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„Jede Epoche hat ihre eigene Pandemie“
Der Historiker Karl Heinz Roth analysiert, wie die Pandemie den digitalen Kapitalismus einläutet – und die Krise der Linken vertieft. Ein Gespräch darüber, wie Viren Gesellschaft formen
Liebling Kreuzberg
„Ich sammle mein Leben zusammen“: Manfred Krugs Tagebücher sind etwas eitel, aber nie gefühlig
Suppe
Aus einem Arme-Leute-Essen wurden feinste Bouillons. Eine kurdische Pansensuppe ist besser als Hipsterbrühe und „Struwwelpeter“ out. Darf man vor Wettkämpfen keine Asia-Nudeln schlürfen? Unser Lexikon
Gelebte Utopie
Die Kibbuz-Idee war progressiv. James Horrox beschreibt, was aus ihr wurde
Freiheit oder Forschungsgeld
Peter-André Alt analysiert das deutsche Uni-System. Er bemängelt das 68er-Erbe und Bologna
Zwischen findigen Spitzen und Spitzfindigem
Prof. Erhard Schütz bettet sein Haupt auf Igel und sieht nicht nur Umschläge von Wissenschaftspublikationen mit anderen Augen
Angefixt
Tove Ditlevsens Roman „Gesichter“ ist ein Vorgeschmack auf ihr grandioses autofiktionales Werk
„Ende in Sicht“ von Ronja von Rönne: Roadtrip statt Suizid
Ronja von Rönnes „Ende in Sicht“ überzeugt auch ohne Hinweis auf die Depressionen der Autorin
Kritisch sein
In einem neuen Band attackiert Ingo Schulze den Status quo
EB | Ein Musterbeispiel strategischer Abhängigkeit
Die Situation um Nord Stream 2 im aktuellen Ukraine-Konflikt mit Russland sollte Deutschland lehren, dass eine autonomere Energieversorgung außenpolitischen Handlungsspielraum einbringt
Opfer des Antirassismus
Der neue Aktivismus wie Black Lives Matter schadet mehr, als er nützt, sagt der schwarze Linguist John McWhorter
Ein neuer Player
„Sozialdemokratie global“ analysiert, was Willy Brandt als Präsident der Sozialistischen Internationale zwischen 1976 und 1992 bewirkte
Menschenrechte weißer Männer?
Nichts scheint modischer, als das Denken der Aufklärung als kolonialistisch zu „entlarven“. Dabei sind Selbstkritik und Solidarität seine Stärken
„Wenn Sie wollen, bin ich ein Spezialist"
Walter Boehlich hat sich eingemischt, kommentiert, kritisiert und blieb doch immer ganz sachlich – seine Briefe zeigen einen vorbildlichen Intellektuellen
Die Materie seufzt
In Esther Kinskys „Rombo“ verbinden sich Naturkunden und Erinnerung zu einem bewegenden Roman. Wer ihr preisgekröntes Werk nicht kennt, kann davon durchaus irritiert sein
Links war out
Daniel Schulz und Hendrik Bolz schreiben über ihre Jugend in den rauen Nachwendejahren im Osten. Die zwei außergewöhnlichen Erzählungen gehen der Frage nach: Woher kam und kommt die Wut?
Roman „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ von Maxim Leo: Nur Scherereien mit den Ossis
„Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ – Maxim Leos rasante Posse über einen unfreiwilligen Hochstapler und Helden
EB | Kemmerich vs. Die Falken
Wie der Vorsitzende der FDP-Gruppe im Thüringer Landtag versucht, die Arbeit eines unbequemen linken Jugendverbandes zu inkriminieren
„Männlich, sehr weiß“
Zwei Philosophinnen wollen die rassistischen Denkweisen ihrer Zunft kritisch aufarbeiten
Neustart verfehlt
Tim Weiners analysiert den politischen Krieg zwischen den USA und Russland seit 1945 – „Macht und Wahn" ist brandaktuell
Mit ernster Fantasie
Franz Fühmann, der große Unbekannte der DDR-Literatur, wäre dieser Tage hundert geworden. Veraltet ist sein Werk noch lange nicht
Unterm Hammer
Manchmal erzielt eine Versteigerung ungeahnte Preise, bald werden Franz Marcs „Füchse“ bei Christie’s gejagt. „Bravos“ waren mal mehr wert, und in amerikanischen Garagen lagert Seltenes. Aber wer gab Kurt Cobains Gitarre weg?
Tiger
Wir leben laut chinesischem Horoskop 2022 im Jahr des Tigers. Die Wildkatze ist weiter bedroht, nun aber auch Symbol der Generation Z. Früher Sinnbild für Energie und Potenz dienen Tiger heute auch als Metapher für Corona
Diplomatie
Warum der Westen an diplomatischen Urtugenden festhalten sollte, eine Schalmei ein Affront sein kann, Ping-Pong entspannt und Christian Schwochows neuer Politthriller sehr sehenswert ist. Unser Lexikon
Erinnern und Vergessen
Seit über 100 Jahren hat die Ukraine eine wichtige Funktion im bellizistischen, antirussischen Diskurs. "Lehren aus der Geschichte" sollen gezogen werden. Dabei kann es nur eine Lehre geben. Hört mit dem Irrsinn des Krieges auf.