Damaskus

Auf in den Stellungskrieg

Die jüngste Rede von Präsident Assad ist von der Hoffnung geprägt, Breschen in das Lager seiner Gegner schlagen zu können und den Kampf noch nicht verloren zu haben

Lutz Herden

An Russland führt kein Weg vorbei

UN-Vermittler Brahimi legt wert auf eine aktive Diplomatie Moskaus. Möglicherweise ist die unverzichtbar, um Syrien vor nicht aufhaltbarer Selbstzerstörung zu bewahren

Lutz Herden
Eine Patriot-Rakete startet von einer Abschussrampe, umgeben von Rauch und Flammen, vor blauem Himmel.

Viel Luft nach oben

Der Bundestag hat die Entsendung von "Patriots" in die Türkei beschlossen. Damit steht die Bundeswehr vor einer Auslandsmission, aus der ein Kriegseinsatz werden kann

Lutz Herden

Quamishli wird zur Falle

In der Kurden-Region schweigen die Waffen, doch kämpfen die Menschen nun um Lebensmittel und Medikamente. Bald wird ihnen der beginnende Winter zu schaffen machen

Karte von Türkei und Syrien mit farbigen Gebieten und vertikalen Linien.

Viel missionarischer Eifer

Die Türkei könnte unversehens im syrischen Sumpf stecken, weil sie als Regionalmacht zu wenig Zurückhaltung walten lässt, wie auch der jüngste Luftzwischenfall zeigt

Lutz Herden
Soldaten in zerstörter Straße in Damaskus.

Eine Stadt versinkt in Schutt und Asche

Die Rebellen werden in Damaskus längst nicht mehr überall gefeiert. Die Bevölkerung gibt der FSA und ihrer Taktik im Häuserkampf die Schuld an den Verwüstungen

Barack Obama spricht vor dem Weißen Haus.

Getrampel vor der roten Linie

Der US-Präsident findet Gefallen an einer Syrien-Intervention, auch ohne UN-Mandat. Vom Völkerrecht bliebe dann bestenfalls eine Vogelscheuche übrig

Lutz Herden
Kofi Annan spricht am Telefon vor einer UN-Weltkarte.

Noch länger, noch blutiger

Kofi Annan gibt als UN-Emissär auf. Sein Friedensplan hatte nie eine reale Chance, den jetzigen Bürgerkrieg aufzuhalten, der wohl bis zum bitteren Ende ausgetragen wird

Mann mit Brille telefoniert vor einem Fernseher, auf dem ein Mann mit Bart zu sehen ist.

Lautstark und bestens vernetzt

Gesicherte Informationen über den Konflikt sind rar. Die Exil-Opposition füllt die Lücke – mit ihrer eigenen Agenda

Männer in Anzügen und Sonnenbrillen, einige mit Bärten, stehen dicht gedrängt.

Der Schlag vom 18. Juli

Das Attentat auf drei führende Militärs des Regimes lässt fragen: Wer kann da noch sicher sein? Die nächste Zeit wird zeigen, ob die Regierung zum Gegenschlag ausholt

Hillary Clinton sitzt bei einer Konferenz. Im Vordergrund sind Namensschilder für die USA und Großbritannien.

Ein hohler Topf

Das Genfer Treffen hat mit der Idee einer Übergangsregierung für einen Rohrkrepierer gesorgt. Der Graben zwischen dem Assad-Lager und dessen Gegnern ist dafür zu tief

Lutz Herden
Recep Tayyip Erdoğan trägt rote Boxhandschuhe und lächelt.

Das Drehkreuz klemmt

Nicht immer waren Ankara und Damaskus derart verfeindet wie jetzt. Das Verhältnis wurde um so besser, je mehr sich die Türkei den Arabern als Regionalmacht empfahl

Sie tragen schwarz oder khaki

Einiges deutet darauf, dass die Toten von Hula marodierenden Milizen zum Opfer fielen. Sie werden offenbar von Geschäftsleuten bezahlt, die um ihre Privilegien fürchten

Kleinster gemeinsamer Nenner

Der Annan-Plan ist derzeit absolut alternativlos. Entgegen anders lautender Behauptungen würde eine NATO-Intervention die Lage wohl dramatisch verschlechtern

Annans Achillesferse

Die Regierung in Damaskus sagt, sie ziehe ihre Truppen aus den Städten ab, die Aufständischen bestreiten das. Warum kann die Waffenruhe nicht seriös verifiziert werden?

Lutz Herden

Assads eiserne Reserve

Die entscheidende Frage lautet in Syrien: Wie viel staatstragende Loyalität wird nötig sein, um das Regime weiterhin über Wasser zu halten?

Assad hat noch Trümpfe

Türkei, Irak, Jordanien, Israel und Libanon: Syriens Nachbarn sind nicht nur Beobachter, sondern Teil des Konflikts zwischen Assads Baath-Regime und dessen Gegnern

Lutz Herden

Gute Folter, schlechte Folter

Jahrelang ließen die USA in Syrien Terrorverdächtige foltern. Die Entrüstung über Assad, die jetzt aus Washington kommt, bezeugt die übliche westliche Doppelmoral

Mit dem Mut der Verzweiflung

Russland ist mit seinem Nein im UN-Sicherheitsrat unfreiwillig zum Herold einer brisanten Nachricht geworden – für sich, aber auch für andere Akteure in der Region

Lutz Herden

Das libysche Drehbuch braucht keine Kopie

Wer gegen Präsident Assad interveniert, steht mitten in einem regionalen Kräftemessen, das durch den Arabischen Frühling und den US-Irak-Abzug ausgelöst wurde

Lutz Herden

Keine Kavallerie am Horizont

Eine gegen Präsident Assad gerichtete UN-Resolution ist am Veto Chinas und Russlands gescheitert, denen die NATO-Intervention in Libyen noch in den Knochen steckt

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