Lauter böse Priester
Mord, Vergewaltigung, Inzest, Erpressung – in der Literatur kennen Geistliche keine Grenzen. Der irische Romanautor Paul Murray hat die zehn finstersten ausgesucht
Soll man Goodluck viel Glück wünschen?
Nigerias gewählter Staatspräsident ist krank. Interimspräsident Jonathan ist es binnen kurzem gelungen, das entstandene Machtvakuum auszufüllen. Zum Vorteil seines Landes?
Die Kurden als Königsmacher
Die Regierungsbildung im Irak wird darüber entscheiden, ob das Land föderativer und zugleich islamischer wird, falls die Sadristen mehr politischen Einfluss gewinnen
Der arschcoole Entscharfmacher
Mikael Krogerus entdeckt, dass es den Oscar-Abräumer "The Hurt Locker" schon auf DVD gibt. Und er bekommt beim Anschauen ein wenig Lust, auch mal in den Krieg zu ziehen
Die Stolze
Nana Mouskouri erhebt ihre Stimme nicht nur für Schlager-Fans. Die Sängerin engagiert sich seit langem auch politisch. Sie "schmerzt, wie über Griechenland geredet wird"
Augen auf
Gegen überholte Begriffe wie Multikulturalismus oder Integration führt Mark Terkessidis die „Interkultur“ ins Feld: Wir müssen lernen, die neue Vielheit zu gestalten
Stuckrad-Barre angucken
In Berlin stellt Popliterat Benjamin von Stuckrad-Barre sein neues Buch vor. Dabei wechselt er von der Rolle des Beobachters in jene des Beobachteten. Oder doch nicht?
Runde Tische und andere Hilflosigkeiten
Bis Ostern will sich Schwarz-Gelb auf Maßnahmen gegen sexuelle Gewalt an Kindern einigen. Doch der Umgang der Koalition mit dem Thema stößt auf Kritik
Hund bleibt Hund
Das Netz lädt zur manipulierten Selbstdarstellung ein? Ein Mainzer Psychologe hat überprüft, wie User ihre Profile aufpolieren. Tatsächlich sind die meisten: ehrlich
Frauen sind das Kapital
Die Telekom will nun also eine Frauenquote von 30 Prozent einführen. Nach langem Ringen endlich ein feministischer Erfolg? Im Gegenteil: Es ist einer der Wirtschaft
Adieu DDR, adieu Wende
Am 18. März 1990 wählt die DDR sich selbst ab, werden aus Revolutionären der Wende wendige Revolutionäre, ist ein mündiges Volk auf neue Fremdbestimmung erpicht
Angriff ist die beste Verteidigung
Der Verteilungskampf hat begonnen. Die Sozialverbände tönen: Ohne Zivis droht die Katastrophe! Das stimmt zwar nicht, könnte ihnen aber Geld bringen
Freiwillige vor
Verteidiger der Wehrpflicht fürchten um den „Staatsbürger in Uniform“. Dabei wäre gerade eine Freiwilligenarmee eine Chance für ihn
Den Finger am Abzug
Es ist fraglich, ob Frauen in einer Berufsarmee bessere Chancen hätten. Sicher ist: Friedfertiger machen sie die Bundeswehr nicht
Frauen bei der Truppe
Nur 17.000 Frauen dienen bei der Bundeswehr. Andernorts ist man da schon weiter. Selbst eine Wehrpflicht für Frauen ist vielerorts nicht ungewöhnlich
Himmelreich auf Erden
Gegen die friedlose Demokratie hilft nur der Runde Tisch. Eine Rede über Heinrich Heine, Deutschland und die Wende von 1989
Jetzt aber schnell
Bis Ende März suchen Aktivisten Mitzeichner für eine Verfassungsklage gegen das Arbeitnehmerdaten-System Elena. Warum kommen Datenrechtler eigentlich fast immer so spät?
Morgens, halb zehn in Deutschland
Klimaschützer bieten in Berlin gratis Fahrradreparaturen an. Auch Christian Ströbele bringt sein Rad vorbei. Alle anderen würden lieber ihr Leben auf Vordermann bringen
Der Schatten des Verbannten
Regierungsgegner haben symbolisch ihr Blut vor Regierungsgebäuden in Bangkok vergossen, um Premier Abhisit vor einer Eskalation des Machtkampfes zu warnen
Die Zeit ist reif
Damit die Telekom kein einsamer Vorreiter bleibt: Anke Domscheit fordert eine gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote
Starke Beißhemmung
In der Literaturkritik wird viel und gerne gelobt, aber kaum noch verrissen. Das ist nicht gut. Ein Plädoyer für den Verriss
Lockstoff für Erstleser
In Leipzig öffnet die Buchmesse ihre Tore. Für Jugendliche wie immer mit verbilligtem Eintritt. Buchmessendirektor Oliver Zille über Medienkompetenz und Vorlesekultur
37 Arten von Kopfschmerzen
Die Rechten tragen weiß, die Linken sitzen am Lagerfeuer: Der zweite Teil des neuen Teamworx-Sat.1-Politschockers "Die Grenze" scheut den Gang in die Groteske nicht
Verdrängen heißt nicht Vergeben
Der Streit zwischen Ruanda und Frankreich um die Schuld am Völkermord von 1994 ist nicht zuletzt aus ökonomischen Erwägungen auf unbestimmte Zeit vertagt worden