Nationalismus
Viele Geister fühlen sich gerufen
Mit den anhaltenden Protesten werden im Namen der Freiheit auch die sozialen Privilegien einer urbanen Elite verteidigt, der Nationalismus nicht fremd ist
Heißer Schirokko
Das erste islamische Parlament in der Geschichte des Landes ist gewählt. Überraschen kann das nicht: Schon während Gamal Abdel Nassers Präsidentschaft wurde der Islam gestärkt
Schön wird's vielleicht trotzdem
Kein Frieden, kein Aufschwung, kein Fortschritt: Das neue Jahr gibt nicht wirklich Anlass zu Optimismus. Ein Ausblick auf 2012
Herold einer verlorenen Zeit
Das Leben des ehemaligen Präsidenten erinnert an eine Zeit, in der Europa für etwas Erhabenes wie Befreiendes stand und auf Sympathie bei vielen seiner Bewohner stieß
Die Mittelschicht macht Krach
Die Opposition gegen Präsident Medwedjew und Premier Putin besteht hauptsächlich aus Arrivierten. Wohin die Bewegung künftig geht, ist noch nicht erkennbar
Die Hufe küssen
Die Verfilmung des Heinrich-Mann-Romans „Der Untertan“ gerät in der frühen Bundesrepublik auf den Index. Der Regisseur hat eine sehr werkgetreue Version vorgelegt
Dschihad-, Salaf-, Islamisten
Vier Lager zeichnen sich auf der politischen Landkarte ab: Für die Ausrichtung und Führung des Post-Gaddafi-Staates fehlt es nicht an ambitionierten Bewerbern
Unterwegs in den dritten Frühling
Selbst mit Notstandsgesetzen und arabischem Nationalismus: Das Regime von Präsident Bashar al-Assad kann im Augenblick nicht mehr viel für sich tun
Der große Knall
Ein Jahrzehnt nach dem 11. September 2001 ist der Arabische Frühling um einiges wichtiger als die Tötung von Osama bin Laden durch ein Sonderkommando der US-Armee
Kraftlose Union
Portugal hat gewählt — und sowieso verloren. Das Land ist zum Symbol für die Krise des politischen Europas geworden, das an Euro und Nationalismen zu scheitern droht
Ein aufhaltbarer Aufstieg
Wer Paul Lendvais Buch über die Entwicklungen in Ungarn und Premier Viktor Orbán liest, wundert sich über nichts mehr
Spiel, Satz und Sieg für den Gottesstaat
„Der Irak ist heute für den Iran das, was der Libanon einst für Syrien war“, sagte ein irakischer Politiker jüngst bei einem inoffiziellen Briefing in Washington
Es lebe die europäische Republik!
Der Euro steckt in seiner tiefsten Krise seit Beginn der Währungsunion. Das hat politische Gründe – aber es gibt Alternativen: eine demokratische Wirtschaftsregierung
Mongolischer Hitlergruß
Ultranationale Gruppen wie das "Weiße Hakenkreuz" verehren den Nationalsozialismus und mobilisieren gegen gesellschaftliche Randgruppen. Ihr größtes Feindbild ist China
Ein vergiftetes Erbe
Die Ultranationalistin Pauline Hanson ist Australiens bekannteste Kämpferin gegen Einwanderung. Nun wird sie selbst zur Migrantin. Sie will nach Großbritannien auswandern
Der kaukasische Krisenkreis
Der Kreml will mit einem neuen Bezirk im Nordkaukasus eine Region befrieden, sich von einem ökonomischen Joch befreien und historische Altlasten entsorgen
Meditation senkt das Aufstiegsfieber
Mit der Philosophie des Konfuzius ist China auf der Suche nach "einer harmonischen" Gesellschaft. Die Rückbesinnung auf klassische Werte soll das Land voranbringen
Contra: Weder Ghandi noch Quäker
Nicholson Bakers Ehrenrettung des Pazfismus in „Menschenrauch“ mag ehrenwert sein, bagatellisiert aber den deutschen Rassismus
Der unsichtbare Bruder
Der Briefwechsel zwischen Gershom Scholem und Ernst Jünger ist nur in einem Punkt interessant: Er erinnert an Gershoms Bruder Werner, der als Kommunist im KZ getötet wurde
Der Nahe Osten im Jahr 2030
Was wäre, wenn es Barack Obama wirklich gelänge, einen Frieden zwischen Arabern und Israelis zu vermitteln? Eine Chronologie des Nahen Ostens der nächsten 20 Jahre
Revolution ohne Basis
Perry Andersons „Nach Atatürk“ ist ein historischer Essay in politischer Absicht – und ein brillantes Sachbuch
Sündenbock gesucht
In seinem neuen Buch vergleicht Louis Begley den Fall Dreyfus mit Guantánamo - und setzt die Zola'sche Tradition auf beeindruckende Weise fort
Die Ideologen von der nationalen Internationale
Die ultrarechten Parteien in der Europäischen Union profitieren vom Trend zum weichgespülten Nationalismus und hoffen verzweifelt auf einen Schub aus Osteuropa
Die schrecklichen Zwillinge
Das Land scheint zu prosperieren, doch der Staat steht vor dem politischen Bankrott. Polarisierung und ethnisches Sektierertum lassen gar neue Gewaltausbrüche fürchten