Irak

Kein Staat zu machen

Fünf Monate nach den Wahlen scheinen die ethnischen Gruppen unfähig, unter dem gemeinsamen Banner der Staatlichkeit zusammenzufinden

Der Enthüllungskünstler

Julian Assange ist der Kopf der Enthüllungsplattform Wikileaks. Er glaubt, dass freie Informationen die Welt verändern. Und er legt sich besonders gern mit Mächtigen an

Scoop des Jahrhunderts

Die Afghanistan-Protokolle: Wie es zu der größten Enthüllung in der Geschichte der Geheimdienste kam – die Spur führt zu einem US-Soldaten im Irak

Sühne oder Zerwürfnis

Seit die Gaza-Flottille gekapert wurde, macht sich zwischen Ankara und Jerusalem eine schwere Beziehungskrise bemerkbar. Ihre Ursachen liegen tiefer als angenommen

Lutz Herden

Karzai - gestreichelt und geküsst

Vor der für Juli geplanten Kandahar-Offensive ist der Präsident wieder als Partner der Amerikaner gefragt, auch wenn seine Loya Jirga kein großer Durchbruch war

Rächer Gottes im Zweifel

Es ist ein Jahr vergangen, seit das iranische Volk in Scharen auf die Straßen strömte, um gegen die Wahlfälschungen bei der damaligen Präsidentenwahl zu protestieren

Zerbrochenes Kaleidoskop

Großbritannien steht nach den Wahlen vor einer neuen Phase der Politik. Die Bilanz nach dreizehn Jahren Labour an der Regierung ist durchwachsen

Der Klerus wird zum Wahlsieger

Für die künftige Regierung zeichnen sich ein Durchmarsch der Schiiten und ein Regime mit theokratischen Zügen ab, während Wahlsieger Allawi leer ausgehen könnte

Das Bordell soll brennen

Für viele Griechen sind die derzeitigen Proteste und Streiks nur ein Vorgeschmack, auf das, was noch kommen wird, wenn die Spardiktate durchgesetzt werden

Die Stunde der Ultras

Die anhaltenden Debatte um das endgültige irakische Wahlergebnis schafft ein Vakuum, das nur zu schnell von Sektierern und Terroristen gefüllt werden könnte

El Baradei in der Warteschleife

Im Idyll einer Reichen-Enklave baut sich der Ex-IAEA-Generaldirektor als Gegenspieler des Autokraten Hosni Mubarak auf und könnte bei der Präsidentenwahl 2011 antreten

Das Orakel von Qom

­Schiitenführer Muqtada al-­Sadr sitzt im iranischen Exil, kann aber dank seines guten Abschneidens bei der Wahl im Irak über den künftigen ­Premier mit entscheiden

Allawi sieht sich um

Der Wahlsieger steht am Anfang einer Regierungsbildung und muss Ministerpräsident Al-Maliki ins Boot holen. Oder aber ihn nach allen Regeln der Kunst ausbooten

Operation "Klar Schiff"

Sobald das Ergebnis der Parlamentswahl vom 7. März von allen Parteien anerkannt wird, will Präsident Obama das Zeichen für den Beginn des Abzugs der US-Truppen geben

Die ­Kurden als Königsmacher

Die Regierungs­bildung im Irak wird darüber entscheiden, ob das Land föderativer und ­zugleich islamischer wird, falls die Sadristen mehr politischen Einfluss gewinnen

Die Freiheit, sich auszudrücken

Abseits der Zerstörungen - wie wirkte sich der Krieg auf das irakische Kulturerbe aus? Sieben Jahre nach der Invasion macht sich Hadani Ditmars auf die Suche

Kuhhandel in Sicht

Keine Tabus, so die offizielle Linie, an die sich die wichtigsten politischen Akteure und Parteien im Irak für die anstehenden Koalitionsverhandlungen halten wollen

Potemkinscher Rückzug

Das Ausstiegsszenario der USA hat nach einer von Gewalt überschatteten Parlamentswahl den letzten Härtetest noch nicht bestanden. Vorerst fehlt eine neue Regierung

Absage an die Sektierer

Die Parlamentswahl ließ eine verändernde politische Dynamik erkennen, doch gab es keinen klaren Sieger. Voraussichtlich wird niemand allein regieren können

Libanesische Verhältnisse

Premier Al-Maliki wollte bei der Wahl am 7. März die Lorbeeren für eine stabilisierte innere Sicherheit ernten, doch Serien von Anschlägen könnten genau das verhindern

Abzug heißt nicht Ausstieg

Die Anzeichen verdichten sich, dass die US-Militärpräsenz im Irak über die im Status of Forces Agreement festgelegte Deadline von August 2011 hinausreicht

Spaltpilz Demokratie

Vor der Parlamentswahl am 7. März polarisiert die Frage nach dem Umgang mit Mitgliedern der einstigen Baath-Partei den Wahlkampf und reißt überwundene Gräben auf

Ein zweites Afghanistan

Der jemenitische Exilpolitiker Fami al-Qadi spricht über die Unbesiegbarkeit von al-Qaida und die Möglichkeit eines Krieges auf der Arabischen Halbinsel

Symptom und Krankheit

Teheran sollte im Atomstreit nur einlenken, wenn auch seine Sicherheitsinteressen garantiert werden und alle Nuklearmächte den Kernwaffensperrvertrag einhalten

Lutz Herden

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