Graphic Novel „Games“ erzählt Fluchtgeschichten aus Afghanistan: Kein Kinderspiel
Der Illustrator Patrick Oberholzer erzählt in „Games“ fünf Fluchtgeschichten aus Afghanistan nach Deutschland. Es geht um Leben und Tod – und um einen Konflikt, der Zehntausende Leben gekostet hat
Ottessa Moshfegh über ihren Debütroman „Eileen“: So ein schöner Mittelfinger
„Eileen“, Heldin aus Ottessa Moshfeghs Debütroman, löste bei Kritikern heftige Reaktionen aus. Nun kommt die Verfilmung ins Kino und die Autorin erinnert sich: Seit jeher werden komplexe Frauenfiguren von der Gesellschaft tabuisiert
Roman „Die sieben Monde des Maali Almeida“: Roulette mit Untoten
In Shehan Karunatilakas politischem Geisterroman berichtet ein Kriegsfotograf und Zocker eindrucksvoll vom Bürgerkrieg in seiner Heimat. Der Autor Shehan Karunatilaka wurde für seinen Roman mit dem Booker Prize ausgezeichnet
Justizdrama „Prima Facie“ über eine Vergewaltigung: Dann entgleiste die Nacht
Suzie Millers „Prima Facie“ ist international erfolgreich und nun auch in Deutschland zu sehen. Über den Erfolg des Justizdramas, in dem eine auf Sexualstrafrecht spezialisierte Anwältin nach einer Vergewaltigung selbst zur Klägerin wird
Essay von Daniel Schreiber: Trost in Zeiten der Dauerkrisen
Alkohol, Einsamkeit, Verlust: Daniel Schreiber ergründet mit seinen Texten die Dunkelheit. Und schreibt über das, was die Gesellschaft verdrängt. „Die Zeit der Verluste“ ist eine Pilgerfahrt durch Venedig
Anton Janizewski: Der Galerist der Gen Z
Anton Janizewski ist gerade mal 30 Jahre alt und betreibt schon eine Galerie in Berlin-Charlottenburg – mit zunehmendem Erfolg. Über einen der interessantesten Galeristen Berlins
Sachbücher: Von Zungen, Moral und den vergessenen Künstlern auf der Isle of Man
Einmal im Monat schreibt Prof. Erhard Schütz über die Sachbücher des Monats. Dieses Mal staunt er über Primaten, ein Quasselorgan und eine neue Erich-Kästner-Biografie
Literatur ist wetterwendisch: Zum 80. Geburtstag von Michael Krüger
Michael Krüger machte den Hanser Verlag groß, begleitete Orhan Pamuk nach Stockholm und wird nun 80 Jahre alt. Sich und seinen Fans schenkt er dazu das Buch „Verabredung mit Dichtern“
Zum Geburtstag der Sopranistin Maria Callas: Extrem streng, extrem empfindsam
Legendäre Stimme: Mehr als einhundert CDs kommen zu Maria Callas’ 100. Geburtstag heraus. Über die unerreichte Faszination und Tragik der Sängerin
Glatteis von A bis Z: Abhörskandal, Gurkenwasser, Nietzsche
Es gerät gerade so manches ins Rutschen, buchstäblich und als Metapher. Selbst wenn Nietzsche fröhlich auf glattem Eis tanzte – Hinfallen kann tödlich sein. In Bayern fand man jetzt für’s Streuen eine grüne Alternative
Ernst Piper aus PEN Berlin ausgetreten: „Positionen zu Israel für mich nicht vertretbar“
Der Historiker Ernst Piper ist nicht mehr Mitglied des PEN Berlin. Auf Facebook kritisierte er die Co-Vorsitzende Eva Menasse und die Philosophin Susan Neiman. Hier erläutert er die Gründe für seinen Austritt
Abgebaute Büste in Aachen: Karajan darf nicht in den Keller
Das Theater Aachen hat eine Büste Herbert von Karajans aus dem Foyer entfernt. Axel Brüggemann hält das für keine kluge Idee
„How to Have Sex“-Regisseurin Walker: „Ich war immer wieder sprachlos“
Molly Manning Walker erzählt in ihrem Film „How to Have Sex“ von drei britischen Mädchen, die im Griechenlandurlaub Spaß haben wollen. Ein Gespräch über das Frausein, sexualisierte Gewalt und das Drehen politischer Filme
Barenboim-Said-Akademie und der Nahostkonflikt: Musik ist auch keine Lösung
Alumni der Barenboim-Said-Akademie in Berlin-Mitte relativieren den Terror der Hamas. Aber könnten – und sollten – kulturelle Orte nicht der Verständigung dienen?
„BlackBerry“ im Kino: Das Gerät nach dem Modem
Das Smartphone vor dem iPhone: Matt Johnsons Film „BlackBerry“ erzählt vom Aufstieg und Fall eines Unternehmens der frühen Digitalisierung
Nahostkonflikt im Kunstbetrieb: It’s complicated
Ob Studierende, die an Universitäten gegen Israels Unterstützung protestieren oder ausgeladene Künstler – Der Kunstbetrieb ringt um seine Meinung zum Nahostkonflikt. Dabei gehen Komplexität und eine Möglichkeit zum Dialog verloren
Klima-Fantasy: Tolkiens „Herr der Ringe“ und die Rettung des Planeten
Tolkiens Feindseligkeit gegenüber der maßlosen Industrialisierung sollte den auf der Weltklimakonferenz vertretenen Nationen entgegenkommen. Wer gewinnt? Die Orks oder die Umwelt?
Privatschulen, Kryptowährungen, Steueroasen: Eine sanfte Sezession
„Kapitalismus ohne Demokratie“ oder Abkehr vom Gemeinwesen – was dann blüht, hat der Historiker Quinn Slobodian untersucht
Porträts aus der Weimarer Zeit: Das Wesen der Epoche in einem Gesicht
Das Kunstmuseum Stuttgart zeigt die Typenbilder der Neuen Sachlichkeit, darunter Porträts von Otto Dix und Christian Schad. Die Faszination weicht schnell Erschrecken darüber, was aus dem neuen Menschenbild wurde, das die Kunst vorschlug
Manege neu: Faszination zeitgenössischer Zirkus
Fester Spielort statt Wanderkompanie, Erzählung statt Nummernrevue: Langsam, aber sicher etabliert sich der zeitgenössische Zirkus als eigene Sparte
Debütroman von Valery Tscheplanowa: Träume unter dem Staub der Zeit
Valery Tscheplanowa sucht nach ihren russischen Wurzeln und erzählt in „Das Pferd im Brunnen“ von Frauen, die die Ärmel hochkrempeln. Eine starke Erzählung, die Banales leuchten lässt und damit Lust macht auf mehr Bücher von der Autorin
Pogues-Frontman Shane MacGowan: Mürrischer Mythos
Shane MacGowan behauptete nie, ein Poet der Arbeiterklasse zu sein. In die Unterschicht der Ausgestoßenen, über die er schrieb, konnte man aus jeder Klasse rutschen
„Alles, nur kein Interview!“: Meinungen und Proteste von Arthur Schnitzler
Von wegen „überholte Gattung“: Der Dramatiker Arthur Schnitzler redete gern mit der Presse – die Lektüre der Sammlung seiner Interviews ist sehr lehrreich und lustig
Was kann ein Schriftsteller gegen Antisemitismus tun? An das Vergessen erinnern
In Zukunft wird es noch mehr unsere Aufgabe sein, gegen Judenhass und Propaganda anzuschreiben, sagt der Autor Karsten Krampitz. Denn die „Gedächtnislücken“ werden immer größer