einen palästinensischen Staat
Maxim Billers „Mama Odessa“: Wenn aus dem Leben Literatur wird
Maxim Billers neuer Roman „Mama Odessa“ erzählt von einer russisch-jüdischen Familie, die in den 1970ern nach Hamburg emigriert. So weit, so vertraut – vor allem aber geht es um eine „sehr schöne Rache“
Mehr als nur eine Tragödie: Benjamin Netanjahu zerstört die Identität seines Landes
Mit der Justizreform wird ein seit der Staatsgründung geltendes Versprechen gebrochen, wonach ein vorzugsweise jüdischer auch ein demokratischer Staat sein kann
Westbank: Omar al-Khmour trug einen Brief bei sich, gefaltet und zerfranst
Palästinenser tragen Abschiedsbriefe an ihre Eltern bei sich. Ein Verhalten, das umso verbreiteter ist, je explosiver die Situation. Sie wollen eine letzte Botschaft hinterlassen, sollten sie bei israelischen Angriffen getötet werden
Bundestags-Resolution gegen Boykott-Aufrufe: Wird nun Karlsruhe über den BDS entscheiden?
Drei BDS-Aktivisten verklagen den Bundestag. Klingt verwegen, nun hat aber ein Berliner Richter die Sache ans Bundesverfassungsgericht weitergereicht. Eine Gerichtsreportage zwischen Freiheitskampf, Antisemitismusdebatte und Kompetenzfragen
Cléo Cohen überlebt Synagogen-Attentat in Tunesien: Jüdisch, wie ich bin
Cléo Cohen, französische Regisseurin mit arabisch-jüdischen Wurzeln, erlebte Anfang Mai das Attentat in der La-Ghriba-Synagoge. Ein Essay über dreieinhalb Stunden Angst, als Jüdin zu sterben – und das schmerzhafte Schweigen danach
Westbank: Wasser als Waffe
Knappe Ressource: Israel kontrolliert die Zone C und die dort lebenden Palästinenser*innen vollständig. Dort bekommen sie im Schnitt gut 20 Liter pro Tag. Ein Fünftel dessen, was die WHO als Mindestwert angibt
75 Jahre Israel: Linke, feiert diesen Staat!
Seit 75 Jahren trotzt der jüdische Staat seinen Feinden. Den Linken ist er ein Dorn im Auge. Warum sie damit Israels historischen Stellenwert als Symbol der Hoffnung verkennen – und warum das besonders für sie ein Grund zum Feiern wäre
Frankreich: Die Deformation der Demokratie nimmt überhand
Dass in Frankreich letztlich der Verfassungsrat über die Legitimität der Rentenreform entscheidet ist Zeichen einer deformierten Demokratie. Sabine Kebir sieht die Gewaltenteilung in vielen Staaten erodieren
Jan van Aken: Warum ich als Linker Sanktionen manchmal richtig finde
Es gibt einige Gründe, warum die Linke sich mit Sanktionen schwertut. Aber wer sie ganz verneint, verzichtet auf ein wichtiges politisches Instrument
Israels Staatskrise: Rechtskoalition kann nicht gegen einen Teil der Gesellschaft regieren
Reservisten wollen bei Inkrafttreten der Justizreform den Dienst verweigern, was Konsequenzen für die Sicherheit Israels hätte. Weil die nie in Gefahr sein sollte, hat die Rechtsaußen-Koalition dem Land eine veritable Staatskrise beschert
Westbank: Die Annexion scheint nur noch eine Frage der Zeit
Siedler fühlen sich im Westjordanland von der Regierung Benjamin Netanjahus zur Selbstjustiz ermutigt. Die Palästinenser haben weltweit keine Lobby, sind ohne jegliche Rechte – und praktisch vogelfrei
Krieg in der Ukraine: Wie die Welt ihn sieht
China, Indien, Indonesien, Brasilien, Kolumbien und auch andere Länder lassen sich auch ein Jahr nach Kriegsausbruch von keiner Konfliktpartei vereinnahmen. Ein Blick über Europas Grenzen hinaus zeigt andere Perspektiven auf Russlands Krieg
Benjamin Netanjahus legislativer Putsch gegen die Gewaltenteilung kommt voran
In den ersten hundert Tagen seiner Regierung will das Kabinett Netanjahus für unumkehrbare Tatsachen sorgen – beim Umgang mit dem Obersten Gericht wie der Annexion von Siedlungen
Rekultivierung: Zuchtfarmen in Ruanda retten bedrohte Fischbestände
Kleine Unternehmen im Akagera-Nationalpark sorgen für den Erhalt der natürlichen Umwelt und fördern so die Entwicklung der lokalen Gemeinden
„Israel geht zum Angriff über“, sagt der ultrarechte Minister Ben-Gvir
Palästinenser im Westjordanland werden für vogelfrei erklärt, wenn die Regierung Netanjahu Siedler bewaffnen will, was sie teilweise schon sind. Es hätte sonst keine derartige Zunahme von Gewalt in den besetzten Gebieten gegeben
Israel: Was ultrarechtes Kabinett veranstaltet, grenzt an Putsch gegen Judikative
Das Oberste Gericht hat Innenminister Arie Deri wegen seiner kriminellen Vergangenheit als nicht regierungswürdig eingestuft. Den Konflikt um die Gewaltenteilung heizt das weiter an
Israels Finanzminister Bezalel Smotrich: Kämpfen und siedeln
Im Rechtsaußen-Kabinett von Benjamin Netanjahu hat die Siedlerbewegung ihre ultrarechten und nationalreligiösen Lobbyisten platziert: Bezalel Smotrich will als israelischer Finanzminister die Landnahme in der Westbank vorantreiben
Itamar Ben-Gvir auf dem Tempelberg: Das war eine Kriegserklärung an die Palästinenser
Der Jerusalem-Besuch des neuen Nationalen Sicherheitsministers verschafft der Regierung von Benjamin Netanjahu den erwarteten Einstieg in ihre Amtszeit. Diese maximale Provokation bestätigt sämtliche Befürchtungen
Türkei, Israel, Russland: Luftangriffe markieren neue Ära im Syrien-Krieg
Vor allem die Kurden stehen im Fokus von Bombardements, wie es sie in Syrien seit drei Jahren nicht gegeben hat. Die Türkei, Israel und Russland haben eigene Interessen in der Region – das wird oft vergessen
Gipfeltreffen in Algier: Versöhnung nicht ausgeschlossen
Der Gipfel in Algier ist so flexibel, dass er Mitgliedsstaaten gewähren lässt, die Israel anerkannt haben
Sieg der Siedler: Netanjahus Kabinett wird Palästina zu einem Schattendasein verdammen
Benjamin Netanjahus Kabinett droht so rechts zu werden wie keines zuvor in der Geschichte des Landes: Der Preis, den Israel für eine Regierung mit ultrarechten und ultrareligiösen Parteien zahlt, werden unruhige bis kriegerische Zeiten sein