Artikeln
Tausche Soldaten gegen Schulden
Nikaragua, El Salvador, Honduras und die Dominikanische Republik schickten Truppen in den Irak, um Geld zu sparen
Guter Rat ist teuer
Ein Beruf mit langer Tradition gerät in Verruf - aber auch das hat eine lange Geschichte
Wir haben durchgerechnete Vorschläge
Der wirtschaftspolitische Rahmen muss sich ändern
Fronten so klar wie starr
Eine Entspannung zwischen der EU und Havanna ist nicht in Sicht
Alles eine Frage der Wahrnehmung
Der Schriftsteller Christoph Geiser über die Ohnmacht des Schriftstellers und die andere Macht der Kunst
Nur ein kleiner Nosejob
Der Kulturhistoriker Sander Gilman über ästhetische Chirurgie und Rassismus
Genehmigungsfreier Osten
Der Berliner Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS) zu Experimenten, Leuchttürmen und besonderen Zonen
Talentschuppen Universität
Gesine Schwan über Humboldtsche Bildung, Marxsche Ökonomie und die Frage, warum man mit einem "Ruck" im Bildungsbereich nichts auslösen kann
Tretmine
Der Anti-Islamismus hält sich sehr genau an die Muster des Antisemitismus
Die Armee des verborgenen Imam
Im Gespräch: Der irakische Schriftsteller Hamid Jassim al-Khaqani über den Weg des Schiitenführers Muqtada al-Sadr vom Freund zum Feind der US-Besatzungsmacht
Die Fischer von Galapagos
Wie Ökonomie und Ökologie in einem Weltbiosphärenreservat kollidieren
Andreas Jungwirth
'Er ist klein, unscheinbar und akkurat. Wieder und wieder zählt er die Stäbe seines Käfigs. Die Multiplikation der Anzahl der einen Seite mit der ...
Nur "ein Stück Identität"?
Einwände gegen Mohssen Massarrats kulturrelativistische Argumente im "Freitag" vom 20. Februar 2004
Nicht nur ein bisschen dreckig
Eine soziologische Studie untersucht die Arbeitsbedingungen von Putzfrauen in öffentlichen Gebäuden
Annett Gröschner
Das Jahr 1685 gilt als das Geburtsjahr der Hyazinthenzucht in Berlin. Es war die Zeit, als die Hugenotten in großer Zahl in die Mark emigrierten, im Gepäck auch die eine oder andere Blumenzwiebel. Es war schwer, einen geeigneten Boden für den Anbau der vorher in Berlin ganz unbekannten Blume zu finden. Man entschied sich schließlich, es auf der Sandscholle der Flur des Vorwerks Boxhagen zu versuchen. Das war schon ein paar Jährchen später unter Friedrich dem Großen, der die Kosten zum Bau der Kolonistenhäuser und zur Düngung des Bodens übernahm. Den Kolonisten ging es nicht gut, sie galten als Ausländer und wurden dementsprechend behandelt, viele fristeten trotz schwerer Arbeit nur notdürftig ihr Leben. Von diesem Kapitel Friedrichshainer Geschichte ist noch der Name Gärtnerstraße übriggeblieben, die neben Grünberger, Krossener und Gabriel-Max-Straße den Boxhagener Platz umfasst. Er, der 1862 als Platz D, Abt. XIV, in den Hobrechtschen Bebauungsplan für Berlin gezeichnet wurde, ist für diese Gegend herrschaftlich groß geraten, anders als beispielsweise im Prenzlauer Berg, wo die Grundstücksgesellschaften die Plätze kleinfeilschten, um mehr Platz für den Bau verwertbarer Häuser zu haben. Selbst im Winter reichen am Spätnachmittag die Sonnenstrahlen noch bis auf die Rasenfläche. Die Punks, von denen die meisten schon die 40 überschritten haben, balgen mit ihren Hunden, und auf dem im Gegensatz zu früher etwas aufgehübschten Spielplatz klönen die Mütter. Der Platz hat dem Quartiersmanagement seinen Namen gegeben, das hier dafür sorgen soll, dass die Gegend sozial nicht umkippt und ins Visier des Innensenators gerät. Reich war man hier weder zu Friedrichs, noch zu den Zeiten, als der Stadtbezirk Friedrichshain Horst Wessel hieß. Und auch nach 1945 kam man gerade so über die Runden und die Einschüsse des Spartakusaufstandes waren noch Jahrzehnte zu sehen.
Liebe, Tod und Teufel
Der Regisseur Fatih Akin über Vorbilder, türkisches Kino und die Aufteilung der Welt in Orient und Okzident
Mit der Demokratie weniger hausieren gehen
Hans-Joachim Gießmann, Vizedirektor des Hamburger Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, über Gründe für die Verwundbarkeit des Westens und Chancen für eine Koexistenz der Kulturen
Die Leere links von der Mitte
PDS-Vorstandsmitglied Wolfgang Gehrke sieht in den Plänen für eine neue Partei auch eine Kritik an der eigenen
Es hat nichts mit den Genen zu tun
Viele Araber würden gern am teuren Gut "Demokratie" teilhaben - und das nicht erst seit Saddam, Mubarak oder Gaddafi
Leserbriefe zum Thema
Zustimmung Sabine Kebir, "Vom Zwang familiärer Autorität befreien", Freitag, 5.3.2004 ...