Bereit zum Marsch auf Jerusalem
Der regionale Al-Qaida-Ableger findet auch deshalb im Jemen Zulauf, weil immer mehr muslimische Kämpfer aus Afghanistan, dem Kaukasus und Irak zurückkehren
Weltgeld fürs Weltklima
Da der Weltklima-Gipfel von Kopenhagen den Entwicklungsländern nur wenig gebracht hat, sollte die EU alte Pfade verlassen und über eine Soforthilfe hinaus einspringen
Mission erfüllt, Ruf zerstört
Der Schaden, den sich Israel durch die Operation „Gegossenes Blei“ vor einem Jahr zugefügt hat, übertrifft jeden Nutzen. Allein der Goldstone-Report spricht Bände
Zupackend im Zwielicht
Monika Harms ist Generalbundesanwältin. Aber ihr Ermittlungs-Eifer wird immer öfter vom Bundesgerichtshof gestoppt
In höchster Not
Vor 30 Jahren intervenierte die Sowjetunion in Afghanistan, obwohl ihre Führung nicht davon überzeugt war, mit der Entsendung von 75.000 Soldaten das Richtige zu tun
Kein Fall Luxemburg
Eine Leiche in der Charité hat monatelang für Schlagezeilen gesorgt. Der Verdacht, es handele sich um die berühmte Sozialisten bestätigte sich jedoch nicht
Gefesselt an Händen und Füßen
Der Prozess um den Feuertod des Asylbewerbers Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle muss neu aufgerollt werden. Ein Beamter muss sich erneut vor Gericht verantworten
Überdenkt Euer Konzept!
Demnächst entscheidet sich, wie es bei Opel weitergeht. Der Betriebsrat setzt auf Belegschaftsbeteiligung, Wissenschaftler drängen auf eine Alternative: Vier-Tage-Woche
Mut von der Kanzel
Das Kanzelwort von Bischöfin Margot Käßmann zum Neuen Jahr verlangt im Blick auf Afghanistan zu Recht weniger militärische Tapferkeit und mehr zivilen Mut
Die Kriegsfurie grast weiter
Das Land könnte seine territoriale Integrität verlieren, sollte sich der Süden bei einem für Anfang 2011 anberaumten Referendum für die Unabhängigkeit entscheiden
Ein Spiel, das nur Gewinner kennt
Im Jahr der Weltmeisterschaft wird der Fußball in Südafrika zum sozialen Wohltäter und holt Tausende Kinder von der Straße
Cup der guten Hoffnung
Die Regenbogen-Nation reitet auf einer Welle der Euphorie und darf bis zum WM-Finale vergessen, wie zerrissen sie ist
Zwölf Trainer in elf Jahren
Die Equipe Südafrikas könnte als schlechteste Heimmannschaft aller Zeiten in die WM-Geschichte eingehen
Offenbarungseid der Kommunen
Der Bund muss einen Weg finden, den Städten und Gemeinden finanziell beizuspringen. Ein Verzögern des Kita-Ausbaus ist keine Alternative
Mangelnde Motivation
Die Scanner-Debatte suggeriert, dass sich Gefahren allein durch Technik mindern lassen. Gewerkschaften fordern, die Arbeitsbedingungen der Kontrolleure zu verbessern
Aus der Rolle gestolpert
Nicht der Wandel des Parteiensystems, sondern die Konstellation in der Regierung untergräbt die Sonderrolle der Christsozialen. In der Partei geht die Angst um
Journalismus als Geisterbeschwörung
Die Berichterstattung aus Iran steht unter Zensur. Früher bedeutete das, man erfuhr quasi nichts. Heute garantiert Zensur, dass ein Thema ans mediale Schwungrad gelangt
Umworben, verklärt, erhört
Die Taliban gelten plötzlich als regierungsfähig. Verhandelt wird mit ihnen bereits, wie die Treffen auf Einladung der saudischen Führung im vergangenen Jahr zeigen
Obamas neue Front
Noch ist unklar, in welchem Maße die USA ihr Engagement im Jemen ausweiten wollen. Dass dies geschehen wird, steht allerdings außer Frage
Nichts gewonnen, nichts verloren
Auch wenn der klerikale Allmachtsanspruch des Revolutionsführers Ayatollah Chamene’i bedroht sein mag, gilt das Gleiche nicht für die Islamische Republik
Sichtbares Zeichen
Ein Angebot zum Rückzug unter Bedingungen: Wie die Union den Konflikt lösen will, den sie mit der FDP und mit Polen, nicht aber mit Erika Steinbach hat
Für eine alternative europäische Strategie
Die EU hat in der Krise versagt, kritisieren mehr als 250 Ökonomen und plädieren für eine wirtschaftspolitische Wende. Eine Dokumentation
Karsai sollte gehen
Die parlamentarische Demontage des Präsidenten in Kabul zeigt, Afghanistan hat keine legitimierte Exekutive. Kein gutes Zeichen für die Londoner Afghanistan-Konferenz
Der Druck der Kirche
Bischöfin Käßmann hat mit ihrer Neujahrsbotschaft zum militärischen Engagement in Afghanistan viel Aufsehen erregt. Die Bundesregierung fühlt sich brüskiert