Zeit des Nationalsozialismus

Briefmarke mit Porträt von Ricarda Huch, 1864–1947.

Die Widersprüche

Manche Schriftsteller gingen während des Nationalsozialismus ins Exil. Viele blieben. Anatol Regnier folgt einfühlsam ihren Schicksalen

1938: Im Vorhof der Hölle

Mit der „Polenaktion“ weist das Deutsche Reich 17.000 Juden aus und deportiert sie auf äußerst brutale Weise. Auch der junge Marcel Reich muss Berlin verlassen

Ein Koffer mit Reiseaufklebern, darunter das Brandenburger Tor und ein Flugzeug im EU-Kreis.

Die besten Fluchthelfer

Was sollen wir lesen in diesem seltsamen Sommer 2020? Zehn europäische Romane, die uns mit auf eine literarische Rundreise nehmen

Frau hält gelben Ballon mit Auge, Menschenmenge im Hintergrund.

Das Verschweigen brechen

Noch immer muss das Gedenken an die vom NS-Regime ermordeten Sinti und Roma erkämpft werden

Produktive Störung

Im Film „Germans & Jews“ sprechen die Nachkommen von Opfern und Tätern. Einfache Antworten gibt es nicht

Wir Opfer

Der Rechtsruck wurzelt in politischer Machtlosigkeit und Enttäuschung, sagt der Psychotherapeut und Philosoph Andrzej Leder

1950: Schmutzwasser

Der Jurist Hans Globke, Mitverfasser und Kommentator der Nürnberger Rassengesetze von 1935, tritt seinen Dienst in Konrad Adenauers Kanzleramt an

Graue Skulptur einer Hand, die mit dem Zeigefinger nach rechts weist, vor orangefarbenem Hintergrund.

War doch nicht so schlimm

Im Streit über den Postkolonialisten Achille Mbembe zeigt Deutschland, wie provinziell seine Erinnerungskultur ist

NS-Diktatur 1945: Der letzte Akt

Das NS-Regime ist am Ende. Noch im Untergang zeigt es seine Grausamkeit bei der Evakuierung von Konzentrationslagern und Massakern in Gefängnissen

Falsche Mythen

Richard von Weizsäcker spielte die Täterschaft seiner Familie herunter – und wurde so zum Vorbild deutscher Selbstentlastung

Soldaten lesen eine Tafel am befreiten Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Viel Schuld, kaum Sühne

Vor 75 Jahren werden die Konzentrationslager von den Alliierten befreit. Schon bald wird klar, wie sehr deutsche Konzerne in dort begangene Verbrechen verstrickt sind

Lutz Herden

Ein Praktiker des Dialogs

Mein Vater war nach 1990 Anwalt vieler bekannter DDR-Bürger. Sein Wunsch war: Man hätte ihnen besser zugehört

Die Schuld der Preisgabe bleibt unvergessen

Nicht nur in der Bundesliga an diesem Wochenende gedenkt die Fan-Initiative „!Nie wieder“ der im Nationalsozialismus Verfolgten, dieses Jahr besonders der Sinti und Roma

1949: Kirchenskandal

Heinrich Grüber, EKD-Beauftragter in der DDR, besucht das sowjetische Internierungslager Sachsenhausen. Er weigert sich, es mit den KZs aus der NS-Zeit gleichzusetzen

So etwas sah man noch nie

Die letzten Zeitzeugen des Holocaust sterben. Mit einer waghalsigen Ausstellung setzt das Münchner NS-Dokumentationszentrum ein Zeichen für eine neue Erinnerungskultur

Ein Braten mit Schnur und kleiner Deutschlandfahne auf gelbem Hintergrund.

„Die Fahne hoch!“

Der extremistische „Flügel“ der AfD tagt auf Rügen, es wird viel Blasmusik gespielt. Als Nazi fühlt sich keiner

Illustration eines Gesellschaftsspiels: Autos fahren auf einer Autobahn, im Hintergrund Landschaft mit Städten.

Vollstrecker der Moderne

Erhard Schütz hat untersucht, wie deutsche Topoi und Mythen in der NS-Gebrauchsliteratur ihren Niederschlag fanden

Zwei Gesichter werden von einem Hufeisen überlagert.

Hufeisen im Hirn

Linke und Nazis sind quasi dasselbe, und man selbst hat nichts mit denen zu tun – über eine Lebenslüge der Union

1939: Ausnahmedeutscher

Im Münchner Bürgerbräukeller entgeht Hitler nur knapp einem Attentat. Der Täter Georg Elser handelt aus Überzeugung allein, was für die Gestapo undenkbar erscheint

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