Hyper-Pop und Kritische Theorie

Zwölf Vorstellungen ausverkauft, vor der Premiere. Wie „Porno mit Adorno“ dem Publikum in Zürich ein ultradichtes, sinnentleerendes Spektakel präsentiert – und damit passend unsere kaputte Welt imitiert

Serge, Nana und Jean

Yasmina Reza schickt in ihrem neuen Roman drei jüdische Geschwister auf eine Gedenkreise nach Auschwitz

Die Schreibtischtäter

Der ZDF-Film „Die Wannseekonferenz“ hält sich strikt an das damalige Protokoll. Doch es bleiben Lücken

Zivil und pervers

Posthum erscheint David Graebers „Neue Geschichte der Menschheit“. Es ist ein kühnes, geradezu größenwahnsinniges Buch

Der Kontrastmittler

Matthias Brandt kehrt nach 20 Jahren zurück auf die Bühne. „Sachte, sachte“, will man ihm fast zurufen, so hart packt er Max Frischs „Mein Name sei Gantenbein“ dort an

Leander F. Badura

Herr Faust muss weg

Goethe, Schiller und Shakespeare sind ständig unter den meistinszenierten Stücken, gern modernisiert mit Geschlechtertausch. Aber was erzählen wir uns da eigentlich?

Barfuß im Wald

Die Serie „Yellowjackets“ ist sehr viel mehr als ein „Herr der Fliegen“ mit Frauen

Ein Blick auf den Urin reicht

Agnieszka Holland erzählt in „Charlatan“ die ambivalente Karriere des tschechischen Naturheilers Jan Mikolášek

Aufgabe verfehlt

Journalist*innen werben mit ihren eigenen Gesichtern für das Impfen – warum das nicht zu ihrer Rolle als Vierte Gewalt passt

Kein Haus für alle

Fünf Jahre nach der Eröffnung ist vom geplanten Weltruhm wenig zu sehen, Vorstellungen begeistern vor allem das solvente Bürgertum aus der Umgebung. Und trotzdem ist das Konzerthaus für Überraschungen gut

Ist das der wahre Sex des Alters?

Unsere Kolumnistin besucht eine Ausstellung des Fotografen Harald Hauswald und wird nostalgisch, denn schon der Titel „Voll das Leben!“ verspricht mehr als das ganze Jahr 2022

Teenies gegen Omas

Jede Generation hat ihre Geschmäcker, aber nicht alle sind gleich viel wert. Ganz unten in dieser Hierarchie sind ausgerechnet die, die das Kulturleben tragen: Frauen über 40

Hörsaal, frisch gebohnert

An den Universitäten lassen sich die Veränderungen unserer Gesellschaften wie in einem Brennglas beobachten

John Heartfield: Jenseits von Dada und diesseits von Agitprop

Ist es möglich, zugleich Künstler und politischer Aktivist zu sein? Die Antwort muss immer wieder John Heartfield geben. Sein Name wurde zur Metapher für das spannungsreiche Verhältnis zwischen engagierter Kunst und der politischen Linken

Sportunterricht

Günther Jauch fordert sie täglich, Aristoteles wollte dafür sogar Hallen auf der Agora bauen. Aber haben „Leibesübungen“ nicht etwas Soldatisches? „Turnvater“ Jahn ließ einst seine Schüler mit Dolch an der Hüfte trainieren. Unser Lexikon

Wette gegen das Elend

Eigentlich hatte Robert Guédiguian eine Komödie drehen wollen. Doch das passt nicht in die Zeit. Mit „Gloria Mundi“ legt er ein Kabinettstück des Alterszorns vor

Über die Freiheit natürlich

Mit Anfang 40 gerät nicht nur die politische Karriere von Franz Xaver Misslinger ins Schlingern. Jakob Augstein erzählt in seinem literarischen Debüt „Strömung“ von einem Mann, dem die Welt abhandenkommt

Der Anti-Utopist

Rassismus, Misogynie, Zionismus, Islamfeindlichkeit: Michel Houellebecq ist umstritten – nicht ohne Grund. Doch wer seinen Vorhersagen Wahrheitswert zuspricht, verkennt den echten Kern

Keiner vermisst den falschen Glamour

Vetternwirtschaft, Bestechlichkeit und mangelnde Diversität: Nach Jahren voller Skandale sollen die Golden Globes neu gedacht werden. Aber ist die Filmbranche bereit, sich das in der Krise zu leisten?

Dystopische Wucht

Starautorin Hanya Yanagihara legt ein neues Werk vor. Der Titel verspricht „Zum Paradies“ zu führen

Was bringe ich euch da bei?

Autorität, Wissen und Erfahrung standen bisher auf Seiten der Älteren. Ändert sich das? Ein Essay über Halbwertzeiten, Irritationen beim Gendern und den heiligen Augustinus, der kein Griechisch konnte

Aus der 20er-Wundertüte

Fakt und Fiktion werden oft gemischt. Doch in „Eldorado KaDeWe" wimmelt es von historischen Ungenauigkeiten. Kurzum: unserer Autorin fehlt die zeittypische Beschissenheit

Mit Puppe am Strand

Die Schauspielerin Maggie Gyllenhaal zeigt mit der Adaption von Elena Ferrantes „Frau im Dunkeln“ ihr Regietalent

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