Sozialismus
1976: 50 Kilo Roquefort
Im Sommer vor 40 Jahren legen sich Bauern auf der Larzac-Hochebene im französischen Département Aveyron mit der Armee an. Sie wollen keinen erweiterten Übungsplatz
1976: Tod eines Genossen
Ein DDR-Grenzposten erschießt den LKW-Fahrer Benito Corghi aus Italien, der auf der Suche nach vergessenen Frachtpapieren für einen illegalen Grenzgänger gehalten wird
Nimmer? Immer.
Wie vielfältig die Bildsprache dissidenter Kunst in der DDR war, zeigt die Schau „Gegenstimmen“ mit rund 160 Werken im Berliner Martin-Gropius-Bau
1936: Görings Feuerzauber
Mit einem Coup der Generalität beginnt der Spanische Bürgerkrieg. Wäre der Putsch gescheitert, hätten nicht Deutschland und Italien zugunsten Francos eingegriffen?
Freiheit, Gleichheit, Konflikt
Nuit debout kann an eine lange französische Protestkultur anschließen. Der Vergleich zum Mai 1968 zeigt aber auch die gesellschaftlichen Veränderungen
1936: Volkstanz
Eine Allianz aus Sozialisten, Kommunisten und Radikalen will Frankreich umkrempeln und löst in nur 80 Tagen mit ihren ersten Gesetzen einen sozialen Umbruch aus
Wir können auch anders
Europas Linke müssen endlich an einem Strang ziehen. „Nuit Debout“ zeigt, wie es geht. Diesen Schwung gilt es zu nutzen
Verpuffter Furor
Der „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ blieb ein alternatives Gesellschaftssystem schuldig
Radikal rechts-links
Zur zweifelhaften Wiederentdeckung des preußischen Nationalbolschewisten Ernst Niekisch
Magier des Realismus
Jeremy Corbyn hatte eigentlich keine Chance und nutzte sie. Die Labour-Basis ist begeistert, der Rest des Landes weniger
1995: Viel Handgemenge
Ein Trip des linken Soziologen Pierre Bourdieu zu streikenden Eisenbahnern spaltet die intellektuelle Szene Frankreichs. Das Tischtuch ist zerrissen und wird es bleiben
Bernies Buddy
Ethan Young ist ein Wortführer der Neuen Linken in den USA. Von Brooklyn aus kämpft er engagiert für Bernie Sanders. Über sich selbst schweigt er lieber
Gesetz der Serie?
Sollten Dilma Rousseff und ihre Arbeiterpartei scheitern, könnte in Südamerika nach einer Ära linker Regierungen aus dem Rechtstrend unwiderruflich ein Rechtsruck werden
Die neue politische Bewegung
Junge Leute sind die treibende Kraft hinter Bewegungen wie Occupy, die Indignados oder Nuit Debout. Doch können sie auch einen politischen Wandel entfachen?
Unglaubliches Graswurzel-Momentum
Die Kandidatur von Bernie Sanders kommt einem Dammbruch gleich. Er ist als erklärter Sozialist kein belächelter Außenseiter mehr
1946: Neigung und Nötigung
Der Zusammenschluss von SPD und KPD zur SED wurde in den Westzonen als Zwangsvereinigung gedeutet, im Osten als Ende einer fatalen Spaltung der Arbeiterbewegung
Trend zur Kernschmelze
Bei den internen Kontroversen der Sozialisten ist eine Spaltung nicht mehr auszuschließen
Materialgesättigt
Wie der Philosoph Wolfgang Fritz Haug auch ohne Ostblock ein Marxist blieb
Vom Fortschritt, der keiner war
Die Ideen des kubanischen Sozialismus haben linke Intellektuelle lange fasziniert. Die Realität sorgte für Ernüchterung
Die alte Geschichte von Robin Hood
An Fidel Castro begeisterte das Lebendige und Unabhängige. Das war anders, als man Sozialismus aus der DDR kannte
Das linke Europa
Im kriselnden Süden der EU bekommen sozialdemokratische Parteien die Konkurrenz einer neuen Linken zu spüren – und beginnen, nach eigenen Antworten zu suchen
Eine Frage des Niveaus
Zwei Bücher fragen: Ist es rassistisch, Entwicklungsstufen zu unterscheiden? Überhaupt von Ethnien zu sprechen?
Kommunismus in Ohio
Rudolf Stumberger berichtet in seinem neuen Buch vom religiös-utopischen amerikanischen Landleben
1965: Auf der Fähre
Heiner Müller findet in seinem Stück „Der Bau“ ein Sinnbild für den utopischen Horizont im DDR-Sozialismus. Doch gerät er damit bei der SED heftig unter die Räder