Land im Chaos: Jerome Leroys „Die letzten Tage der Raubtiere“
Gelbwesten, Waldbrände, Corona: Jerome Leroy ist mit seinen Politkrimis auch außerhalb Frankreichs erfolgeich. In „Die letzten Tage der Raubtiere“ herrscht Chaos in einem fiktiven Frankreich. Und dann tritt auch noch die Präsidentin zurück
RAF-Gerichtssaal in Stammheim wird abgerissen: Der Kampf ist vorbei, Holger
Der Rückbau jenes „Mehrzweckgebäudes“ in Stuttgart-Stammheim, wo der Prozess gegen die „Rote Armee Fraktion“ (RAF) stattfand, hat begonnen. Ein letzter Besuch
Exodus: Flüchtlinge aus dem subsaharischen Afrika werden aus Tunesien vertrieben
Rassistisch motivierte Übergriffe auf Migranten nehmen in Tunesien zu. Präsident Kais Sayed befeuert die fremdenfeindliche Stimmung noch. Seine Rhetorik erinnert an die europäischer Rechtsradikaler
Zwischen Dienstleistungsdenken und Aktivismus: Universitäten in der Krise
Credit Points, Module, „Kompetenzorientierung“: Der Bologna-Prozess war ein Desaster für die Bildung. Das Seminar ist nur noch selten ein Ort des Dialogs
Tobias Zielonys Installation „Wolfen“: Siehst du’s nicht?
Fortschritt als Verbrechen: Tobias Zielonys Installation „Wolfen“ ist eine radikal neue Form der Industriedokumentation
Wie Arjouni auf Speed: Kim Koplins „Die Guten und die Toten“
Nihal Khirgarian, Berliner Kommissarin mit aserbaidschanischen Wurzeln, ist ehrgeizig, kompetent und sympathisch. Kim Koplins „Die Guten und die Toten“ ist ein ultraschneller Mix aus Großstadtkrimi und Politthriller
Anklage von Donald Trump: Ihn politisch zu schwächen ist etwas anderes
Der Gerichtsfall Donald Trump ist einzigartig, seine Bewegung schwächt es nicht. Die Rolle als kämpferischer Märtyrer gegen das Establishment stärkt seine Position in den Präsidentschafts-Vorwahlen der Republikaner
Atomausstieg: Ein Schub für die klimaneutrale Energiewende
In Deutschland endet mit dem Ausstieg aus der Atomkraft eine Ära. Ein Akt, durch den der Klimaschutz erst so richtig an Schwung gewonnen hat
Diplomatische Offensive: Moskau plant für Ende Juli einen Afrika-Gipfel
Wladimir Putin nutzt geschickt die sich gegen „den Westen“ richtende Stimmung in Afrika. Moskau kann sich auf dem Kontinent als wertschätzender Freund inszenieren
US-Geheimdienstpapiere veröffentlicht: Die dunklen Ecken der Plattform Discord
Washington ist nervös, weil geheime Dokumente über den Ukraine-Krieg auf der Chatplattform Discord geteilt wurden. Die App hat eine bewegte Geschichte hinter sich – diese ist nur das neueste Kapitel
Satire für ChatGPT zu heikel: Triggerwarnung statt Ironie
Die Vorbehalte der KI gegenüber satirischem Schreiben sind bezeichnend. Sie stehen paradigmatisch für eine Tendenz bei der Bewertung von Gegenwartskunst
Humor- und Witzekunde: Satire muss in der Schule gelehrt werden
Wir müssen wieder lernen, dass Satire wehtun, verärgern, „triggern“ soll. Dass sie grundsätzlich auszuhalten ist und wie man dagegen, wenn nötig, klug und sinnvoll protestieren kann
Burn-Out in der Comedy-Szene: Depressive Witzemacher
Felix Lobrecht, Kurt Krömer oder Torsten Sträter: Mittlerweile sprechen einige Comedians offen über ihre psychischen Erkankungen. Was passiert, wenn der Spaß zum Zwang wird und das Ich daran zerbricht? Eine Spurensuche im Schatten der Bühne
Der Biedermann in Dieter Nuhr
Dieter Nuhr verspottet zwar die „Wokeness“ ebenso wie die Grünen, bleibt dabei aber immer differenziert und konsensorientiert. Satire ist das nicht
Florian Schroeder und Serdar Somuncu, wie armselig muss man sein?
Schroeder und Somuncu verwechseln selbstreferenzielles Labern mit Witzigsein, Mobbing mit Kabarett und Fehlhaltung mit Unterhaltung. Doch das Publikum wird nicht ungehalten – es lacht
Peter Brandt: „Nachzudenken über Auswege aus dem Krieg kann nicht verwerflich sein“
Eine Initiative aus der Mitte der Gesellschaft sei ihr Aufruf „Frieden schaffen! Waffenstillstand und Gemeinsame Sicherheit jetzt!“, schreiben dessen Initiatoren aus SPD und Gewerkschaften – einer von ihnen: der Historiker Peter Brandt
„Mi país imaginario“: Der Protest hat ein weibliches Gesicht
Der Altmeister Patricio Guzmán dokumentiert in „Mi país imaginario“ die Referendumsbewegung in Chile – und die ist erstaunlich weiblich. Ein Film über die große Hoffnung auf Veränderung
Die kleinen Dinge: Dany Boon und Line Renaud in „Im Taxi mit Madeleine“
Ikonen des französischen Kinos: Dany Boon und Line Renaud sind großartig in „Im Taxi mit Madeleine“. Über einen Film, der von einer Fahrt durch ganz Paris und gleichzeitig vom Leben der kleinen Leute nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt
Ethik für Kampfmaschinen: Ist der Zug schon abgefahren?
Über digitale Kriegsführung und verantwortungslose Künstliche „Intelligenz“: NGOs fordern ein Verbot von autonomen Waffensystemen. Industrie und Militärs wiegeln ab
Erfolgsautor Michael Connelly über Harry Bosch: „Ich kann ihn stolpern lassen“
Bestsellerautor Michael Connelly fing als Polizeireporter an. 1992 erschien sein erster Roman um dem legendären Cop Harry Bosch, Ende April kommt der 20. heraus. Ein Gespräch über noble Ritter, Raymond Chandler, Los Angeles und die Polizei
Regisseurin Emily Atef: „Wir wollen eben auch nackte Männer sehen“
Emily Atefs „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ erzählt von einer Amour Fou in der ostdeutschen Provinz. Ein Gespräch über Unterschiede zwischen französischem und deutschem Kino, weibliche Emanzipation und Atefs Definition von Heimat
Künstlich intelligente Bundeswehr
Auch hierzulande wollen Militärs den Einsatz von Künstlicher Intelligenz: Die Forschung hierzu nimmt langsam Fahrt auf. Über die stückweise Autonomisierung der Bundeswehr
Roboterfinger am Abzug: Künstliche Intelligenz im Krieg
Der militärische Einsatz von Künstlicher Intelligenz schreitet rasant voran. Die ethische Debatte aber hinkt hinterher: Wie gehen wir damit um, wenn der Mensch als aktiver Entscheider von autonomen Systemen abgelöst wird?
Legalisierung, zweiter Versuch: Cannabis-Clubs, Eigenanbau und ein netter Schwarzmarkt
Karl Lauterbach und Cem Ödzemir haben neue Pläne für den Umgang mit Cannabis vorgestellt. Ihr abgespecktes Legalisierungsmodell hat sogar ein paar Vorteile