Zwischen findigen Spitzen und Spitzfindigem
Prof. Erhard Schütz bettet sein Haupt auf Igel und sieht nicht nur Umschläge von Wissenschaftspublikationen mit anderen Augen
Angefixt
Tove Ditlevsens Roman „Gesichter“ ist ein Vorgeschmack auf ihr grandioses autofiktionales Werk
Gruppenkuscheln in Leipzig
Das offizielle Event fällt zum dritten Mal aus. Nun organisieren verschiedene Verlage ein alternatives Popup-Lesefest. Warum es sich lohnt, für die Buchstadt im Osten zu kämpfen
„Ende in Sicht“ von Ronja von Rönne: Roadtrip statt Suizid
Ronja von Rönnes „Ende in Sicht“ überzeugt auch ohne Hinweis auf die Depressionen der Autorin
Die Absage ist ein Verrat am Leser
Zum dritten Mal in Folge fällt die Messe aus. Sechs Stimmen aus der Literaturbranche erzählen, warum das ein großer Verlust ist
Kritisch sein
In einem neuen Band attackiert Ingo Schulze den Status quo
Online-Dating: Bitte Infos zu Charakter, Lieblingsfilm, sexueller Orientierung
Charakter war gestern, heute zählt der richtige Hashtag oder Hinweise zum Lebensstil. Auf Dating-Apps fühlt sich das kuratierte Ich noch unter seinesgleichen
Unverschämt smart
Kaum Fans, kaum Glamour, die Berlinale war ein freudloses Fest – interessante Filme liefen trotzdem
„Ich will keine Karikaturen schaffen“
In „Rimini“ wirft der Regisseur wieder einen besonderen Blick aufs Hässliche, Abstruse, aber allzu Menschliche. Gespräch mit einem, der wieder einmal das Publikum spaltet
„Wut motiviert mich“
Im Konflikt um die städtische Förderung der privaten „Kunsthalle Berlin“ ist eine besonders laut: Die Künstlerin Zoë Claire Miller. Nicht zum ersten Mal beißt sie die Hände, die sie füttern könnten. Wieso eigentlich?
„Die Tür ist offen“
Die Balance zwischen Kunst und Kommerz bietet viele Möglichkeiten, findet der Musiker und Komponist Sven Helbig. Selbst bei Scooter entdeckt er ein bisschen Schumann
Opfer des Antirassismus
Der neue Aktivismus wie Black Lives Matter schadet mehr, als er nützt, sagt der schwarze Linguist John McWhorter
Ein neuer Player
„Sozialdemokratie global“ analysiert, was Willy Brandt als Präsident der Sozialistischen Internationale zwischen 1976 und 1992 bewirkte
„Wenn Sie wollen, bin ich ein Spezialist"
Walter Boehlich hat sich eingemischt, kommentiert, kritisiert und blieb doch immer ganz sachlich – seine Briefe zeigen einen vorbildlichen Intellektuellen
Die Materie seufzt
In Esther Kinskys „Rombo“ verbinden sich Naturkunden und Erinnerung zu einem bewegenden Roman. Wer ihr preisgekröntes Werk nicht kennt, kann davon durchaus irritiert sein
Die talentierte Miss Delvey
„Inventing Anna“ stellt zum faszinierenden Fall einer Hochstaplerin viele Fragen – mehr, als die Serie beantworten kann
Kreatur wie wir
Andrea Arnold begleitet in ihrem Film „Cow“ die Kuh Luma durch die letzten Lebensjahre
Ein Virus kennt keinen Spaß
Warum Jan Böhmermann ein guter Witz gelungen ist – über die Grenzen unserer Lachkultur in Zeiten der Pandemie
Auf der Seite der Opfer
Im Film „Was geschah mit Bus 670?“ sucht eine Mutter ihren Sohn, der auf dem Weg von Mexiko in die USA verschollen ist
Bücher sind mehr als nur Handelsware
Mit der erneuten Absage verlieren nicht nur die Autoren und Verlage. Vor allem das bodenständige, literatursensible Publikum der Stadt hat das Nachsehen. Bedeutet den großen Verlagen der Kontakt zu den Lesern nichts?
In der Fantasie zweier Mörder
Die True Crime-Miniserie „Landscapers“ weckt bei unserer Kolumnistin gegen ihren Willen Sympathie – für die Täter
Ein Turmstumpf für Monika Grütters
Das Wiederaufbau-Projekt ist ein Filetstück nostalgischer Stadtflächenversiegelung in Potsdam – und kostet rund 100 Millionen Euro. Wer die zahlen soll, wurde nie richtig geklärt
Links war out
Daniel Schulz und Hendrik Bolz schreiben über ihre Jugend in den rauen Nachwendejahren im Osten. Die zwei außergewöhnlichen Erzählungen gehen der Frage nach: Woher kam und kommt die Wut?
1883 ist nicht 1956
Eine Ausstellung in Berlin zeigt Karl Marx‘ Lebensumstände – und räumt mit Verklärungen und Vorurteilen auf